Franz Anton Spangler

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Franz Anton Spängler

Franz Anton Spangler (* 1705 in Dietenheim bei Bruneck, Bistum Brixen, heute Südtirol in Italien; † 1784 in Salzburg) war der Ahnherr der bekannten Kaufmanns- und Bankiersfamilie Spängler in Salzburg.

Abstammung

Monogramm von Franz Anton Spängler
Franz Anton Spängler, Unterschrift

Franz Anton Spangler war der Sohn des Wirtshausbesitzers und Weinhändlers Georg Spangler (* 1681; † 1759) aus Taufers im Ahrntal, verheiratet mit Eva Maria Muz (* 1681; † 1719). Die Großeltern waren Johann Spangler (* 1627; † nach 1679), verheiratet mit Elisabeth Dinkhauser. Seine Urgroßeltern väterlicherseits, Kaspar Spangler und Christine Hörtmayer aus Taufers im Ahrntal, waren die Begründer sowohl der Salzburger als auch der venezianischen Linie der Spangler.[1]

Sein Großvater Johann und sein Großonkel Georg (Wirt in Sterzing) waren aller Wahrscheinlichkeit nach führend an der Organisation des Weinhandels zwischen Salzburg und Südtirol beteiligt und erhielten im Jahr 1677 von Pfalzgraf Johann Georg von Werndle im Namen seiner Majestät Kaiser Leopolds I. den Wappenbrief ausgestellt. Das Wappen zeigt zwei aufrecht stehende Löwen, die gemeinsam in ihren Pranken eine große Weintraube halten. Text des Wappenbriefs in der Übertragung durch Trude Widerin siehe beim Artikel über die Familie Spängler.

Leben

Franz Anton Spangler wanderte 1729 nach Salzburg aus und wurde 1731 als „Handelsfaktor – Direktor bei den Laimprucher'schen Erben“[2][3] im Bürgerbuch genannt. Am 16. Juli 1731 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt zuerkannt.

In Salzburg heiratete er seine erste Frau Katharina, geb. Ingerl, verwitwete Prötz, die ihm fünf Kinder schenkte. Nach ihrem Ableben im Jahr 1743 erbte er das Haus Nr. 2 am Alten Markt, an dem noch heute die Löwen als Teil des dort angebrachten Familienwappens zu sehen sind. Nach einer Bezahlung von 11.000 fl kam er dazu noch in den Besitz der darin untergebrachten "Prötz´schen Seiden-, Tuch- und Wollhandlung", die er nach seiner Übernahme in „Franz Spängler´sche Tuch- und Seidenhandlung“ umbenannte. Bereits zu dieser Zeit dürfte er – wenigen erhalten gebliebenen Dokumenten nach - Geschäfte mit seinem Onkel Matthias Spangler in Venedig getätigt haben, von wo er vermutlich kostbare Seidenstoffe und qualitative Tuchwaren erwarb.

1744 heiratete er Anna Elisabeth Lang, geborene Egger. Nach ihrem Tod und der Auslage von 500 fl gelangte er in den Besitz der „Lang´schen Bettenhandlung“ und brachte es als wohlhabender Kaufmann endgültig zu großem Ansehen in der Stadt.

Seine dritte Frau ehelichte er am 21. Jänner 1755 mit Maria Theresia Trambauer, einer Kaufmannstochter aus Wien. Zur Hochzeit der beiden komponierte Leopold Mozart die „12 menuetti fatti per le nozze del Signore Francesco Antonio Spangler“. Nachdem seine zweite Ehe kinderlos geblieben war, entsprangen seiner dritten Verbindung acht Nachkommen.

Franz Anton Spangler starb 1784 im Alter von 79 Jahren, ohne ein Testament hinterlassen zu haben. In der Folge kam es zu einem Erbstreit zwischen seinen Kindern und den Tiroler Verwandten. Sein Sohn Franz Josef Christian Spängler erhielt, nachdem er schon zu Lebzeiten seines Vaters im Unternehmen mitgearbeitet hatte, 1823 nach gerichtlicher Schätzung sowohl das Haus am Marktplatz (für 8.750 fl) wie auch die „Tuch- und Seidengerechtsame“ (für 600 fl) als Eigentum zugewiesen.

Nachkommen

Bekannte Nachkommen des Ahnherrn Franz Anton Spangler sind u. a.:

Literatur

  • Gertrude Mayr: Geschichte des Bankhauses Carl Spängler & Co. Phil. Diss. Univ. Wien 1973.
  • Brigitte Heuberger: Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005.

Quellen

  • Brigitte Heuberger: Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005.
  • Homepage Bankhaus Spängler

Weblinks

Einzelnachweise

gemäß Traueintrag Salzburg-Dompfarre,21 January 1755, Folio 246

  • Trauung- Trauungsbuch Salzburg Dompfarre
  1. Die heutige Schreibweise des Namens (Spängler) dürfte bereits in der zweiten Generation der in Salzburg lebenden Familienangehörigen entstanden sein. In (Süd)Tirol wurde der Familienname ohne Umlaut weitergetragen, in Italien änderte sich der Name über mehrere Generationen hinweg allmählich zu „Spangher“.
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 3. Jänner 1928, seite 3
  3. Aus dieser Handelsfaktorei ging die Sigmund Haffnerische und später die Triendl'sche Faktoreihandlung hervor.