Mirjam Puchner

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Mirjam Puchner beim ORF-Interview in Zauchensee.
Mirjam Puchner beim Audi FIS Ski Weltcup in Garmisch-Partenkirchen 2017.
Mirjam Puchner

Mirjam Puchner (* 18. Mai 1992 in Schwarzach im Pongau) ist eine Skirennläuferin, die für den WSV St. Johann startet.

Karriere

Mirjam Puchner ist die jüngere Schwester von Weltcup-Skirennläufer Joachim Puchner. Sie lebt in St. Johann im Pongau. Im Winter 2006 machte sie erstmals wirklich auf sich aufmerksam. Mit Seriensiegen in den Bezirks- und Landescuprennen stellte die St.-Johannerin ihre Ausnahmestellung im Bundesland Salzburg ein ums andere Mal unter Beweis. Durch den österreichischen Schüler-Meistertitel im Super G qualifizierte sie sich für die inoffiziellen Schüler-Weltmeisterschaften im kanadischen Whistler Mountain. Dort fuhr die damals 13-Jährige absolute Spitzenplätze heraus, machte deutlich, dass sie nicht nur österreichweit, sondern auch international zu den größten Talenten zu zählen ist. In ihrer Parade-Disziplin, dem Super G, landete sie als Dritte sogar am Podest. Mit den Rängen fünf im Slalom und sechs im Riesentorlauf bewies Mirjam ihre Vielseitigkeit.

Anstatt nach dem Abschluss der Unterstufe in eine Schule mit alpinem Schwerpunkt zu wechseln, zog sie es wie ihr Bruder vor, das Bundesoberstufenrealgymnasium St. Johann zu besuchen. 2007 wurde Puchner Schüler-Landesmeisterin in Riesentorlauf und Slalom.

Ende 2008 gewann Mirjam Puchner ihr erstes FIS Rennen, einen Super-G in Haus im Ennstal. 2009 wurde sie in Polen Jugend-Olympiasiegerin im Riesentorlauf. 2010 schließlich wurde sie zuerst österreichische Vize-Juniorenmeisterin im Super-G, durfte Anfang März erstmals im Europacup starten, wo sie auf Anhieb einen 14. Rang herausfuhr und krönte ihre Saison mit Rang drei bei den österreichischen Meisterschaften in der Superkombination.

Wie ihr Bruder ist Mirjam Puchner auch eine exzellente Tennisspielerin. Sie spielt in der erfolgreichen Damenmannschaft des TC St. Johann, mit der sie bereits 2005 Landesmeister wurde und 2010 den Vizetitel erreichte.

Nach einer durchwachsenen Saison 2012 mit einigen Top-Ten-Platzierungen in den Europacuprennen standen Ende März die österreichischen Meisterschaften im alpinen Skilauf in Kärnten auf dem Programm. Mirjam Puchner holte sich im Riesentorlauf Platz drei. Im Super-G kam sie bis auf vier Zehntelsekunden an die Siegerin heran. Auch in der Abfahrt holte sich die Pongauerin Silber und gewann den österreichischen Jugendmeistertitel.

Am 12. Jänner 2013 bestritt sie mit der Abfahrt in St. Anton am Arlberg (Tirol) ihr erstes Weltcuprennen, das sie auf dem 47. Platz beendete. Im darauffolgenden Winter brachte es Puchner auf neun Einsätze auf höchster Ebene, wobei sie am 21. Dezember 2013 in der Abfahrt von Val d'Isere (FRA) als 29. erstmals punktete.

Am 25. März 2014 krönte sich Puchner in Innerkrems zur Österreichischen Meisterin in der Abfahrt, auf einer Strecke auf der sie am 13. Jänner des selben Jahres ihren ersten Sieg im Europacup gefeiert hatte.

In der Saison 2015 startete Puchner in Abfahrt und Super-G im Weltcup und konnte sich dort dreizehn Mal in den Punkterängen platzieren. Highlights waren der 13. Platz in der Abfahrt von St. Moritz (SUI) als bislang bestes Karriere-Resultat, sowie die Qualifikation für das Finale der 25 besten Läuferinnen im Super-G in Meribel (FRA). Daneben sicherte sie sich über den Europacup (zwei 2. und zwei 4. Plätze) ihren fixen Startplatz für den Super-G Weltcup 2016.

Ihren ersten Weltcup-Sieg feierte sie in der Abfahrt in St. Moritz am 16. März 2016 beim Weltcup-Finale. Ihre Teilnahme bei der Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz in der Schweiz fand ein bitteres Ende. Mirjam Puchner stürzte im ersten Abfahrtstraining schwer und zog sich eine Fraktur des Schien- und Wadenbeins zu. Das sorgte gleichzeitig auch für ein vorzeitiges Saisonende. Die Operation ging jedoch schief, der Bruch war schlecht und noch dazu schief verheilt. Es folgten zwei Operationen, Puchner musste sogar neuerlich das Bein gebrochen werden. Nach drei Jahren Leidenszeit fuhr sie in der Saison 2020/2021 erstmals wieder ohne Schmerzen.

Gleich beim ersten Speed-Rennen in Lake Louise Kanada am 3. Dezember 2021 konnte sie in der Abfahrt den 3. Rang erreichen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Beijing eroberte sie am 11. Februar 2022 mit dem zweiten Rang im Super-G sensationell Olympia-Silber [1].

Erfolge

  • Silber bei den Olympischen Winterspielen in Beijing (2022, Super-G)
  • 2 Siege im Weltcup, Abfahrt, St. Moritz, Schweiz und Soldeu, Andorra
  • 5 Podestplatzierungen im Weltcup
  • 2 Siege im Europacup
  • 9 Podiumsplätze im Europacup
  • 1x Österreichische Meisterin (2014)

Olympische Winterspiele

Platzierungen (in chronologischer Reihenfolge - sortierbar)
Platz Datum Ort Disziplin Nation
2. 11.02.2022 Beijing Super-G CHN
8. 15.02.2022 Beijing Abfahrt CHN

Weltcup 2015/2016

Podestplatzierungen
Platz Datum Ort Disziplin Nation
1. 16.03.2016 St. Moritz Abfahrt SUI
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
32. Gesamt 288
12. Abfahrt 212
28. Super-G 46
25. Kombination 32


Weltcup 2018/2019

Podestplatzierungen
Platz Datum Ort Disziplin Nation
1. 3.03.2019 Grandvalira Soldeu - El Tater Abfahrt AND
Weltcupwertung
Platz Weltcup Punkte
37. Gesamt 211
11. Abfahrt 189
36. Super-G 22


Weltcup 2021/2022

Podestplatzierungen
Platz Datum Ort Disziplin Nation
3. 03.12.2021 Lake Louise Abfahrt CAN
3. 05.12.2021 Lake Louise Super-G CAN
3. 18.12.2021 Val d'Isere Abfahrt FRA


Auszeichnungen

Am 7. April 2022 wurde Mirjam Puchner wurde sie bei der Wahl der Salzburgs Sportlerin des Jahres 2021/22 mit dem bronzenen Leonidas ausgezeichnet.

Bilder

 Mirjam Puchner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise