Schwarzenberghütte

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Schwarzenberghuette2012
Bild zeigt eine Zeichnung der Mainzer Hütte im Jahr 1911.

Die Schwarzenberghütte ist eine Hütte des Alpenvereins in den Hohen Tauern.

Allgemeines

Die bewirtschaftete Hütte hat Übernachtungsmöglichkeiten (Lager) für 30 Personen und befindet sich westlich über dem Talboden des Ferleitentals in der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße auf 2 267 m ü. A.. Sie ist im Besitz des Wiener Alpenvereins Gebirgsverein.

Geschichte

Die Schwarzenberghütte wurde 1882 von der Wiener Sektion Austria des Oesterreichischen Alpenvereins errichtet und nach dem ehemaligen Salzburger (Fürst)Erzbischof und Alpinisten Kardinal Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg benannt.

Nach zweimaliger[1] witterungsbedingter Zerstörung wurde sie ab 1895 von der Sektion Mainz des Deutschen Alpenvereins als (alte) Mainzer Hütte neu errichtet und im August 1897 eingeweiht.

Nach erneuter Zerstörung am 14. April 1904 durch einen Lawinenabgang[2] wird die (neue) Mainzer Hütte neu errichtet und am 27. August 1908 feierlich eröffnet. Sie lag nur wenige Schritte unterhalb der umgebauten alten Hütte, diente lediglich als Schlafraum und enthielt acht Zimmer mit je zwei Betten, sowie ein großes Zimmer mit sechs Betten, während in der alten Hütte sich Küche und Gastzimmer, Studentenherberge mit zehn Matratzenlager sowie Führer-Schlafzimmer befanden. Diese von den Verhältnissen bedingte Trennung zwischen Wirtschaftsräumen und Schlafräumen erwies sich in der Praxis als außerordentlich zweckmäßig, weil dadurch größte Ruhe in den Schlafzimmern gewährleistet und jeder Küchengeruch ferngehalten war. Die Bewirtschaftung, von jeher als vorzüglich und preiswert bekannt, lag im Jahr 1911 in den Händen des Josef Bernsteiner, Besitzer des Gasthofes in Ferleiten.[3]


1908 mit 22 Betten und zehn Matratzenlagern eröffnet. 1944 wurde sie an den Österreichischen Gebirgsverein in Wien verkauft, der die zusehends verfallene Hütte ab 1983 als Schwarzenberghütte am ursprünglichen Platz neu errichtete. Die Einweihung erfolgte am 7. September 1986.

Im Juli 1896 wurde die Hütte von etwa 500 Touristen besucht.[4]

1900 wurde die bereits vorhandene Zentralheizung wieder entfernt und durch Ofenheizungen in den einzelnen Räumen ersetzt. Die Zentralheizung hatte den Abzug des Rauches der Küchenfeuerung behindert und so das ganze Haus mit Rauch erfüllt.[5]

Erreichbarkeit

Vom Talboden führt der Mainzer Weg hinauf zur Hütte.

Alpinismus

Von ihr gelangt man auf die Hohe Dock und die Bratschenköpfe.

Kontakt

Hüttenwart Leopold Würtl
5672 Fusch an der Großglocknerstraße
Telefon: (06 76) 4 90 85 84
E-Mail: schwarzenberghuette@gebirgsverein.at

Die Hütte ist geöffnet von Ende Juni bis Mitte September.

Lage auf Panoramabild

Die Schwarzenberghütte ist mit dem weinroten H gekennzeichnet und befindet sich im rechten Bildteil auf halber Höhe.

Die Beschreibung der Berggipfel und Keese an der Westseite des hinteren Ferleitentals zum Kapruner Tal. Aufnahme von der Webcam am Törlkopf oberhalb des Fuscher Törls an der Großglockner Hochalpenstraße, Aufnahme vom 1. April 2020 um 09:35 Uhr.
Berggipfel * 1: Linker der beiden Gipfel Kleinglockner, 3 770 m ü. A., rechter Gipfel Großglockner, 3 798 m ü. A; * 2: Sinwelleck, 3 261 m ü. A. * 3: Fuscher-Kar-Kopf, 3 331 m ü. A. * 4: Breitkopf, 3 154 m ü. A. * 5: Hohe Dock, 3 348 m ü. A. * 6: Klockerin, 3 422 m ü. A. * 7: Vorderer Bratschenkopf, 3 401 m ü. A. * 8: Großes Wiesbachhorn, 3 564 m ü. A., der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe * 9: Kleines Wiesbachhorn, 3 283 m ü. A. Keese (Gletscher) * A: Fuscher-Kar-Kees * B: Fuscher Eiskar * C: Nördliches Bockkarkees * D: Bratschenkopfkees * E: Hochgruberkees * F: Teufelsmühlkees Schutzhütte * H: Schwarzenberghütte

Weblinks

Quellen

  • 125 Jahre Deutscher Alpenverein Sektion Mainz e.V. 1883-2008. Jubiläumsausgabe der Sektionsmitteilungen Nr. 2 vom September 2007.
  • www.bergfex.at

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Grazer Tagblatt, Ausgabe vom 16. Juli 1899, Seite 9, eine ausführliche Beschreibung der Erreichbarkeit und Ausstattung der Hütte im Jahr 1899
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 16. April 1904, Seite 9
  3. ANNO, Illustrierter Wegweiser durch die österreichischen Kurorte, Sommerfrischen und Winterstationen, Ausgabe 1911, Salzburg Seite 49
  4. Quelle ANNO, Dillinger's Reisezeitung, Ausgabe vom 20. Februar 1899, Seite 6
  5. Quelle ANNO, (Salzburger)Fremden-Zeitung, Ausgabe vom 26. Jänner 1901, Seite 6