Heinrich Graf von Thun und Hohenstein

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Heinrich Graf von Thun und Hohenstein, k. k. Hauptmann, um 1865

Heinrich Johann Nepomuk Rudolf Graf von Thun und Hohenstein (tschechisch: Jindřich Jan Nepomuk) (* 12. April 1830 in Prag; † 8. Juli 1886 in Salzburg) war k. k. Kämmerer und Hauptmann a. D.

Leben

Familie und Herkunft

Als Sohn des Joseph Matthias Grafen von Thun und Hohenstein (* 24. Februar 1794 Prag; † 24. September 1868) und der Franziska Romana (geb.) Gräfin von Thun und Hohenstein entstammte er dem Zweig Klösterle der böhmischen Linie des Geschlechtes der Grafen von Thun und Hohenstein. Er war ein jüngerer Bruder des Salzburger Landespräsidenten (1872-1897) Sigmund Ignaz Grafen von Thun und Hohenstein (* 1827; † 1897 Morzg) und Onkel des ersten Bezirkshauptmannes (1896-1900) der Bezirkshauptmannschaft Hallein, Grafen Rudolf Thun.

Thun heiratete, nach Ausscheiden aus dem militärischen Dienst, am 27. April 1868 in Salzburg in erster Ehe Irén Gräfin Esterházy von Galántha (* 6. März 1847), die jedoch bereits am 15. Dezember 1869 verstarb. Dieser Ehe entstammte der Sohn Karl Otto (*1. Februar 1869) der aber bereits eine Woche nach seiner Geburt verstarb.

Es folgte in Reichenhall am 10. Oktober 1871 seine zweite Eheschließung mit Gabriele Gräfin Ueberacker, Freiin zu Sighartstein (* 7. April 1854 in Klebing bei Mühldorf; † 8. November 1929 in Salzburg).

Aus dieser Ehe stammten:

Militärische Laufbahn

Als Oberleutnant im Infanterie-Regiment Nr. 3 (1850) und Nr. 23 (1851-1858) war er 1855/56 beurlaubt, 1857/58 Adjutant beim Regiments-Inhaber FML Paul Freiherr von Airoldi. Doch quittierte er noch im Frühjahr 1858 seinen Dienst mit Beibehaltung des Militärischen Charakters, nahm seinen Militärdienst jedoch kurze Zeit später (Militärschematismus 1859) wieder als Hauptmann 2. Klasse beim Infanterie-Regiment Nr. 29 auf, dessen Inhaber FML Carl Graf von Thun und Hohenstein ein Halbbruder seines Vaters war. Zwischen Mai 1863 und Mai 1864 avancierte er zum Hauptmann 1. Klasse und wurde als solcher in der Folge (Mai 1865-April 1866) zum Infanterie-Regiment Nr. 13 übersetzt. In der zweiten Hälfte des Jahres 1867 wurde er mit Beibehaltung seines Militärischen Charakters in den Ruhestand versetzt (Hauptmann a. D. bzw. Hauptmann in Pension).

Er diente 1848 und 1849, 1859 sowie 1866 in 4 Feldzügen und nahm an 21 Schlachten und Gefechten teil.

1859 wurde Graf Thun das Militär-Verdienst-Kreuz mit Kriegs-Dekoration verliehen, 1863 erhielt er die k. k. Kämmerers-Würde.

Ableben

Heinrich Graf von Thun und Hohenstein verstarb im 57. Lebensjahr und wurde in einer Gruft am Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt.

Quellen