August Brunetti-Pisano

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Erinnerungstafel für August Brunetti-Pisano im Ortspark von St. Gilgen.
Erinnerungstafeln für Karl Franz Rankl und August Brunetti-Pisano im Ortpark von St. Gilgen.

August Brunetti-Pisano (* 24. Oktober 1870 in St. Gilgen; † 1. September 1943 in Salzburg) war ein Salzburger Musikpädagoge und Komponist.

Leben

August Brunetti-Pisano wurde als Sohn des Steueramtskontrollors Josef Brunetti und seiner Frau Susanne, geborene Trauner († 1919), in St. Gilgen geboren. 1876 übersiedelte die Familie nach Salzburg, wo er von 1881 bis 1885 das k.k. Staatsgymnasiums, dann bis zur Matura 1889 die Lehrerbildungsanstalt besuchte. Musikunterricht erteilte ihm zunächst seine ältere Schwester Karoline (* 1864; † 1895).

Ab 1889 unterrichtete er an mehreren Flachgauer Volksschulen, nach seiner Lehrbefähigungsprüfung für höhere Schulen 1896 auch als Turn- und Zeichenlehrer an den beiden städtischen Bürgerschulen für Knaben sowie am k.k. Staatsgymnasium Salzburg. Er war 1897 Mitbegründer der Literatur- und Kunstgesellschaft „Pan“' und ihr langjähriger Präsident.

Ab 1890 arbeitete er gleichzeitig als freier Musikkritiker, insbesondere für die Salzburger Chronik, und studierte von 1896 bis 1900 am Mozarteum bei Friedrich Kolbenschlag Klavier und bei Josef Friedrich Hummel Kompositionslehre und Musiktheorie und erteilte in Folge zahlreichen Töchtern und Söhnen von Salzburger Bürgerfamilien Klavierunterricht. 1908 wurde er auf eigenen Wunsch frühpensioniert und war nur noch künstlerisch tätig. Als Komponist von Liedern, Klavier- und Violinkonzerten brachte er es auch zu Erfolg.

Seit 1921 war er mit Anna, geborene Herz († 1937) verheiratet, in zweiter Ehe seit 1942 mit Franziska, geborene Sterner.

Im April 2010 begann eine Ausstellung im Salzburg Museum über diese schillernde Persönlichkeit.

Ehrungen

Seit 1930 war er Bürger der Stadt Salzburg.

In Würdigung seiner Verdienste verlieh ihm die Gemeinde St. Gilgen 1931 ihre Ehrenbürgerschaft.

Werke

  • Peter Schlemihl, Oper 1905,
  • Das klagende Lied, Oper 1910,
  • Liebesopfer, Oper,
  • Djenaneh, Oper,
  • Die göttliche Komödie, Oratorium 1936,

sowie Symphonien, Kirchenmusik, Kammermusik, Chöre und zahlreiche Lieder und Märsche.

Weblink

Quellen