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Josef Noisternigg

Josef Noisternigg (* 22. Dezember 1880 in Salzburg[1]; † 1942) war Obmann des Ringer-Athleten-Klubs[2] und der Invaliden-Organisation[3], Pferdehändler[4] und Wirt des Gasthofs zum Noisternig in der 1935 nach Salzburg eingemeindeten Gemeinde Maxglan.

Leben

Es findet sich ein Eintrag einer Trauung in der Evangelischen Kirchengemeinde am 6. März 1905 eines Fleischhauergehilfe Josef Noisternigg und Therese Hirner, Köchin.[5] Ob es sich dabei um diesen Noisternigg handelte, ist noch nicht geklärt.

Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb er von Heinrich Kiener den der Stieglbrauerei verpfändeten Gasthof zum Noisternig in Maxglan.

Am Abend des 30. April 1934 wurde Noisternigg mit einem Fuhrwerk zwischen der Gemeinde Wals und der Gemeinde Maxglan von drei Hilfsgendarmen angehalten. Dabei entdeckten sie im Fuhrwerk von der Einfuhr aus Deutschland verbotenes nationalsozialistische Propagandamaterial. Bei der Beschlagnahmung durch die Beamten bezeichnete Noisternigg diese als das Benehmen von Banditen und Wegelagerer. Dafür wurde er 7. Juni 1934 wegen Wachebeleidigung zu zu zehn Schilling verurteilt.[6]

1937 im Juli wurde ein Konkursverfahren über Noisternigg aufgehoben.[7]

Einer seiner Mitarbeiter als Pferdehändler war Johann Stojkowitsch, der als Rom ein aus Salzburg deportiertes Opfer des Nationalsozialismus wurde. Auch der Polnische Zwangsarbeiter Jan Blach arbeitete für Josef Noisternigg als Pferdehändler. Auch er wurde höchstwahrscheinlich ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.

Josef Noisternigg heiratete am 2. April 1940 die Köchin Paula Breitfuß (* 17. Mai 1893 in Obertrum; † 24. November 1968 in Salzburg), die uneheliche Tochter von Creszentia Breitfuß (* 6. April 1874 in Obertrum; † ), Tochter des Mühlbacher Spitzesed-Bauern und seit 1896 Stieftochter des Seekirchener Hirschenwirts und späteren Gemeindevorstehers Andreas Braunwieser (* 26. Juni 1871[8]; † 1959[9]).

Sein (Stief-)Sohn Ernst Ferdinand (* 17. November 1919 in der Gemeinde Maxglan) starb am 20. Dezember 1944 bei einem Bombenangriff auf Maxglan.[10]

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Pfarre Salzburg-Maxglan, Band II, S. 101.
  2. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 4. März 1935, Seite 10
  3. Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 14. Februar 1924, Seite 4
  4. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 30. September 1919, Seite 5
  5. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 5. April 1905, Seite 6
  6. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. Juni 1934, Seite 9
  7. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 13. Juli 1937, Seite 5
  8. Trauungsbuch der Pfarre Seekirchen, Band VIII, S. 28.
  9. Sterbebuch der Pfarre Seekirchen, Band XIII, S. 276.
  10. Taufbuch der Pfarre Salzburg-Maxglan, Band II, S. 101.