E-miglia

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e-miglia 2011 zu Besuch in Mittersill.
2012: Am Ziel der Königsetappe auf der Edelweißspitze ein Tesla Roadster mit dem Fahrerteam Hans Haslreiter und Wolfgang Schöner aus Deutschland
2012:Ein Protoscar Lampo 3 mit dem Fahrerteam Alessandro del Guglielmo und Emine Sadic (Schweiz) bei der Kehre 5 der Edelweißstraße (Edelweißgrat 2 548 m ü. A.)

e-miglia war eine Veranstaltung für Elektrofahrzeuge auf der Großglockner Hochalpenstraße, die seit 2010 stattfand und 2013 mangels Unterstützung nicht mehr organisiert werden konnte.[1]

Allgemeines

Die e-miglia ist die „leise“ und CO2 freie internationale Straßenrallye durch Landschaft und Natur, aber ausschließlich für Elektromobile – mit zwei, drei oder vier Rädern. Vier Tagesetappen durch vier Länder in Zentraleuropa müssen die maximal 32 Teilnehmer bewältigen.

Unverändert bleibt die Zielsetzung der e-miglia und ihrer Partner: Der Welt zeigen, wie konkurrenz- und leistungsfähig, wie dynamisch und attraktiv elektrische Mobilität ist. Umweltbewusstsein nicht nur predigen sondern „erfahren“.

Die Rallye bietet den unterschiedlichen elektrischen Mobilen eine Plattform, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen und sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Durch das Meistern extremer Herausforderungen während der e-miglia wird klar, dass diese – zum Großteil in Serie produzierten – Fahrzeuge eine echte und bereits existierende Alternative in der heutigen und zukünftigen Mobilität darstellen.

e-miglia 2011

Die e-miglia 2011 führte als Gleichmäßigkeitsrallye vom 1. bis 5. August durch die vier Alpenländer Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz. Erstes Etappenziel war 2. August die Oberpinzgauer Stadt Mittersill. Am 3. August wartete mit der Großglockner Hochalpenstraße die höchste Herausforderung auf die 32 Teilnehmer, Elektroautos der Marken C-Zero, Electic RaceAbout, eMini, E-M3, eRuf, i-Miev, iON, Jetcar, Mega Van, Nissan Leaf, Pedelec, Smart, Stromos, Tesla, Think, Tazzari und Twike, die E-missionsfrei 800 Kilometer von München bis nach St. Moritz unterwegs waren. Natürlich war die Freude am CO<sub<2-freien Fahren und die schöne Bergwelt der gewählten Route der höchste Lohn bei der e-miglia. Aber trotzdem gab es für die Teilnehmer noch ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro, wenn sie das Ziel in St. Moritz am 5. August erreichen.

e-miglia 2012

In vier Tagesetappen wird der e-miglia-Tross 800 Kilometer elektrisch bewältigen. Am 12. August 2012 startete die e-miglia im dritten Jahr. Die unterschiedlichsten Elektrofahrzeuge werden erneut sportlich und ambitioniert auf ihrer Rallye durch vier Alpenländer (von München, Bayern, über die Großglockner Hochalpenstraße bis St. Moritz, Schweiz) beweisen, dass klimaneutrale Mobilität bereits Realität ist

Am Montag, 13. August, machte die Elektrofahrzeugrallye im Pinzgau Station. "Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern ist bereits seit einigen Jahren klima.aktiv mobil Partner des Lebensministeriums und hat sich in diesem Projekt das Ziel gesetzt, mit umweltfreundlichen Mobilitätsmaßnahmen im Tourismus bis zu 2 000 Tonnen CO2 jährlich einzusparen", erklärte Nationalparkreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann zum neuerlichen Besuch der e-miglia 2012. "Gerade als Nationalparkregion ist es besonders wichtig, den Gästen, aber auch den Einheimischen umweltfreundliche Mobilitätsangebote wie zum Beispiel die Anreise mit der Bahn, ein dichtes Netz an E-Bike Verleih- und Ladestationen, die Gratisfahrt mit der Pinzgauer Lokalbahn für Tauern-Card-Besitzer und vieles anderes mehr anbieten zu können", so Widmann abschließend.

