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Bernadette Schild

Bernadette Schild vor dem ersten Durchgang beim Weltcupslalom in Flachau 2018
Bernadette Schild
Bernadette Schild im Jahr 2008

Bernadette Schild (* 2. Jänner 1990 in Saalfelden) ist eine Salzburger Skirennläuferin.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Die jüngere Schwester von Marlies Schild besucht das Schigymnasium Stams (Tirol) und bestreitet seit Dezember 2005 FIS-Rennen. Sie konnte in dieser Rennkategorie bislang 4 Slaloms und einen Riesenslalom gewinnen. Im Jänner 2008 kürte sie sich zur zweifachen Meisterin bei den Österreichischen Juniorenmeisterschaften in Lackenhof. Am 28. Februar 2008 holte sie den Junioren-Weltmeistertitel im Slalom von Formigal (POR).

Die Saison 2008 bestreitet sie erstmals auch im Europacup, wobei sie in Lenggries (D) im Jänner mit Platz 6 und 10 ihre besten Resultate fixierte. Sie fährt für den SC Dienten am Hochkönig.

Als aktuelle Junioren-Weltmeisterin feierte Schild am 14. März 2008 ihr Debüt beim Weltcupfinale in Bormio. Sie schied im 2. Durchgang des Slaloms aus. Zu Beginn der Saison 2009 durfte Schild regelmäßig im Weltcup starten, nur mit Platz 24 im Slalom am Semmering am 29. Dezember 2008 gelang ihr dabei ein zählbares Resultat. Bei der Junioren-WM 2009 holte sie Silber im Slalom. Auch 2010 kam sie regelmäßig im Weltcup zum Einsatz, ohne sich dabei für einen Finaldurchgang zu qualifizieren. Dafür sicherte sie sich mit einem Sieg, einem zweiten Platz und weiteren guten Platzierungen die Slalomwertung im Europacup und damit einen Fixplatz für das Weltcupteam 2011.

Der endgültige Durchbruch gelang Bernadette Schild in der Saison 2013, in der sie 4x in den Top 10 landete und ihre erste WM-Teilnahme bei der Heim-WM in Schladming mit Platz 12 im Slalom und der zweitbesten Laufzeit im zweiten Durchgang krönte. Zum Ausklang der Saison erreichte sie am 16. März 2013 im Slalom von Lenzerheide mit Rang 2 ihre erste Podiumsplatzierung.

Vor der Olympiasaison 2014 stieg Schild in den Nationalkader des ÖSV auf[1] und etablierte sich in der Slalomweltspitze. Vier Top 10 Ergebnisse, darunter zwei Podiumsplätze reichten für Platz sieben im Slalom Weltcup. Bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi schied sie nach Platz 4 im 1. Durchgang in der Finalentscheidung aus.

Im Winter 2015 kam Schild zu Beginn nicht recht in Schwung. Mit Platzierungen knapp außerhalb der Top 10 versäumte sie schließlich zu ihrer großen Enttäuschung die WM in Vail - Beaver Creek. Im ersten Rennen danach kehrte Schild allerdings mit Rang 8 in Maribor wieder in die Erfolgsspur zurück.

Am Wochenende des 18./19. Juni 2016 heiratete Bernadette Schild ihren Trainer Armin Wierer. [2]

Einen weiteren Lebens-Meilenstein hat sie im Mai 2017 mit dem Abschluss des Studiums "International Business Communications" in Stuttgart erreicht. Bernadette Schild ist seither Bachelor of Arts. In ihrer Arbeit hatte sie u.a. die Beziehungen von Social Media und Skisport untersucht und zudem ein Online-Kommunikationskonzept entwickelt[3].

Nach schwierigen Saisonen, auch auf Grund durch Wechsel der Skimarken, gelang ihre Ende der Saison 2016/2017 beim Slalom in Squaw Valley (USA) mit dem 3. Platz wieder eine Podestplatzierung. Bei den Skiweltmeisterschaften in St. Moritz 2107 (Schweiz) erreichte sie im Slalom den 10. Platz und im Riesentorlauf den 17. Rang.

In der Saison 2017/2018 konnte sie sich im Slalom bei den Weltcuprennen regelmäßig unter den Top 10 platzieren. Dabei gelangen ihr in dieser Saison mit den Rängen 3 in Killington (USA) und 2 in Flachau auch zwei Podestplätze. Bei den Olympischen Spielen in PyeongChang 2018 (Südkorea) erreichte sie zuerst im Riesentorlauf den 24. und Slalom den 7. Platz. Im Slalom vergab sie durch einen schweren Fehler kurz vor dem Ziel eine Olympiamedaille.[4] Zum Abschluss der Saison wurde sie in Ramsau Staatsmeisterin im Slalom.

Erfolge

  • 1x Gold bei Junioren-WM (2008)
  • 1x Silber bei Junioren-WM (2009)
  • 7 Podiumsplätze im Weltcup
  • 2 Europacupsiege
  • 1x Staatsmeisterin im Slalom (2018, Ramsau)

Olympische Winterspiele

Platzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Datum Ort Disziplin Nation
DNF2. [5] 21.02.2014 Sotschi Riesentorlauf RUS
24. 15.02.2018 PyeongChang Riesentorlauf KOR
7. 16.02.2018 PyeongChang Slalom KOR

Weltmeisterschaften

Platzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Datum Ort Disziplin Nation
12. 16.02.2013 Schladming Slalom AUT
17. 16.02.2017 St. Moritz Riesentorlauf SUI
10. 18.02.2017 St. Moritz Slalom SUI
DNF1 [6] 14.02.2019 Åre Riesentorlauf SWE
9. 16.02.2019 Åre Slalom SWE

Weltcup 2012/2013

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
2. Slalom Lenzerheide SUI
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
32. Gesamt 283
10. Slalom und City Event 283


Weltcup 2013/2014

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
3. Slalom Courchevel FRA
3. Slalom Kranjska Gora SLO
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
33. Gesamt 220
7. Slalom 220


Weltcup 2014/2015

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
46. Gesamt 141
17. Slalom 141


Weltcup 2015/2016

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
55. Gesamt 140
16. Slalom 140


Weltcup 2016/2017

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
3. Slalom Squaw Valley USA
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
23. Gesamt 371
8. Slalom 320
28. Reisentorlauf 51


Weltcup 2017/2018

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
3. Slalom Killington USA
2. Slalom Flachau AUT
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
14. Gesamt 584
5. Slalom 463
21. Riesentorlauf 121


Weltcup 2018/2019

Podestplatzierungen
Platz Disziplin Ort Nation
3. Slalom Levi FIN


Bilder

  Bernadette Schild – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quelle

Einzelnachweise

  1. Salzburger Nachrichten 21.5. 2013
  2. salzburg24.at
  3. msn sport
  4. SN Online 16.03.2018
  5. Did not finished - ausgeschieden im zweiten Durchgang
  6. DNF1 steht für "did not finished" - im ersten Durchgang ausgeschieden