Bahnübergang Langwies

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Bahnübergang Langwies
Dezember 2013: Bürgermeister Fritz Holztrattner und Langwieswirt und Langwiesbauer Josef Brunnauer am ersten Tag der Rodungsarbeiten
Dezember 2013: Die Firma Fuchsluger aus Niederösterreich wurde mit den Schlägerungsarbeiten beauftragt

Der Bahnübergang Langwies im Gemeindegebiet Bad Vigaun an der Salzachtal Straße B 159 ist ein beschrankter Bahnübergang.

Der Bahnübergang

Die Westbahn verläuft hier über eine Landesstraße, was zwangsläufig eine starke Verkehrsbehinderung darstellt. Länger geschlossene Schranken sind keine Seltenheit, was vor allem Pendler ärgert. Im Dezember 2010 rückte eine Lösung in greifbare Nähe.

Demnach soll die Landesstraße von Hallein kommend an jener Stelle, wo sie das Ufer der Salzach mit einer Linkskurve verlässt, geradeaus weiter geführt werden. Sie verläuft dann westlich vom Hotel Langwieswirt, wird mittels einer Brücke über die Bahngeleise geführt, um im Bereich der alten Streckenführung in einen Kreisverkehr zu münden.

Nördlich des bestehende Bahnübergangs soll ein 4 000 m² großer Park & Ride-Parkplatz errichtet werden. Für die Großbaustelle übernimmt die Landesstraßenverwaltung die Kosten. Die ÖBB übernehmen die Kosten für den Neubau des Bahnhofs und die Gemeinde Bad Vigaun soll sich mit einem Viertel am Bau des Park & Ride-Parkplatzes beteiligen, was bei der Gemeindevertretung auf Ablehnung stößt.

Die Umfahrung Langwies

Die Rodungen haben begonnen

Heute ist ein großer Tag für die ganze Region und ein Meilenstein für unser Verkehrsnetz! Nach vielen Jahren der Unsicherheit und Versprechungen scheint nun doch ein Licht am Ende des Tunnels. Mein Amtsvorgänger Raimund Egger bemühte sich mit der Gemeindevertretung seit der Präsentation der ersten fünf Varianten im März 2000 darum, das Projekt weiterzubringen. Seit meinem Amtsantritt im April hatte ich immer wieder die Möglichkeit, bei regelmäßigen Projekttagungen zu diesem Thema dabei zu sein, um mir selber ein Bild über die derzeitige Lage zu machen.“ So eröffnete Bürgermeister Fritz Holztrattner, als am Montag, 9. Dezember 2013, die Rodung für die künftige Umfahrung Langwies und die Überführung der Bahnlinie begann. Dabei muss eine Schneise von bis zu 30 Metern Breite geschaffen werden.

Der Bürgermeister informierte über die nächsten Schritte und die Kosten: Nach der Rodung folgt ab Mitte Februar 2014 die Aussiedlung der Amphibien, im Sommer 2014 ist Baubeginn. 2016 soll nach zwei Jahren Bauzeit die Umfahrung und Überführung für den Verkehr freigegeben werden.

6. Juni 2014: Spatenstich für die Umfahrung Langwies

Spatenstichfeier für die Umfahrung Langwies in Bad Vigaun: von links: Helmut Atzlinger (STRABAG-Bereichsleiter), Bürgermeister Fritz Holztrattner, Landesrat Hans Mayr, DI Christian Nagl (Landesbaudirektor) und Ing. Josef Brandauer (ÖBB-Infrastruktur)

Der heutige Tag ist ein wichtiger Tag für Bad Vigaun: Er bringt einen deutlichen Zuwachs an Lebensqualität!'“ betonte Bürgermeister Fritz Holztrattner am 6. Juni 2014beim Spatenstich für die Verlegung der Salzachtal Straße in Bad Vigaun-Langwies: „Dieses Ereignis wäre nicht möglich geworden ohne das Entgegenkommen der Familie Brunnauer, ohne den konsequenten Einsatz meines Vorgängers Raimund Egger und ohne den Verhandlungserfolg von Landeshauptmann Wilfried Haslauer!

Damit wird der Grundstein dafür gelegt, dass dieser unfallträchtige Straßenabschnitt mit der Fertigstellung des Projektes im Herbst 2016 wesentlich entschärft wird. Auch die Anrainer werden profitieren, da durch eine Optimierung des Verkehrsflusses und die Vermeidung von Staus vor dem geschlossenen Bahnschranken die verkehrsbedingten Schadstoffe erheblich verringert werden. Dazu kommt, dass durch die Errichtung einer Radwegeunterführung eine weitere Lücke im regionalen Radwegenetz geschlossen wird." meinte Straßenbau- und Verkehrsreferent Landesrat Hans Mayr. Die Variante, die realisiert wird, sieht eine südliche Umgehung des Hotels Langwies sowie eine Querung der Bahnstrecke über eine Überführung vor.

Die Wirkung

Durch die neue Straßenführung wird der niveaugleiche Bahnübergang mit Schrankenanlage wegfallen. Diese Schrankanlage wird derzeit pro Woche 1 340 mal geschlossen, was bei einem Verkehrsaufkommen von 32 000 Fahrzeugen pro Tag in beiden Richtungen zu erheblichen Staus und damit einer gravierenden Schadstoffbelastung führt. Außerdem wird die St. Kolomaner Landesstraße, L 210, übersichtlicher als bisher in die B 159 eingebunden, so dass der bisherige Unfallhäufungspunkt in diesem Bereich wesentlich entschärft wird. Weiters sind die Errichtung von Park & Ride-Plätzen im Bereich des Bahnhofes Bad Vigaun sowie der Rückbau von nicht mehr benötigten Straßenstücken vorgesehen.

Die Kosten

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 18.579.530 Euro. Davon entfallen 1.150.000 Euro auf Grundeinlösen, 8.164.000 Euro auf straßenbauliche Maßnahmen, 8.793.000 Euro auf eisenbahntechnische Maßnahmen sowie 472.530 Euro auf die Durchführung von Ersatzmaßnahmen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 18.579.530 Millionen Euro trägt das Land Salzburg 9.142.240 Euro.

Ersatzmaßnahmen

Als Ersatzmaßnahmen wurde die Aufforstung von Flächen im Gesamtausmaß von 25&nbsp:000 Quadratmetern und die Erhaltung von 1 600 Quadratmetern Äsungsflächen vorgeschrieben. Weiters werden mit der Realisierung des Vorhabens unter anderem im Bereich des Salzachweges eine Hochwasserschutzmauer, durch die drei Objekte geschützt werden, ein Retentionsfilterbecken zur Reinigung der Straßen- und Bahnwässer, eine Lärmschutzwand entlang der neuen Straßentrasse bis zur Haltestelle und ein Amphibienschutz entlang des salzachseitigen Straßenrandes errichtet.

Weblink

Quellen