Österreichischer Bergrettungsdienst Landesorganisation Salzburg

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Österreichischer Bergrettungsdienst Landesorganisation Salzburg ist eine gemeinnützige Rettungsorganisation. Ihre Rechtsform ist der Verein.

Allgemeines

Der Zweck des Vereins ist die in Not geratenen Menschen in unwegsamen Gelände im Bundesland Salzburg sowie in den anschließenden Grenzgebieten zu helfen.

Darüber hinaus bittet die Bergrettung Salzburg auch Hilfe bei Katastrophen, Unglücksfällen, Totbergungen, Pisten- und Loipendiensten, Veranstaltungen, Tierrettungen, Fels- und Eisräumungen etc. an.

Außerdem setzt sie Maßnahmen zu Verhütung und Prävention alpiner Unfälle.

Organisation

  • Landesleitung (Landesleiter [LL], zwei LL-Stellvertreter)
  • Landesgeschäftsstelle (Landesgeschäftsstellenleiter, Sekretariat)
  • elf Fachreferate
  • fünf Bezirksleitungen
  • 44 Ortsstellen
  • mehr als 1 400 aktive Bergrettungskameraden
  • mehr als 1 750 ordentliche Mitglieder
  • mehr als 17 200 außerordentliche Mitglieder (Förderer)

Daten 2010

Der Landesleiter 2010 hieß Estolf Müller.

Daten 2011

1 953 Mitglieder, 123 118 Stunden; im Jahr 2011 wurde die Bergrettung zu 598 Einsätzen gerufen[1]

Daten 2017

Salzburgs Bergretter waren 2017 insgesamt 11 857 Stunden im Einsatz – und damit 4 084 Stunden mehr als noch 2016. Zu insgesamt 610 Einsätzen rückten die Bergretter im Jahr 2017 aus. Das waren um 75 mehr als im Jahr 2016 (535 Einsätze) berichtete Landesleiter Balthasar Laireiter in einer Aussendung. Insgesamt 598 Personen bargen die Bergretter, davon konnten 38 Menschen nur noch tot geborgen worden. Damit wurde der Rekord von 2016 egalisiert, auch vor zwei Jahren wurde die bisherige Höchstzahl von 38 Toten erreicht. Zum Vergleich: 2015 wurden 25 Tote geborgen.

Die meisten Einsätze gab es im Pongau (279), gefolgt vom Pinzgau (172), dem Flachgau (92) und dem Tennengau (38), Schlusslicht ist der Lungau, der allerdings mehr als doppelt so viele Einsätze wie 2016 vorweisen kann. 2017 rückten die Bergretter im Lungau 29-mal aus, 2016 waren es noch 14 Einsätze. Pro Einsatz waren durchschnittlich rund vier Bergretter beteiligt. Die meisten Einsätze hatten die Bergretter im Jänner zu verzeichnen (124 Einsätze), an zweiter Stelle rangiert der August (105), gefolgt von Februar (83), Juli (51) und Dezember (49.).

Salzburger Bergrettung gewann Prozess

Immer wieder kommt es vor, dass Gerettete die Bergungskosten nicht zahlen wollen und zu Gericht gehen. In Salzburg wollte einer aus dem Göllstock verschwundener Bergsteiger seine Rechnung nicht bezahlen. Er war mit Bekannten aufgestiegen und trennte sich nach einem Streit von ihnen. Da er nicht zum vereinbarten Treffpunkt erschien, wurde die Bergrettung alarmiert. Allerdings befand sich der Gesuchte bereits im Zug auf der Heimreise. Er wollte dann auch nicht die Kosten bezahlen, da er die Bergrettung nicht alarmiert hatte. Er verlor den Prozess in zweiter Instanz.

Im Februar 2019 wurden in Tirol zwei verirrte Bergschuhwanderer bei Lawinenwarnstufe 3 vor dem sicheren Erfrieren gerettet. Dann hatte einer der beiden, ein Rechtsanwalt, die Bergekosten von 2.261 Euro bestritten. Nicht drei Suchtrupps wären notwendig gewesen, sondern zwei Mann hätten ausgereicht, so seine Begründung. Das Verfahren läuft noch (Mai 2019).[2]

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Salzburger Nachrichten, 25. Februar 2012
  2. Quelle derstandard.at, abgefragt am 8. Mai 2019