Venedigergruppe

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ZentraleVenedigergruppe
Als die Venedigergruppe bezeichnet man die westlichste und am stärksten vergletscherte Gruppe der Hohen Tauern im Bereich der Zentralalpen zwischen Krimmler Tauern und Felber Tauern.

Geografie

Die Venedigergruppe ist als am stärksten vergletscherte Gebirgsgruppe in den Hohen Tauern stark vom Klimawandel betroffen. Das Obersulzbachkees maß Ende der 1960er Jahre noch elf Quadratkilometer. Seit 1850 ist die Gletscherzunge um mehr als drei Kilometer zurückgegangen und hat eine Milliarde Kubikmeter an Masse verloren, das Untersulzbachkees büßte allein im Jahr 2002 20,5 Meter an Länge ein. Die von Kürsinger "Türkische Zeltstadt" getauften bizarren Eisformationen mit weit aufragenden Kegeln und Zacken im hinteren Obersulzbachtal ist nur noch fotografische Erinnerung und längst als Schmelzwasser in die Salzach gelangt. Am augenscheinlichsten wird dies am Gipfel, der in den vergangenen zehn Jahren sieben Meter an Höhe einbüßte. Damit verlor auch das 1982 errichtete Gipfelkreuz seinen Halt und musste 2012 auf 7,5 Tonnen Felsbrocken, die per Hubschrauber auf den Gipfel geflogen wurden, neu verankert werden. Die verlorenen Höhenmeter wurden damit allerdings nicht wieder wettgemacht.

Geologie

Die Berge der Venedigergruppe bestehen aus Gneis, dem so genannten "Zentralgneis" des Venedigerkerns, und kristallinen Schiefern der Tauernschieferhülle (Tauernfenster).

Gipfel

Seen

Schutzhütten

Sonstiges

Das größte Firnfeld ist das Obersulzbachkees. Der nördliche Teil der Venedigergruppe gehört zum Nationalpark Hohe Tauern. In Salzburg befinden sich die Krimmler Wasserfälle im Krimmler Achental, in Osttirol die Umbalfälle.

Bilder

 Venedigergruppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen