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Salzburger Verlagshaus Kiesel

Das Salzburger Verlagshaus Kiesel war die vierte Druckerei, die in der Stadt Salzburg gegründet wurde, als sich 1865 Anton Pustets Teilhaber Friedrich Keyl selbständig machte und Reinhold Kiesel mit in die neue Druckerei nahm.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach Keyls Tod 1869 führte Kiesel zuerst die Geschäfte weiter und kaufte dann am 5. April 1870 die Druckerei. Ende des Jahres erscheint dann die erste Probenummer des Salzburger Volksblattes, das ab 1871 dann vorerst dreimal wöchentlich erscheint. 1872 verkauft Kiesel Zeitung und Blatt an ein Konsortium unter der Führung von Gustav Trauner, aber zwei Jahre später holt er sie wieder in seinen Besitz zurück.

1893 bekommt die Redaktion des Volksblatts den ersten Telefonanschluss Salzburgs. Es dauert fast zwanzig Jahre, bis das Volksblatt für seinen Eigentümer endlich einen Gewinn abwirft. Als Reinhold Kiesel am 2. November 1897 stirbt, übernimmt seine Witwe Marie das Unternehmen. 1904 wird die erste Rotationsdruckmaschine Salzburgs angekauft.

Am 2. Juli 1909 gehen dann die Eigentumsrechte an ihre drei Schwiegersöhne Hans Glaser, Engelbert Buchroithner und Josef Rutzinger über.

Nach dem Ersten Weltkrieg kaufte das Unternehmen die Wagner'sche Universitäts-Buchdruckerei in Innsbruck, Buchroither und Rutzinger übersiedelten nach Tirol, Glaser übernahm das Verlagshaus Kiesel in Alleinverantwortung.

Am 25. November 1924 übersiedelte die Druckerei vom Waagplatz in der Altstadt in das von Wunibald Deininger geplante Kieselgebäude an der Rainerstraße. Nicht nur das Salzburger Volksblatt, auch die Oberösterreichische Tageszeitung wurde hier gedruckt. Im August 1929 wurde der Verlag "Das Bergland-Buch" gegründet und Kurt Walter als Generaldirektor eingesetzt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde zwar keine Tageszeitung mehr hergestellt, das Verlagshaus blieb aber sowohl unter den Nationalsozialisten wie auch später unter den Amerikanern immer in Besitz der Familie Glaser. Ab 1945 wurden dann das Demokratische Volksblatt (SPÖ), das Salzburger Tagblatt (KPÖ), kurz die Österreichische Allgemeine Zeitung und ab 1950 auch wieder das Volksblatt gedruckt.

In den 1970er-Jahren begann der rasante Abstieg des Unternehmens. Im Juni 1976 übernahm die Salzburger Beteiligungsgesellschaft (SABEG) die Mehrheitsanteile, kurz darauf auch den Rest. Gerd Bacher wurde als Generaldirektor eingesetzt, ihm folgte nach seinem Wechsel zum ORF 1978 Manfred Holztrattner nach.

die letzten Jahre gehören noch ergänzt ...

Zeitungen

Folgende Salzburger Tageszeitungen wurden zumindest zeitweise im Salzburger Verlagshaus Kiesel hergestellt:

Magazine

Bücher

Quelle

Literatur