Vitalis

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Vitalis († 20. Oktober vor 730 in Salzburg) war als Bischof und Abt von St. Peter Nachfolger von Rupert von Worms in Salzburg. Er ist einer der heilig gesprochenen Personen der Erzdiözese Salzburg.

Leben

Der Schüler Ruperts wurde nach dessen Tod sein Nachfolger als Abt und Bischof und führte das begonnene Werk im Sinne Ruperts fort. Sein besonderes Augenmerk galt dem Pinzgau, dessen Missionierung er von Zell am See aus mit großem Einsatz unternahm. Bis heute gilt Vitalis als Patron des Pinzgaus.

Vitalis starb an einem 20. Oktober vor 730. Er wurde in der Stiftskirche St. Peter beigesetzt. Zwei Altäre erinnern noch heute an den Bischof: ein Kleiner mit einer vergoldeten Vitalis-Statue und ein Großer mit der 1497 von einem Meister mit dem Namen Hans geschaffenen Grabplastik, die als die bedeutendste Mittelalterplastik Salzburgs angesehen wird.

Sein Grab war im Mittelalter Ziel zahlreicher Wallfahrer, sein Status höher als jener der anderen frühen Bischöfe Salzburgs. Vitalis wird mit einer Lilie dargestellt, die aus seinem Grab der Legende nach gewachsen sein soll.

Vitalis wurde nie heilig gesprochen, wiewohl die 1459 eingeleitete Kanonisierung zuerst 1519 von Papst Leo X. eine Verehrung für St. Peter erlaubte, die dann 1628 von Papst Urban VIII. auf die gesamte Erzdiözese Salzburg erweitert wurde.

In der Stadt Salzburg ist heute die Stadtpfarrkirche zum hl. Vitalis in der Kendlersiedlung dem Bischof geweiht.

Quellen

  • Österreich Lexikon [1]
  • Ekkart Sauser im BBKL [2]
  • Pfarre Saalfelden [3]
Zeitfolge
Vorgänger

Rupert

Salzburger Bischof
718 bis vor 739
Nachfolger

Flobrigis


Zeitfolge
Vorgänger

Rupert

Abt von St. Peter
718 bis vor 739
Nachfolger

Anzogolus


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