Schmittentunnel

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Der Schmittentunnel ist ein 5 111 m langer Umfahrungstunnel der Pinzgauer Straße (B 311) im Stadtgebiet von Zell am See.

Allgemeines

Mit dem Bau des Umfahrungstunnels wurde 1993 begonnen, nach nur einem Jahr Bauzeit erfolgte der Durchschlag am 18. Juli 1994, die offizielle Eröffnung konnte im Oktober 1996 gefeiert werden.

Der Schmittentunnel führt vom Norden Zell am Sees durch den Schmittenberg und mündet beim Knoten Schüttberg-Süd in die Kreuzung der Pinzgauer Straße mit der Mittersiller Straße (B 168). Südlich der Altstadt befindet sich in Oberreit ein Halbanschluss, der von Süden kommend die Ausfahrt zur Altstadt und in umgekehrter Richtung die Einfahrt in den Tunnel in Richtung Bruck und Mittersill ermöglicht.

Bereits einen Monat nach der Inbetriebnahme fuhren um ein Drittel weniger Kfz durch die Stadt und um 70 Prozent weniger Lkw, wie eine Zählung des Landes ergab. Zehn Jahre nach der Eröffnung wurden täglich 17 000 Fahrzeuge in Schüttdorf gemessen, eine Zahl die jährlich um zweieinhalb Prozent stieg. Bedingt dadurch kommt es auch am Südportal beim Kreisverkehr in Schüttdorf zu Staus, die immer wieder in den Tunnel zurückreichen, der dann gesperrt werden muss. Zudem ist die Kreuzung Bruckberg vor allem zu den Stoßzeiten überlastet und sorgt für Staus bis nach Piesendorf.

Der Schmittentunnel ist mit einer modernen Sicherheitsanlage ausgestattet: Sieben Monitore überwachen rund um die Uhr das Geschehen im Tunnel, 25 Notrufnischen (mit je einem Notruftelefon, einem Druckknopfmelder und zwei Handfeuerlöschern), sechs Notrufsäulen, eine umfangreiche Brandmeldeanlage, eine Tunnelfunkanlage, ein Verkehrssteuerungssystem, eine Löschwasserversorgung (23 Hydranten) und ein Rechner- und Steuersystem sorgen für einen möglichst sicheren Verkehr.

Im Schmittentunnel wurden 180 000 Kubikmeter Beton verarbeitet. 2 700 Tonnen Stahl für den Innenaubau, die Portale und Querschnitte sorgen für optimale Bewährung. Die Gesamtkosten für den Bau betrugen umgerechnet knapp 51 Millionen Euro, jährlich kosten Betrieb und Erhaltung des Tunnels knapp 1,5 Millionen Euro.

Von 1. bis 25. Oktober 2018 war der Tunnel gesperrt. Grund für die lange Sperre ist der Austausch der gesamten Steuerungsanlage. Sie ist 20 Jahre alt und hat das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht.[1]

Quellen

  • Quelle www.sn.at, abgefragt am 6. September 2018