Cornel Schwarz (Arzt)

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DDr. med. Cornel Schwarz (* 13. Juni 1813 in Saalfelden; † 24. Juni 1860 in der Stadt Salzburg)[1] war ein Salzburger Arzt und Botaniker.

Leben

Cornelius Maximilian Schwarz war das sechste von dreizehn Kindern des gleichnamigen Saalfeldner Landrichters Cornel Schwarz (* 1774; † 1822) und seiner Frau Theresia, geborene Fellensteiner (* 1787; † 1864). Der Jurist Ludwig Schwarz (* 1807; † 1838), der Pfarrer von St. Koloman und von Berndorf, Maximilian Schwarz (* 1815; † 1870), und der Pädagoge P. Heinrich Schwarz OSB (* 1819; † 1894) sind seine Brüder.

Er besuchte die Normalschule, das Gymnasium und das Lyzeum, wobei er im Collegium Rupertinum untergebracht war. Am 1832 besuchte Schwarz die Hohe Schule in Wien, wo er Medizin studierte und 1837 zum Doktor der Medizin sowie 1838 zum Doktor der Chirurgie promovierte.

Schon im Jahr 1838 erhielt er als Hilfsarzt an der chirurgischen Abteilung des Salzburger St. Johanns-Spitals bei Anton Holzschuh seine erste Anstellung. 1842 wurde er Zweiter Stadtarzt, 1851 Erster Stadtarzt der Stadt Salzburg.

Bereits in seiner Studienzeit begann sich Schwarz mit Botanik zu beschäftigen, was ihm in seiner Wiener Zeit den Beinamen „Spitalskräutler“ eintrug. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich vorwiegend der Erforschung der Salzburger Moose, v. a. in der näheren Umgebung der Landeshauptstadt, wobei ihm auf diesem Gebiet eine Reihe von Neuentdeckungen gelang.

Schwarz gehörte zu den Proponenten der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, deren Gründung er aber nicht mehr erlebte.

Seit 1843 war er verheiratet mit Elisabeth, geborene Hentschl (* 3. Oktober 1826 in Braunau am Inn).[2]

Werke

  • Der Untersberg, ein Beitrag zur Moosflora Salzburgs, in: Verhandlungen. der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien, 8, 1858.

Literatur

  • Salzburger Zeitung, 27. Juni 1860;
  • Steinbach, Richard: Österreichische Botaniker des 19. Jahrhunderts, die nicht an Hochschulen wirkten. Unveröff. phil. Diss. Wien, 1959, S. 65;
  • Mitteilungen Thomas Weidenholzer, Salzburg

Quellen

  • Schwarz, P. Heinrich: Die Geschichte meiner seeligen Mutter der Wohlgeborenen, Gnädigen Frau Theresia Schwarz, Landrichters-Witwe von Saalfelden, aus dem salzburgischen Gebirgslande, Selbstverlag 1864, S. 29f.;
  • Dohle, O.: (Max) Cornel(ius) Schwarz, in: Constant von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben, Band 11, S. 428f.

Einzelnachweise