Winterfremdenverkehr

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Der Winterfremdenvekehr stellt eine gleich wichtige Wirtschaftskraft wie der Sommerfremdenverkehr im Bundesland Salzburg dar.

Allgemeines

Rund die Hälfte der Salzburg-Urlauber kommt in der Wintersaison. Salzburgs Skigebiete sind für viele Gäste wichtige Skiparadiese. Modernste Aufstiegshilfen − mehr als 580 Seilbahnen und Lifte −, 1700 Kilometer präparierte Pisten und 2200 Kilometer Langlaufloipen stehen den Wintertouristen zur Verfügung.

Doch auch der Skitourismus hat Grenzen des Wachstums: Seit 1983 gilt ein Erschließungsstopp für Gletschergebiete, seit 1989 verhindert ein Moratorium die großflächige Neuerschließung von Skigebieten auf Salzburger Boden. Allerdings werden laufend Komfort- und Frequenzverbesserungen bei Seilbahnen und Liften durchgeführt.

Befragungsergebnis 2011

Auf einer Tagung im Oktober 2011 in Kaprun, zu der das Netzwerk Winter eingeladen hatte, warnte Tourismusexperte Peter Zellman, Leiter des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung, vor falscher Werbepolitik der Salzburger Seilbahnwirtschaft.

Trotz rückläufiger Gästezahlen, setze die Werbung auf falsche Botschaften. In einer Befragung, die Zellmann mit 6 000 Österreichern ab 15 Jahren zwischen 1987 und 2011 durchgeführt hatte, verbinden die Menschen Skifahren mit Bewegung (88 von 100 Befragten), mit Spaß (83) und mit Natur (77). Aber als teuer befanden es 73 von 100 Befragten, kalt (56) und gefährlich (54). Aber einen Genußskilauf zu vermitteln, der nicht gefährlich ist, werde an Hand von Übertragungen von Skirennen und einer Bildersprache, die sich am Rennsport orientiert, unmöglich. Dazu kommt, nach Zellmann, das fast manische Bemühen, Saison um Saison die „Qualität“ zu steigern. Dies gilt aber nicht nur in der Seilbahnwirtschaft, sondern auch in der Hotellerie.

Einen weiteren Fehler sieht Zellmann in der Bewerbung der Quellmärkte. Die „Hoffnungsmärkte“ Russland (1,6 Prozent aller Skitouristen), Polen (1,8  %) und Tschechien (2,2 %) müssten „anders“ beworben werden. Obwohl sie in der Bilanz keine entscheidende Rolle spielten, werde gerade in die Bewerbung dieser Länder zu viel Geld gesteckt. Österreich selbst mit 23,9 Prozent und Deutschland mit 37,9 Prozent seien nach wie vor die wichtigsten Märkte. Vor allem im Osten Österreichs sei Werbung für Wintertourismus und Familienurlaub enorm wichtig.

Eine weitere Auswertung der Befragung Zellmanns ergab, dass der Ausbau des Zwei- und Dreisterne-Übernachtungssegments wichtig wäre. Nur 13 von 100 Befragten der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen hätten sich im Vorjahr (2010/11) den Winterurlaub bis 1.000 Euro kosten lassen. In der Altersgruppe 50 plus waren es hingegen 33 von 100 gewesen. Auch beim Haushaltseinkommen sei die „mittlere Qualität“ von Bedeutung, hätten doch 54 von 100 Befragten ein Haushaltsnettoeinkommen von nur 1.500 bis 3.000 zur Verfügung. Das wären in Österreich 682 560 Haushalte.

Seit 1996 nahm die Zahl jener, die mit Skifahren aufgehört haben, um 50 Prozent zu. Die Einsteiger wie Freerider, machen diesen Abgang jedoch nicht wett. 66 von 100 Befragten gaben an, nie Ski zu fahren, 13 sagten, sie würden gelegentlich (zwei bis drei Mal im Monat), 16 nur selten (ein Mal im Monat oder weniger) Ski fahren. 44 von 100 Österreicher im Alter zwischen 30 und 34 Jahren erklärten, nie Ski zu fahren, bei den 45- bis 49-Jährigen liegt die Zahl bereits bei 61 Prozent (2011).

Herkunftsländer Winter 2010/2011

in Prozenten

Niederlande Großbritannien Schweiz und Liechtensten Belgien Tschechien Polen
9,1 3,2 2,8 2,3 2,2 1,8
Italien Dänemark Ungarn Russland Frankreich andere Länder
1,7 1,7 1,7 1,6 1,1 9,0


Ergebnis Winter 2014/2015

In der Wintersaison 2014/2015 wurden insgesamt 14 374 931 Übernachtungen gezählt, im Vergleich zur Wintersaison 2014/15 bedeutet dies ein Plus von 249 365 Nächtigungen (plus 1,8 Prozent). Im Fünf-Jahresvergleich bedeuten diese Nächtigungszahlen ein Plus von 2,6 Prozent, in absoluten Zahlen ist das ein Plus von 361 647 Übernachtungen[1].

Sprachdefinition Fremdenverkehr

Quellen