Mineraliensammler

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Zum Verein Vereinigte Mineraliensammler Österreichs, kurz VMÖ genannt, gehört auch die Landesgruppe Salzburg, die mit rund 360 Mitgliedern österreichweit die größte ist.

Vereinsziel

„Ziel des Vereines ist es, das traditionelle Mineraliensuchen zu erhalten und der nächsten Generation zu übergeben. Grundlagen und Spezialwissen in der Mineralogie soll durch die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft vertieft werden. Das Mineraliensammeln soll in geordneten Bahnen vor sich gehen, ein Wildwuchs, der zu Sammelverboten führen könnte, wird abgelehnt. Der Verein sieht sich auch als einer der Ansprechpartner für die öffentliche Hand im Land Salzburg.“

Als weitere Aufgaben sieht die Landesgruppe die Öffentlichkeitsarbeit, die Herausgabe der Vereinszeitung und die Arbeit in den Ortsgruppen (Oberpinzgau, Rauris, Saalachtal, Gasteinertal, St. Johann im Pongau, Lungau).

Vereinsgeschichte

  • 1965 Gründung des österreichweiten Hauptvereines, wobei es zu diesem Zeitpunkt in Tirol und in Oberösterreich bereits Landesvereine gab.
Geschichte der Landesgruppe Salzburg
  • 1972 wurde Franz Schwarz mit der Gründung der Landesgruppe beauftragt.
  • 1975 Konstituierung der Landesgruppe Salzburg beim Kapellenwirt in Saalfelden. Erster Obmann war Ing. Felix Dürnberger, der Landesverein startete mit 30 Mitgliedern.
  • 1978 Gründung der Ortsgruppe Oberpinzgau. Erster Obmann ist Hans Fankhauser, der 1990 von Josef Papp abgelöst wird.
  • 1979 Erwin Zinkl ruft die Wallfahrt der Steinsucher nach Wallfahrtskirche Maria Kirchental ins Leben.
  • 1979 Gründung der Ortsgruppe Rauris. Der erste Obmann Josef Dicker übergibt seine Funktion ab 1985 an Josef Rathgeb.
  • 1981 Gründung der Ortsgruppe Saalachtal, erster Obmann wird Erwin Zinkl, der ab 2001 von Hermann Zinkl abgelöst wird.
  • 1981 wird auch die Ortsgruppe St. Johann gegründet mit Obmann Josef Kaml.
  • 1982 wird die Ortsgruppe Gasteinertal gegründet und zum Obmann wird Franz Achamer, der ab 2000 von Gottfried Weinig abgelöst wird, gewählt.
  • 1985 erscheint das Vereinsheft „Da Stoasucha“ zum ersten Mal.
  • 1986 regelt das Nationalparkgesetz die Mineraliensuche im Nationalpark Hohe Tauern neu. In zähen Verhandlungen kommt der VMÖ/Landesgruppe Salzburg unter Obmann Franz Fankhauser zu einer auch für die Mineraliensammler akzeptablen Lösung. Aufrecht bleibt aber eine Zweiteilung zwischen den Rauriser und den übrigen Steinsuchern. Der Mineraliensucher Hans Pleikner wird wegen seines Mineraliensuchens angezeigt, es folgt ein langwieriges Verfahren, bei dem der Verein dem Angeklagten Unterstützung leistet. (1989 erreicht der Obmann der Landesgruppe Josef Papp beim Landeshauptmann Dr. Hans Katschthaler, dass das Sammelverbot für Hans Pleikner wieder aufgehoben wird.)
  • 1986 Dr. Elisbeth Kirchner und Dr. Eberhard Stüber übernehmen die wissenschaftliche Betreuung des Steinsuchens im Nationalpark Hohe Tauern.
  • 1988 wird Josef Papp aus Mittersill interimistisch bis zur nächsten Generalversammlung als Obmann der Landesgruppe Salzburg eingesetzt.
  • 1989 wird Josef Papp zum neuen Obmann der Landesgruppe gewählt. Die Zahl der im NP Hohe Tauern Sammelberechtigten wird von 104 auf 151 erhöht.
  • 1989 wird Rosi Lainer Obfrau der Ortsgruppe Gasteinertal.
  • 1991 In Bramberg wird die erste „Mineralien-INFO“ abgehalten.
