Erich Landgrebe

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Erich Landgrebe (* 18. Jänner 1908 in Wien; † 25. Juni 1979 in Salzburg) war Schriftsteller und Maler.

Leben

Landgrebe studierte an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, zusätzlich auch noch Welthandel. Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 wurde er kommissarischer Verwalter jüdischer Verlage, später Kriegsberichterstatter in Russland und Afrika. Die Jahre 1943 bis 1946 verbrachte Landgrebe in Kriegsgefangenschaft.

Ab 1952 lebte Landgrebe in Elsbethen. Romane und Erzählungen behandeln vornehmlich Kriegserlebnisse und Themen rund um seine Wahlheimat Salzburg. In romanhaften Biografien über Vincent van Gogh und Paul Gauguin zeigt sich die Doppelbegabung des Künstlers als Maler und Schriftsteller. Als Autor verfasste er auch Kurzgeschichten, Hörspiele und Jugendbücher. Als Herausgeber von Anthologien und Lektor für den deutschen Siegbert Mohn Verlag war er ebenso tätig.

Der schriftstellerische Gesamtnachlass wird seit 2000 von der Universität Salzburg im Salzburger Literaturarchiv gehalten, seine Bilder finden sich in zahlreichen österreichischen Sammlungen wieder. Das Salzburg Museum veranstaltet ab Juni 2008 aus Anlass seines 100. Geburtstages eine Sonderschau.

In Leopoldskroner Moos ist die Erich-Landgrebe-Straße nach dem Künstler benannt.

Werke

  • Von Dimitrowsk nach Dimitrowsk (1948), 1951 unter dem Titel Mit dem Ende beginnt es neu aufgelegt
  • Die Nächte des Kuklino. Ein Nokturno (1952)
  • Die Rückkehr ins Paradies (1956)
  • Ein Maler namens Vincent (1957)
  • Das ferne Land des Paul Gauguin (1959)
  • Dichtung aus Salzburg. Eine Anthologie (1972)

Quellen