Salzburger Tennisverband

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Der Salzburger Tennisverband ist Mitglied des Österreichischen Tennisverbands und mit ca. 12.000 Mitgliedern der viertgrößte Fachverband im Bundesland Salzburg.

Geschichte

Der Tennissport geht in Salzburg bis auf die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zurück. 1902 ist ein Turnier in Lofer ebenso dokumentiert wie die Eröffnung des "Lawn-Tennisplatzes" im heutigen Volksgarten am 21. Juli. Ebendort benannte sich der seit 1908 ansässige Salzburger Eislaufverein am 7. November 1911 in "Salzburger Eislauf- und Lawn-Tennis-Klub" um und gründete somit den ersten Tennisverein.

Bis der Gründung des Salzburger Tennisverbands im Winter 1953/54 existierten im Bundesland bereits neun Vereine. Der offizielle Gründungstag ist der 11. November 1953 (Nichtuntersagungsbescheid der Vereinsbehörde an das Proponentenkomitee), die erste Vorstandssitzung fand am 23. Jänner 1954 statt.

Erfolgreiche Salzburger Tennisspieler

Salzburgs erfolgreichste Tennisspielerin ist ohne Zweifel Judith Wiesner, deren bester WTA-Platz Platz Nummer 12 war und die sich rund zehn Jahre lang in den Top 20 der Welt hielt. Im Einzel erreichte sie bei 17 Finalteilnahmen acht Siege; im Doppel bei 12 Finalteilnahmen vier Siege. 16 österreichische Meistertitel stehen für die langjährige Nummer eins Österreichs zu Buche. Einzigartig dürfte sein, dass Judith Wiesner in ihrer ganzen Karriere in eineinhalb Jahrzehnten kein einziges Spiel in der österreichischen Staatsliga für ihren Stammklub STC verloren hat.

Neben Judith Wiesner spielte Barbara Pollet (verheiratete Morgner) dreimal für Österreich im Federationscup. Auch Heidi Sprung (verheiratete Vasudevan) und Melanie Schnell (verheiratete Rehmann) schafften den Sprung in die erweiterte Weltspitze.

Die Zwillingsschwestern Daniela und Sandra Klemenschits starteten in den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts eine gemeinsame Doppelkarriere, die nach 23 Siegen bei ITF-Turnieren (2. und 3. Leistungsstufe) 2007 jäh unterbrochen wurde. Bei beiden Sportlerinnen wurde ein bösartiger Tumor im Unterleibsbereich gefunden. Während Daniela an dieser seltenen Form von Unterleibskrebs im Landeskrankenhaus Salzburg 2008 verstarb, konnte Sandra ihre Tenniskarriere fortsetzen und erreichte im März 2014 als 55. ihr bestes Ranking in der Doppelweltrangliste. 2013 gelangen ihr dabei zwei Siege auf der WTA-Tour.

Bei den Herren liegen die größten Erfolge länger zurück. So spielte Fredi Huber in den 1950er Jahren 27 Daviscuppartien für Österreich, Ernst Blanke in den 1960er Jahren 13. Blanke erreichte zudem das Junioren-Finale des Grand Slam Turniers von Wimbledon.

Einer der ersten international erfolgreichen Salzburger Tennisspieler war Michael Stachowitsch. Im Winter 1949/50 wurde Mischa Berufsspieler, arbeitete in der Schweiz und spielte im November 1952 die Profiweltmeisterschaft in London Wembley. Unter den 16 eingeladenen Teilnehmern, damals die besten Tennisspieler der Welt, befanden sich so klingende Namen wie Fred Perry, Donald Budge, Jack Kramer, "Pancho" Gonzales, Bobby Riggs und Pancho Segura. Im selben Jahr war Stachowitsch die Nr. 9 der Profi-Weltrangliste. Die Jahre 1954 bis 1972 verbrachte er in den USA als Tennislehrer und Berufsspieler. So erreichte er unter anderem das Finale der amerikanischen Profimeisterschaften in Forest Hills.

Gerhard Wimmer zählte über Jahre hinweg zu den Stützen im Daviscup. Er war je zweimal Staatsmeister im Herren Doppel und im Mixed. Sein Bruder Ingo Wimmer wurde Jugend-Europameister im Doppel, zählte zur Meistermannschaft des STC 1981 und spielte ebenfalls Daviscup für Österreich.

Gerald Mild gewann 6 Staatsmeistertitel, 4 mal das Herren Doppel, 2 mal das Mixed und war wie Ingo Wimmer am Bundesligasieg des STC 1981 beteiligt. Im Daviscup kam er auf sieben Einsätze, gewann dabei alle drei Einzel die er spielte. In der ATP-Weltrangliste kletterte Mild bis auf Position 181 und erreichte als bestes Karriereergebnis das Finale des ATP-Turniers in Kaduna (Nigeria).

Gerald Mandl brachte es auf sechs Einsätze im Daviscup, einen Staatsmeistertitel im Herren Doppel und Rang 186 in der ATP-Weltrangliste. Mit Österreichs Team wurde er 2014 und 2015 noch Senioren-Weltmeister.

Auch Wolfgang Schranz spielte sechsmal für Österreich im Daviscup und erreichte im November 1998 mit Platz 136 die bislang beste Weltranglistenposition eines Salzburger Tennisspielers.

Anfang der 2010er Jahre startete Nicolas Reissig seine vielversprechende Profikarriere, die ihn aber nicht über die zweite Leistungsstufe (Challengerturniere) hinausführte.

Vereine

Aktuell gibt es im Bundesland Salzburg knapp 100 Tennisvereine. Zu den Gründungsmitgliedern des STV zählten alle zum Zeitpunkt der Gründung bereits existierenden Vereine (in Klammern das Gründungsjahr): 1. Salzburger Tennisclub (1911), TC Zell am See (1928), TC Blau-Weiß Bad Gastein (1950), TC Lofer (1950), ESV Saalfelden (1950), TC St. Johann im Pongau (1951), Halleiner Tennisclub (1952), TC Rot-Weiß Bad Hofgastein (1953), ESV Bischofshofen Sektion Tennis (1953).

Vorstand

Ehemalige Präsidenten

Die wichtigsten Referate

Der Salzburger Tennisverband besteht natürlich nicht nur aus dem Präsidium und dem Vorstand, sondern auch aus wichtigen Referaten, die unter dieser Rubrik immer viele Neuigkeiten für Sie bereithalten.

  • Lehrreferat
  • Seniorenreferat
  • Schiedsrichterreferat
  • Schultennisreferat
  • Turnierreferat
  • Referat für Öffentlichkeitsarbeit

Dem Breitensport-Referat und dem Jugend-Referat ist jeweils ein eigener Menüpunkt auf unserer Homepage gewidmet. Sie finden hier immer wichtige Infos, die speziell das Referat betreffen.

Geschäftsstelle

Als Geschäftsführer des STV fungiert Erich Mild.

Hartmannweg 4
5400 Hallein
Telefon: 0 62 45 - 8 83 00
Telefax: 0 62 45 - 8 83 00-20
E-Mail: stv@salzburgtennis.at

Quelle

  • Homepage
  • Festschrift "Tennis in Salzburg" zum 50-Jahr Jubiläum 2004

Weblinks