Otto Baric

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Otto Baric (* 19. Juni 1932 in Eisenkappel, Kärnten) ist ein kroatischer Fußballtrainer, dessen Name eng mit den größten Erfolgen von Austria Salzburg verbunden ist.

Karriere

Seine aktive Karriere als Fußballspieler im damaligen Jugoslawien verbrachte Baric bei Dinamo Zagreb und Lokomotive Zagreb. Seine Trainerlaufbahn führte ihn 1971 erstmals nach Österreich, als er bei Wacker Innsbruck den Cheftrainerjob von seinem Landsmann Branko Elsner übernahm und nach einem halben Jahr bereits den Meistertitel - es war der erste für die Tiroler - feiern konnte. Nach einem Gastspiel beim LASK kehrte er für einige Jahre in seine Heimat zurück und holte u. a. den Amateur-Europameistertitel mit Jugoslawien 1978. Sturm Graz (1980 - 1982/1989), Rapid ([[1982 - 1985/1986 - 1989)), VfB Stuttgart 1985 - 1986, und Vorwärts Steyr (1990/91) waren seine Stationen, ehe er 1991 Trainer von Austria Salzburg wurde.

In Salzburg musste sich Baric erst gegen seinen Vorgänger Kurt Wiebach durchsetzen, der zum Sportdirektor befördert worden war. Nach den knapp verpassten Meistertiteln 1991/92 und 1992/93 holte er 1993/94 und 1994/95 jeweils den Meisterteller nach Salzburg. Außerdem gelangen auch bemerkenswerte internationale Auftritte mit dem UEFA-Cup-Finale 1994 und der Champions League 1995. Neben seinen taktischen Fähigkeiten verstand es Baric, ausgezeichnete Kontakte in seine Heimat für Transfers zu nützen. Klassespieler wie Nikola Jurcevic oder Mladen Mladenovic konnte er so nach Salzburg lotsen. Prägend war außerdem das gute Verhältnis zu Klubchef Rudolf Quehenberger, mit dem er die Meistertitel jeweils auf dem Spielfeld tanzend feierte.

Das Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Steaua Bukarest im Herbst 1995 bedeutete das Ende von Barics Salzburger Trainerära. Es folgten Jobs in Kroatien und der Türkei und schließlich sein "Traumjob" als Österreichs Nationaltrainer von 1999 bis 2001. Von Jänner bis Mai 2001 gab Baric ein wenig ruhmreiches Comeback als Sportchef bei Austria Salzburg, das vor allem mangels finanzieller Möglichkeiten nicht von Erfolg gekrönt war. Besser lief es als Nationaltrainer von Kroatien (Qualifikation für die EM in Portugal 2004). Zuletzt fungierte Baric als Trainer des Nationalteams von Albanien, trat aber 2007 nach der nicht geschafften EM-Qualifikation zurück.

Besonderes

  • Erst während seiner Salzburger Trainerjahre fand Baric auf Grund aufgetauchter Dokumente heraus, dass er gebürtiger Österreicher ist. Seine Familie zog erst später aus dem Kärntner Grenzgebiet weg.
  • Kontrastiert werden die zahlreichen Erfolge Otto Barics von wiederholten Peinlichkeiten und Undiszipliniertheiten. Im UEFA-Cup -Spiel gegen Eintracht Frankfurt 1994 bespuckte er einen Spieler des Gegners und musste die folgenden Partien von der Tribüne aus verfolgen. Bei der Pressekonferenz vor einem Spiel in Israel zog sich Baric wegen der großen Hitze sein Hemd aus. Die Präsentation des nackten Oberkörpers wurde von den Gastgebern als besonders unsensible Geste der Missbilligung empfunden. Wiederholte schwulenfeindliche Äußerungen führten 2006 zu einer Geldstrafe der UEFA für Baric.
  • Der häufig von ihm gebrauchte Begriff "maximal" wurde auch zum Spitznamen für Otto Baric. Sein Akzent macht ihn zur beliebten Zielscheibe für Parodien und Kabaretteinlagen.

Erfolge als Trainer

  • 1 x Amateur-Europameister: 1978 (Jugoslawien)
  • 1 x Finalist im Europapokal der Pokalsieger: 1985 (Rapid)
  • 1 x Finalist im UEFA-Cup: 1994 (Salzburg)
  • 7 x österreichischer Meister: 1971, 1972 (Wacker Innsbruck), 1983, 1987, 1988 (Rapid), 1994, 1995 (Salzburg)
  • 1 x kroatischer Meister: 1997 (Dinamo Zagreb)
  • 3 x österreichischer Cupsieger: 1984, 1985, 1987 (Rapid)
  • 1 x kroatischer Pokalsieger: 1997 (Dinamo Zagreb)
  • 5 x österreichischer Supercupsieger: 1986, 1987, 1988 (Rapid), 1994, 1995 (Salzburg)

Quellen