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Private Mädchen-Volksschule Bramberg der Barmherzigen Schwestern

Geschlossen
geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.

Die Private Mädchen-Volksschule der Barmherzigen Schwestern war eine katholische Privatschule in der Pinzgauer Gemeinde Bramberg am Wildkogel.

Geschichte

Die Private Mädchen-Volksschule Bramberg der Barmherzigen Schwestern wurde im Oktober 1867 im Schulgebäude der Volksschule Bramberg eingerichtet. Die Schwesternwohnung war im Dachgeschoss untergebracht. Die Schülerinnen lebten zumeist im 1870 eingerichteten Internat. Am 6. Jänner 1877 wurde der Schule das Öffentlichkeitsrecht verliehen.

Aus versorgungstechnischen und pädagogischen Gründen wurde 1886 das Goldaugütl erworben. 1896 wurde die Schule zweiklassig. Am 10. Juli 1905 begann man mit der Errichtung eines eigenen Schulhauses mit zwei Klassenräumen. Am 24. September 1906 wurde das Schulhaus eingeweiht. Die Schwesternwohnungen waren weiterhin im Dachgeschoss eingerichtet, das Internat wurde aufgegeben. Seit 1921 wurde ein freiwilliger Fortbildungskurs, später eine ländliche Fortbildungsschule bzw. eine Landwirtschaftliche Berufsschule eingerichtet.

1927 wurde eine Schulküche errichtet. Die Schule wurde dreiklassig, wovon eine in der (Knaben-)Volksschule untergebracht wurde.

Am 9. August 1938 wurde der Schule das Öffentlichkeitsrecht entzogen. Die Schülerinnen wurden in die (Knaben-)Volksschule integriert.

Am 31. Oktober 1945 wurde die Private Mädchenvolksschule wieder eröffnet, vierklassig. Allerdings wurden die 2. Klasse koedukativ an der Mädchen-Volksschule, die 3. Klasse koedukativ an der Knaben-Volksschule geführt. Die 1. Klasse wurde schließlich im Gasthof Lederer untergebracht, die 2. Klasse im Gasthof Straßerwirt. 1947 konnte eine Schulbaracke erworben und als provisorischer Unterrichtsraum für zwei Klassen hergerichtet werden. Sie wurde schließlich bis 1958 benutzt.

1945 hatte auch wieder die ländliche Fortbildungsschule begonnen. Seit 1948 wurde sie als Ländlichen Versuchsschule geführt. Bei Umbaumaßnahmen werden im Sommer 1953 Fußböden ersetzt und WCs eingebaut. Am 18. Oktober 1954 begann man mit einem Schulneubau. Am 5. Mai 1960 wurde der Neubau für sechs Klassen durch Erzbischof Andreas Rohracher eingeweiht.

Mit dem Wegfall der Volksschul-Oberstufe wurden seit 1970 keine neuen Klassen mahr gebildet. Am 30. Juni 1974 wurde die Private Mädchen-Volksschule Bramberg geschlossen.

Die Räumlichkeiten wurden von der 1966 gegründeten Privaten Haushaltungsschule bzw der daraus hervorgegangenen Privaten Fachschule für wirtschaftliche Berufe weiter verwendet, aus der die Wirtschaftsschulen Bramberg hervorgingen. Heute wird das Gebäude von der daraus hervorgegangenen Tourismusschule Bramberg am Wildkogel genutzt.

Schulleiterinnen

Schülerzahl
1900 154
1927 94
1950 170
1962 186
1969 232

Quelle