Gustav Adolf Scheel

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Gustav Adolf Scheel 1939 als Reichsstudentenführer.

Dr. Gustav Adolf Scheel (* 22. November 1907 in Rosenberg, Deutschland; † 25. März 1979 in Hamburg, Bundesrepublik Deutschland) war NS-Politiker und Gauleiter von Salzburg.

Leben

Bereits während seiner Studienzeit im Nationalsozialistischen Studentenbund tätig, trat Scheel 1934 der SS bei und diente sich bis Kriegsende vom Untersturmführer bis zum Obergruppenführer hinauf. Er hatte in dieser Zeit zahlreiche Ämter und Funktionen inne.

Scheel in Salzburg

Am 1. Mai 1941 wurde er Polizeiführer beim Reichsstatthalter in Salzburg, vierzehn Tage später bereits Führer des SS-Oberabschnitts Alpenland (Salzburg) und am 19. Oktober zum Generalmajor der Polizei ernannt. Vom 18. November 1941 bis 1945 war er Gauleiter des Gaus Salzburg, am 27. November wurde er zum Reichsstatthalter des Reichsgaus Salzburg erhoben. Er wohnte in Riedenburg in der heute nicht mehr existierenden Villa Warsberg.

Unter Scheel behielt Salzburg auch in der NS-Zeit sein Image als Kulturstadt. Die Salzburger Festspiele fanden während der Kriegsjahre ebenso statt, wie zahlreiche andere Kulturveranstaltungen. Anlässlich des Geburtstages des Führers Adolf Hitler am 20. April lud Scheel in den Jahren 1943 und 1944 Kriegsversehrte des Gaues zum Liederabend in das Schloss Leopoldskron.

Als es offensichtlich wurde, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war, wurde Scheel am 25. September 1944 auch noch zum Führer des Volkssturms von Salzburg befördert.

Als die Stadt Salzburg am 4. Mai 1945 ohne Widerstand an die Amerikaner fiel, floh Scheel wenige Tage später nach St. Veit. Dort wurde er am 14. Mai 1945 von den Amerikanern verhaftet und interniert.

Am 13. Dezember 1948 wurde Gustav Adolf Scheel in Heidelberg der Prozess gemacht. Der Salzburger Erzbischof Andreas Rohracher intervenierte zu seinen Gunsten, da Scheel auf sein Bitten den Befehl zur Verteidigung der Stadt ignoriert und damit auch die drohende Zerstörung verhindert hatte. Scheel wurde schließlich zu fünf Jahren Zwangsarbeit und zum Verfall der Hälfte seines Vermögens verurteilt.

Nach mehreren Verfahren und kurzen Haftperioden arbeitete Scheel bis 1977 als Arzt in Hamburg.

Literatur

Quelle

  • Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon [1]
  • Kulturzeitschrift DAVID [2]
  • Stadt Salzburg [3]
Landeshauptleute von Salzburg