UN-Klimakonferenz in Kattowitz

UN-Klimakonferenz in Kattowitz

Mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 wollte die Weltgemeinschaft gegen die Erderhitzung ankämpfen, doch die Maßnahmen reichen bisher bei weitem nicht aus. Notwendig wären radikale Maßnahmen. Kann die UN-Klimakonferenz in Kattowitz die Erwartungen erfüllen?

Vertreter aus knapp 200 Staaten verhandeln in Kattowitz zwei Wochen lang darüber, wie die als historisch eingestuften Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können. In der französischen Hauptstadt war beschlossen worden, die Erderwärmung auf unter 2 Grad, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die bisher weltweit zugesagten Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase reichen dazu aber bei weitem nicht aus.

Bei den Bemühungen zur Verhinderung einer Überhitzung der Welt geht es im Kern darum, möglichst bald und vollständig die Freisetzung von Treibhausgasen zu stoppen. Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, bei der Kohlendioxid frei wird, steht dabei im Mittelpunkt. Darüber hinaus müssen andere Quellen für Klimagase - etwa bei der Viehzucht und der Industrieproduktion - gestopft werden und letztlich auch Kohlendioxid aus der Luft abgeschöpft werden, etwa durch Aufforstung von Wäldern oder CO2-Einlagerung unter der Erde.

Rückzug der USA

Die USA haben sich als einer der größten Verursacher von Treibhausgasen aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen. Beim G20-Gipfel in Buenos Aires stand US-Präsident Donald Trump damit weiter isoliert da - alle anderen Teilnehmer betonten am Samstag aber, das Klimaabkommen sei unumkehrbar.

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Aus dem Schneider sind wir noch lange nicht. Aber die Regierungen der Welt sind einen großen Schritt weitergekommen.

"Changing Together" - "Zusammen verändern" lautete das Motto der UN-Klimakonferenz in Kattowitz - mit der Betonung auf "zusammen". Denn die Weichen für die künftige internationale Klimapolitik konnten die Delegationen aus fast 200 Ländern nur gemeinsam stellen. Wegen widersprüchlicher Interessen gerieten die Verhandlungen am Ende zur Hängepartie.

Knapp 200 Nationen haben sich am Samstagabend im polnischen Kattowitz auf ein Regelwerk zur Umsetzung der Ziele der Pariser Klimakonferenz geeinigt. Nach zweiwöchigen Verhandlungen vereinbarten die Staaten ein Rahmenabkommen, durch das der Anstieg des Weltklimas auf zwei Grad gemessen an vorindustriellen Werten begrenzt werden soll. Zuletzt hatte insbesondere Brasilien Vorbehalte gehabt.

Klimaschutz ginge sehr einfach. Die Emissionen steigen. Die Bekenntnisse, zu handeln, wiederholen sich. Wie in Kattowitz.

Wie zwei Begriffe von Stockholm über Kattowitz ihren Weg in die Welt fanden.

Der UN-Klimagipfel geht in die Verlängerung. Die ursprünglich bis Freitag angesetzten Verhandlungen werden voraussichtlich bis mindestens Samstag fortgesetzt. Was bisher auf dem Tisch liege, sei "eine gute Grundlage", reiche aber nicht, sagte die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Kattowitz. "Das wird eine lange Nacht. Wir werden jetzt noch sehr, sehr lange verhandeln."

Umweltbewusstsein ist in Österreich längst in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Doch viele, die ihr Leben klimaschonend gestalten, begehen dabei entscheidende Denkfehler.

Auch einen Tag vor dem offiziellen Ende der UN-Klimakonferenz sind die Verhandlungen in Katowice in einer schwierigen Phase. Derzeit werde stark über das Thema Finanzierung und Erhöhung der Ambition verhandelt, hieß es am Donnerstag von Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von Global 2000. Schwierigkeiten gibt es auch beim offiziellen Hauptziel, dem Regelwerk für das Pariser Abkommen.

Wegen zu geringer Fortschritte bei den Klimaverhandlungen in Kattowitz hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres einen eindringlichen Appell an die internationale Gemeinschaft gerichtet. Für die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz sei der "Moment der Wahrheit" gekommen, sagte Guterres am Mittwoch in einer Rede vor dem Plenum in Katowice.

Offene Punkte auf politischer Ebene klären, um möglichst bis zur offiziellen Deadline um 17.00 Uhr einen Verhandlungstext für das "Rulebook" zum Pariser Klimaabkommen vorzulegen. Das ist am Dienstag Hauptaufgabe der Verantwortlichen bei der UNO-Klimakonferenz in Polen. Der Erfolg der COP24 hängt dabei nicht unbedingt von der Pünktlichkeit ab, Verzögerungen gab es auch 2015 beim Pariser Gipfel.