  • 1995 beginnt die schriftliche Dokumentation der Salzburger Neufunde.
  • 1995 wird die Trennung der Steinsucher aus Rauris und der übrigen Landesgebiete aufgehoben.
  • 1996 Das Projekt „Kristall – Natur – Kultur“ wird vorgestellt und soll eine neues Bewußtsein über das Steinsuchen bringen.
  • 1989 wird ein Übereinkommen der Mineraliensucher mit den österr. Bundesforsten, dem größten Grundbesitzer Österreichs, getroffen.
  • 1998 hat die Landesgruppe Salzburg erstmals über 300 Mitglieder.
  • 1998 stellt Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger in einer Rede anlässlich der Eröffnung einer Mineralienausstellung in Rauris öffentlich fest, dass das Mineraliensammeln im Nationalpark Hohe Tauern Platz haben muss.
  • 2001 bringt Erwin Burgsteiner aus Bramberg mit dem Bode-Verlag das Buch „Kristallschätze – Mineraliensammler im Oberpinzgau“ heraus, wofür Erwin Burgsteiner im Jahr 2002 einen Preis erhält.
  • 2001 wird auch das Übereinkommen mit den Österr. Bundesforsten verlängert.
  • 2002 Verlängerung der Laufzeit des wissenschaftlichen Projektes im Nationalpark von zwei auf fünf Jahre.
  • 2002 beteiligt sich die Landesgruppe Salzburg mit einer Sonderausstellung mit großem Erfolg bei den Münchner Mineralientagen.
  • 2002 wird der Kulturgüterpreis stellvertretend an fünf Funktionäre des Vereines - darunter Josef Papp und Gerhard Fischer – für die positive Arbeit im Sinne des Landes Salzburg verliehen.
  • 2002 versichert Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger Josef Papp in einem Brief wie folgt: „Die internationale Anerkennung des Nationalparks wird keine weitere Einschränkung des Mineraliensammelns bewirken!“
  • 2004 wird die Homepage des Vereines eingerichtet (siehe unter Weblinks).
  • 2005 teilt Frau LR Doraja Eberle schriftlich mit, dass die internationale Anerkennung des NP Hohe tauern die Rahmenbedingungen des Mineraliensuchens nicht verändern wird.
  • 2005: Josef Papp aus Mittersill übergibt sein Amt als Obmann der Landesgruppe nach 17 Jahren an Erwin Burgsteiner aus Bramberg.
  • 2005 konstituiert sich die Lungauer Ortsgruppe („Lungauer Stoafexn“) unter Obmann Walter Petzelberger.
  • 2006 übernimmt DI Wolfgang Urban die Leitung des Salzburger Anteils des NP Hohe Tauern.
  • 2006: Der NP Hohe Tauern bekommt am 15. September die internationale Anerkennung zugesprochen.
  • 2007 Prof. Dr. Franz Walter von der Universität Graz wird neuer Leiter des projektes zur wissenschaftl. Erforschung der Mineralienparagenesen im NP Hohe Tauern.
  • 2007 eröffnet Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller die Mineralien-INFO.
  • 2008 erklärt DI Wolfgang Urban, dass die Mineraliensammler Partner im Nationalpark Hohe Tauern sind und dass das Mineraliensammeln als gleichwertige Forschungsdisziplin zu sehen ist. Der Nationalpark Hohe Tauern beteiligt sich als Partner bei der Umgestaltung der mineralogischen Abteilung des Museums Bramberg, die am 29. Mai 2010 feierlich eröffnet werden wird.
  • 2009 30 Jahre Wallfahrt der Steinesucher nach Maria Kirchental.
  • 2009: Spatenstich und Baubeginn der Mineralienabteilung im [[Museum Wilhelmgut)) in Bramberg.
  • 2010: 20-jähriges Jubiläum der Mineralien-INFO.

Salzburger Sammlerpersönlichkeiten

Weblinks

Quellen

  • Erwin Burgsteiner, Festschrift 20 Jahre Mineralien-INFO, „Salzburg – Land einzigartiger Mineralien“, Hrsg. und Copyright 2010 by Erwin Burgsteiner, Hadergasse 192, 5733 Bramberg, Österreich