Josef Schellhorn

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Foto mit Josef Schellhorn (Mitte)

Josef Sepp Schellhorn (* 12. Mai 1967 in Schwarzach im Pongau) ist ein bekannter Salzburger Gastronom und Politiker, insbesondere Neos-Nationalratsabgeordneter.

Leben

Ausbildung und Beruf

Sepp Schellhorn wuchs im elterlichen Betrieb auf und besuchte die Hotelfachschule in Bad Gastein. Nach dem Abschluss lernte er im Restaurant Häupl in Seewalchen, das im Gault Millau mit zwei Hauben ausgezeichnet ist. Nach dem Militärdienst und einem Studium der italienischen Sprache in Pisa arbeitete er im Restaurant "Orso Grigio" in Trient, wo er mit Bernard Fournier (1 Stern im Guide Michelin) zehn Monate am Erfolg des Restaurants weiterarbeitete.

Nach Aufenthalten in Florida und Paris, die der Erlernung von Sprache und örtlichen Gepflogenheiten dienten, kam er ins Restaurant "Villa Hiss" in Bad Gastein unter Jörg Wörther. Hier kletterte er in der Hierarchie bis zum Saucier hinauf. Zur Belohnung durfte er auch bei dem Starkoch Eckart Witzigmann mitwirken. Die beiden Köche wurden auch zu seinen großen Impulsgebern. Im Jahr 1996 übernahm er den Betrieb seiner Eltern.

Josef Schellhorn betreibt in der Stadt Salzburg das Restaurant M32 am Mönchsberg im Museum der Moderne und das Spoon, in Goldegg den Seehof und das Angertal 1180, sowie seit Winter 2010/11 die Rossalm im Bereich der Stubnerkogelbahn-Talstation in Bad Gastein und die Mittelstation und Talstation in Sportgastein.

Zu Spitzenzeiten beschäftigt Schellhorn in seinen vier Betrieben ungefähr 100 Mitarbeiter. Er hat eine hausinterne Ausbildungsakademie gegründet, an der neben fachspezifischer Ausbildung der Umgang mit Gästen unterrichtet wird.

Politik

In der Vergangenheit war Schellhorn im Wirtschaftsbund aktiv, für die ÖVP im Pongau Gemeinderat und von 2003 bis 2013 Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung. In der ÖVP war er nicht ganz auf Parteilinie, zB trat er gegen die „Zwangsmitgliedschaft" bei der Wirtschaftskammer ein. „Irgendwann hatte ich genug davon, mich anzulügen, und habe mich für die Neos entschieden“, denn in der ÖVP hätte er sich „hochschweigen müssen, um etwas zu werden“, weil „kritische Geister bei den ‚Schwarzen‘ eine Majestätsbeleidigung“ seien.

Im Herbst 2013 kandidierte Schellhorn auf Platz 4 der Neos-Bundesliste für den Nationalrat, für ein Mandat reichte es aber noch nicht. Erst nach Angelika Mlinars Wahl in das Europäische Parlament übernimmt Schellhorn im Jahr 2014 deren Sitz im Hohen Haus. Er wird Wirtschafts-, Tourismus- und Landwirtschaftssprecher und trennt sich von der Funktion des Neos-Landessprechers.

Kultur

Schellhorn ist ein Freund von Literatur und Kultur. Insbesondere ist er Bewunderer Thomas Bernhards und hat im Jahr 2012 „Ein Fest für Thomas Bernhard" ins Leben gerufen. Zudem vergibt er alljährlich Literatur- und Kunststipendien.

Privates

Schellhorn ist Vater von drei Kindern.

Quellen