Willibald Sauberer

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Prof. Willi Sauberer

Prof. Willi[bald] Sauberer (* 23. Mai 1933) war Journalist und Publizist sowie Chefredakteur der Salzburger Volkszeitung (SVZ).

Leben

Nach einschlägigen Studien als Werkstudent (u. a. Schüler Dr. Hugo Portischs) war Sauberer ab 1961 als Redakteur, ab 1967 Chefredakteur im Generalsekretariat der ÖVP und enger Mitarbeiter der Bundeskanzler Dr. Alfons Gorbach und Dr. Josef Klaus tätig.

Als die SVZ ab 3. November 1971 in einem Zeitungsring mit einem Kärntner und einem Tiroler Partnerblatt wieder als Tageszeitung erschien, übernahm Sauberer die Chefredaktion und forcierte die Lokalberichterstattung auch in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Sport. In dieser Zeit wurden in der SVZ viele junge Journalisten ausgebildet. Ende 1994 übergab Sauberer die Leitung der Zeitung an seinen langjährigen Stellvertreter Helmut Mödlhammer.

Sauberer war Autor, Herausgeber und Mitarbeiter von Büchern, Broschüren und Zeitschriften, PR-Berater von Firmen und Organisationen, darunter dem Österreichischen Roten Kreuz, dessen heutige Benennung er initiiert hatte, und textierte Plakate, Filme, Rundfunk- und Fernsehsendungen. Seit seinem Übertritt in den Ruhestand 1995 beschäftigt er sich mit zeitgeschichtlichen, lokalhistorischen, volkskulturellen, biographischen und schachgeschichtlichen Publikationen und Forschungen. Sauberer bekleidete Führungsfunktionen im Mittelschülerkartellverband (MKV) und in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Journalisten und war von 1979 bis 2016 Obmann des von ihm gegründeten Schachklubs Salzburg-Süd.

Kunstgeschichtlicher Fund

2002 gelang Sauberer ein schöner kunstgeschichtlicher Fund in Seekirchen: während einer Forschungsarbeit konnte er vier verschollen geglaubte Bilder des Malers Sebastian Stief sicherstellen. Die Bildtafeln wurden 1858 für das Deckengewölbe der in ihren Ursprüngen gotischen Seekirchner Rupertuskrypta geschaffen.

Die vier kreisrunden Blechtafeln mit jeweils knapp einem Meter Durchmesser zeigen in einheitlichem Braunton Szenen aus dem Leben des heiligen Rupert, des Salzburger Landespatrons: Die Taufe des Baiernherzogs Theodo, die Übergabe einer Zeichnung des Seekirchner Gotteshauses an den Baumeister, den Baubeginn der Stiftskirche an der Mönchsbergwand in Salzburg und den Tod Ruperts am Ende eines Ostergottesdienstes.

Die teilweise beschädigten Bilder, auf denen historische Fakten romantisch verfremdet dargestellt sind, waren in den 1950er-Jahren abgenommen worden und galten für die Kunstgeschichte seither als „nicht mehr erhalten“, „nicht auffindbar“. Hinweise lieferten Kanonikus Andreas Radauer und Stiftspropst Franz Graber.

Ehrungen (Auswahl)

Werkverzeichnis (Auswahl)

Bücher, Buchbeiträge, Broschüren

  • Angewandter Föderalismus (in „Zwanzig Jahre Zweite Republik“, hgg. von L. Reichhold; Herder, Wien 1965).
  • Demokratiereform – warum und wie? (hgg. von W. Sauberer, mit Beiträge u. a. von Erhard Busek und Heinz Fischer).
  • Informationen der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände 3/1989).
  • Gesinnung offen gesagt (Gesammelte Beiträge; Salzburg 1998).
  • Die Ära Klaus (hgg. u. eingel. von R. Kriechbaumer; Böhlau, Wien 1998).
  • Der Tatort: Die Medien (in „In signo crucis omnia“, Festschrift zum 75. Geburtstag von Erzbischof Dr. Georg Eder, Salzburg 2003).
  • Spuren im Schnee vergangener Jahre (Ein Journalistenleben in Anekdoten, Salzburg 2008).
  • Schach-Lang-Läufer. Reihe "Spielgeschichten", (hgg. von Rainer Buland, Institut für Spielforschung an der Universität Mozarteum. Wien – Berlin 2013).
  • Vom Sunscheinlehen zum Hofbauerngut. Eine Hofchronik aus Hallein-Gamp. Aufliegend in Salzburger Archiven (u. a. Salzburger Landesarchiv, Erzbischöfliches Archiv Salzburg, Archiv St. Peter).

Lokalhistorische und volkskulturelle Beiträge

Sonstiges

  • Goethe, Schach und das Götz-Zitat (in „Schach aktiv“ des ÖSB, November 2003).

Quellen

  • Curriculum vitae
  • Salzburger Nachrichten
  • andere Texte im Salzburgwiki
  • Spuren im Schnee vergangener Jahre
  • Schachklub Salzburg Süd [1]