Berghauptmannschaft Salzburg

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Die Berghauptmannschaft Salzburg war von 1954 bis 2001 die oberste Bergbaubehörde für die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg.

Geschichte

Nach dem Anschluss an das Kaisertum Österreich wurde für das Bergwesen in Salzburg am 13. Oktober 1807 eine Berg-, Salinen- und Münzdirektion in Salzburg eingerichtet. Mit der Angliederung an das Königreich Bayern erfolgte 1810 die Einrichtung eines königlichen Oberbergkommissariat.

1824 wurde dieses in Salzburg durch die neu eingerichtete k.k. Berg- und Salinendirektion als Montanbehörde abgelöst.

Am 16. Mai 1834 erfolgte die Auflösung der k.k. Berg- und Salinendirek­tion in Salzburg und die Übertragung der Amtsgeschäfte an die k.k. Berg- und Salinendirektion in Hall in Tirol. 1844 erfolgte die Zuweisung an das k.k. Salinenoberamt Gmunden.

Am 7. Mai 1849 wurde die selbstständige k.k. Berg-, Salinen- und Forstdirektion in Salzburg ein­gerichtet, am 1. November 1849 ihre Arbeit aufnahm.

Als Oberbehörde für Tirol, Vorarlberg und Salzburg fungierte seit 1850 die Berghauptmannschaft in Hall in Tirol.

Das allgemeine Berggesetz vom 23. Mai 1854 ersetzte alle bisherigen Bergordnungen in Österreich und sah als Bergbaubehörde auf Landesebene Berghauptmannschaf­ten mit exponierten Bergkommissariaten vor.

1865 wurde die k.k. Berg- und Salinen- und Forstdirektion in Salzburg aufgelöst. Die für Salzburg zuständige Berghauptmannschaft war in Wien ansässig.

1872 nahm das für Salzburg zuständige Revierbergamt Wels seine Tätigkeit auf.

1923 wurden die Berghauptmannschaften als mittlere Bergbehörden auf­gelassen und durch die dem Bundes­ministerium für Handel und Ge­werbe, Industrie und Bauten in Wien unterstehenden Revierberg­ämter ersetzt. Für die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich war nun das Revierbergamt Wels zuständig, das 1941 als Bergamt Salzburg nach Salzburg verlegt wurde. Nach 1938 unterstand dieses dem Oberbergamt für die Ostmark in Wien, das 1945 aufgelöst wurde. An seine Stelle trat das Staatsamt für Industrie, Gewerbe, Handel und Ver­kehr, Dieses unterstand von 1946 bis 1966 dem Bundesministe­rium für Handel und Wiederaufbau, von 1966 bis 1987 beim Bundesministe­rium für Handel, Gewerbe und Industrie und von 1987 bis 2000 dem Bundes­ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten. Seither liegt die Zuständigkeit beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Wien.

Oberste Bergbaubehörde für die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich war von 1945 bis 1948 das Revierbergamt Salzburg unter der Leitung von Dipl.-Ing. Theodor Heß.

Beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung bestand in dieser Zeit ein Referat für Bergbauangelegenheiten unter der Leitung von Dipl.-Ing. Viktor Grundmüller.

Berghauptleute etc.

  • 1807–1829: Regierungsrat Kaspar Melchior Balthasar Schroll (Berg-, Salinen- und Münzdirektor in Salzburg, seit 1810 Oberbergkommissär, seit 1824 Berg- und Salinendirektor in Salzburg)

Quelle