Arn

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Arn von Salzburg, auch Arno (* um 740; † 24. Jänner 821), war Abt von St. Peter, der erste Erzbischof von Salzburg und ist einer der selig gesprochenen Personen der Erzdiözese Salzburg.

Leben

Arn stammte aus einer Familie, die man zur bayerischen Führungsschicht zählte. Arns Vater, von einem Gegner auf den Tod verwundet, holt in seiner vermeintlich letzten Stunde den Bischof Joseph von Freising, der sich um das Wohl seines Sohnes kümmern sollte. Der Bischof gab den Rat, eine Kirche zu bauen, die an das Bistum unter der Bedingung gehen sollte, dass Arn daran das lebenslange Nutzungsrecht erhielte.

Aber der Vater erholte sich wieder und am 25. Mai 758 traf er sich mit dem Bischof in St. Zenon an der Isen, bestätigte die Schenkung und übergab Arn dem Bischof für den geistlichen Dienst. 776 zum Priester geweiht kam Arn als Vertreter des Bischofs 777 nach Kremsmünster, Oberösterreich. 778 tritt er in das Kloster Elnon (St. Armand) ein wo er vom dortigen Abt, Gisalbert, gefördert wurde. Am 26. Mai 782 wurde er dessen Nachfolger als Abt.

Am 11. Juni 785 wurde er auf Betreiben Karls des Großen dann zum Bischof des Bistums Salzburg ernannt. Am 20. April 798 erhielt Arn als vom Papst zum Erzbischof ernannt von diesem das Pallium, das äußere Zeichen des Oberhirten einer Kirchenprovinz, überreicht. Damit ist Salzburg das älteste noch bestehende Erzbistum im deutschsprachigen Raum.

Arn war der erste Benediktiner unter den St.-Peter-Äbten und er war der erste Bischof, der eigene Priester für den Gottesdienst im Salzburger Dom anstellte. Er ließ das älteste Salzburger Güterverzeichnis anlegen und begründete die Bibliothek von St. Peter, die älteste Bibliothek des heutigen Österreichs!

Dass in dieser Zeit Salzburg bereits Besitzungen in Bayern hatte, geht es aus einem Tauschvertrag von 16. Juli 815. Erzbischof Arno tauschte mit einem gewissen Hahold und seiner Gattin Berchthild ein Wohnhaus in Buchbach (nordwestlich von Mühldorf am Inn) mit mehreren Gebäuden, mit Vieh, Äckern, Wiesen, Waldung und Erbpächtern. 927 kam dann das ganze Buchbach durch den edlen Landperht tauschweise nach Salzburg.[1]

Er stand von 791 an bis zum Tode Kaiser Karls, 814, als "missus dominicus"(Königsbote) in dessen Diensten. Zwischen 802 und 807 leitete er zudem das Herzogtum Bayern als Vizekönig. Als Wertschätzung Arns besuchte Karl der Große 803 den Erzbischof in Salzburg.

Am 24. Jänner 821 starb Arn im Alter von 80 Jahren, von denen er fast 36 Jahre lang Bischof und 23 Jahre Erzbischof gewesen war.

Nach ihm ist die Arnogasse im Salzburger Stadtteil Schallmoos benannt.

Quellen und Literatur

  • Domkapitel zu Salzburg (Hg.): 1200 Jahre Erzbistum Salzburg, Dom und Geschichte, Festschrift; Salzburg 1998
  • Hägermann, Dieter: Karl der Große, Herrscher des Abendlandes; Berlin - München 2000.
  • Wolfram, Herwig: Lebensbilder Salzburger Erzbischöfe aus zwölf Jahrhunderten. In: Salzburg Archiv, Schriften des Vereines Freunde der Salzburger Geschichte, 24 (1998), S. 7.- 21
  • Dopsch, Heinz: Kleine Geschichte Salzburgs, Stadt und Land; Salzburg 2001, S. 34 - 38
  • Dopsch, Heinz und Juffinger, Roswitha (Hrsg.): St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum. Druckhaus Nonntal, Salzburg 1982

Fußnote

Zeitfolge


Zeitfolge
Vorgänger

Bertricus

Abt von St. Peter
785821
Nachfolger

Ammilonius


Salzburger Bischöfe, Erz- und Fürsterzbischöfe

Bischöfe, 7. bis 8. Jahrhundert
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Erzbischöfe
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13. Jahrhundert
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14. Jahrhundert
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Fürsterzbischöfe
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15. Jahrhundert
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16. Jahrhundert
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17. Jahrhundert
Markus Sittikus von Hohenems | Paris Graf Lodron | Guidobald Graf von Thun und Hohenstein
18. Jahrhundert
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Erzbischöfe, die noch den Titel "Fürsterzbischof" trugen, aber keine weltliche Macht mehr hatten
19. Jahrhundert
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20. Jahrhundert
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Erzbischöfe
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21. Jahrhundert
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