Wie die 15-jährige Greta zum Vorbild für junge Leute auf der ganzen Welt wurde. Von "Klimaangst" und "Flugscham" und der Ignoranz der Erwachsenen.

USA, Russland, Saudi-Arabien und Kuwait bilden eine "Achse der Bösen".

Der UN-Klimagipfel in Polen ist am Montag in Anwesenheit von Regierungschefs und Ministern mit offenen Fragen in die politische Phase gegangen. "Es wird bereits viel getan, aber wir wissen auch, dass mehr gemacht werden muss", sagte der polnische Konferenzchef Michal Kurtyka zum Start der zweiten Gipfelwoche in Katowice. Das gilt auch für das Pariser Rulebook, das nun finalisiert werden muss.

Zur Eindämmung der Erderhitzung muss die Menschheit nach Analysen einer US-Denkfabrik auch ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen und weniger Fleisch essen. Das World Resources Institute (WRI) wies am Mittwoch darauf hin, dass mit dem prognostizierten Bevölkerungswachstum auf knapp zehn Milliarden Menschen im Jahr 2050 auch die Nachfrage nach Nahrungsmitteln um gut 50 Prozent steigen werde.

Bei der UNO-Konferenz in Kattowitz machen vor allem die Pazifikstaaten auf sich aufmerksam.

Nach ersten Gesprächen am Klimagipfel (COP24) in Katowice in Polen ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen weiterhin "gemäßigt zuversichtlich", dass die Delegierten zu einem positiven Ergebnis kommen. "Es gibt einen Konsens darüber, dass etwas geschehen muss", sagte der Bundespräsident am Dienstag.

In den USA werden die Förderungen für die E-Mobilität abgeschafft, in der Alpenrepublik will man hingegen neue Anreize für E-Autos schaffen. "Davon lassen wir uns auch von Präsident Donald Trump nicht abbringen", heißt es aus dem Büro von Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses will kündigt weiteren Abschied vom Klimaschutz an - doch ohne Kongress geht gar nichts.

Der Hollywoodstar verschafft dem Kampf gegen den Klimawandel breitere Aufmerksamkeit.

Zum Auftakt des Klimagipfels COP24 in Katowice hat die Weltgemeinschaft dem Treffen die entscheidende Rolle für die Umsetzung des Pariser Abkommens von 2015 zugewiesen. "Katowice ist die wichtigste Konferenz seit Paris", sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Montag zur Eröffnung mit Teilnehmern aus fast 200 Ländern.

Ausgerechnet im polnischen Kohlerevier soll der Klimawandel gestoppt werden. Wo sonst wird er so augenscheinlich?

Die Weltbank hat 200 Mrd. Dollar (176 Mrd. Euro) Hilfen für Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zugesagt. Die Hilfen gelten für den Zeitraum von 2021 bis 2025, wie die Weltbank am Montag nach Beginn der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz ankündigte. Es handle sich um ein "wichtiges Signal an die größere internationale Gemeinschaft, dasselbe zu tun".

Mit Aufrufen zu entschlossenem Eintreten gegen die Erderwärmung ist am Sonntag im polnischen Kattowitz die 24. UNO-Klimakonferenz (COP) eröffnet worden. Vertreter von knapp 200 Staaten begannen mit den Verhandlungen über konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015. Bis zum 14. Dezember soll dazu ein sogenanntes Regelbuch ausgearbeitet werden.

Die Erde überhitzt. Im Versuch, den Klimawandel zu stoppen, verhandeln Vertreter von 196 Staaten in Polens Industriegebiet.

Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend. Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel stoppen kann.

Ja, sagt die EU-Kommission: In rund 30 Jahren soll Europa ohne Öl, Gas und Kohle auskommen. Schön wär's, sagen UNO-Experten. Sie zeigen auf, dass die weltweite Realität anders aussieht.

Die EU-Wirtschaft soll bis 2050 ohne jegliche Treibhausgase auskommen. Die EU-Kommission legte am Mittwoch in Brüssel eine strategische Langfrist-Vision für eine wohlhabende, moderne, wettbewerbsfähige und klimaneutrale Wirtschaft vor. Ein "sauberer Planet für alle" sei das Ziel. Eine neue Debatte über die Zukunft Kohlesubventionen in der EU wurde indes von einem NGO-Dachverband eröffnet.

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