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Markt Pongau

Markt Pongau war die nationalsozialistische Bezeichnung für St. Johann im Pongau während der Kriegsjahre 1939 bis 1945.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Name Markt Pongau wurde im September 1939 anstatt der alten Ortsbezeichnung eingeführt. Er ging auf einen Antrag der nationalsozialistischen Gemeindevertretung unter Bürgermeister Hans Kappacher zurück. Mit dem Namen ist heute vor allem auch die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Stalag XVIII C (317) Markt Pongau, in dem von 1941 bis zum Kriegsende zeitweise bis zu 30.000 Menschen gleichzeitig untergebracht waren, verbunden. Hier wurden Soldaten aus allen Ländern der Alliierten gefangen gehalten, vor allem jene aus der Sowjetunion unter unmenschlichen Bedingungen.

Der sogenannte Russenfriedhof an der B 311 dient heute als Gedenkstätte für knapp 4.000 hier verstorbene Kriegsgefangene. Erst im Jahr 2009 ist es nach langjährigen Bemühungen gelungen, durch entsprechende bauliche Maßnahmen einen legalen Zugangsweg zur Gedenkstätte zu schaffen und damit die Erreichbarkeit zu ermöglichen. Hier haben sich Annemarie Zierlinger als eine der beharrlichsten Betreiberinnen des Projektes, die Gemeinde als Errichterin und Grundbesitzer als Ermöglicher um das Andenken der Opfer und um das kulturelle Ansehen der Menschen des Ortes St. Johann/Pg. verdient gemacht.

Literatur

Quelle

  • Erinnern.at [1]

Weblinks