Der erste Stopp zu Mittag des 13. August war die Stadt Salzburg. Hier wurde mit der Energie aus der PV-Anlage des Salzburg Congress Centers nachgeladen. Tagesziel war am Abend Kilometer Null der Großglockner Hochalpenstraße in Bruck in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, wo es noch eine Sonderprüfung zur Kassenstelle Ferleiten gab. Angeführt wurden die Fahrzeuge vom Chef des Organisationskomitees Tom Hörl vom TVB Bruck-Fusch und Nationalparkreferentin Landesrätin Tina Widmann gemeinsam mit GROHAG Generaldirektor Dr. Johannes Hörl. Im Ortszentrum von Bruck gab es ab dem Nachmittag neben den e-miglia-Fahrzeugen noch eine neue Sonderausstellung zum Thema Elektromobilität zu besichtigen und die Möglichkeit, einzelne Fahrzeuge zu testen.

Am Dienstag, den 14. August 2012, ging es ab zur „Königsetappe“ der e-miglia 2012 auf die höchst befahrbare Bergspitze Europas – die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.) - über die Großglockner Hochalpenstraße in den Süden über das Hochtor (Tunnel) (2 504 m ü. A.) und Heiligenblut nach Bozen, Südtirol, als Tagesziel (nach 280 Kilometern).

Die Fahrt zur Edelweißspitze ist gleichbedeutend mit dem Bezwingen einer der höchstgelegenen Bergstraße Europas und somit des höchstgelegenen Punktes der e-miglia. Mit den ermäßigten Gebühren für Elektrofahrzeuge setzt die Großglockner Hochalpenstraße nur ein Zeichen von vielen zum Erhalt der Natur und den Bemühungen um Nachhaltigkeit. Erst in Südtirols Hauptstadt Bozen war das Tagesziel nach 280 Kilometern erreicht. Gastiert wurde bei der Messe Bozen, die sich mit den jährlich stattfindenden Messen Klimahouse, Klimaenergy und seit 2011 auch mit der "Klimamobility" dem Thema Nachhaltigkeit in besonderem Maße widmet. Über Schlanders und den Nationalpark Stilfserjoch gelangen die e-migliaisti nach St. Moritz (Schweiz), dem letzten Ziel der elektrischen Rallye. Das Engadin lebt von seiner beeindruckenden Natur. Diese zu erhalten ist oberstes Gebot der auf 1 800 Metern gelegenen Gemeinde. St. Moritz ist die 101. Energiestadt der Schweiz, in der die Sonne besonders oft vom Himmel lacht. Davon profitierten die Teilnehmer der e-miglia, denn am Schlussetappenort wurde mit St. Moritzer Solarenergie aufgetankt. Am Nachmittag des 16. August rollten die abgasfreien Fahrzeuge im Dorfzentrum ein und ein breites Publikum von Einwohnern wie Touristen konnte die Sieger feiern und die Mobile der gegenwärtigen Zukunft bestaunen.

Zitate 2012

Dr. Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG:
Die Großglockner Hochalpenstraße ist bei der e-miglia mit der „Glockneretappe“ DER Gradmesser für die Leistungsfähigkeit der E-Mobilität!

Veranstalter Richard Schalber aus Deutschland (Rallye-Direktor e-miglia):
Die Fahrt zur Edelweißspitze ist aus technischer Sicht die größte Herausforderung für die Teilnehmer der e-miglia – ein echter Leistungstest für die E-Mobilität.

MdB Hans-Josef Fell (Mitglied des deutschen Bundestages/Grüne):
Die e-miglia zeigt der Welt, wie konkurrenz- und leistungsfähig, wie dynamisch und attraktiv elektrische Mobilität ist. Umweltbewusstsein nicht nur predigen sondern „erfahren“.

Bildergalerie

Quellen

Einzelnachweis

Artikelübersicht Großglockner Hochalpenstraße