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Schloss Fuschl Hotel Resort Spa

(Weitergeleitet von Hotel Schloss Fuschl)
Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Geschichte des Hotelbetriebs des Schlosshotels Fuschl. Ein geschichtlichen Artikel über das Schloss findet sich unter Schloss Fuschl.
Luftbild Schloss Fuschl Hotel Resort & Spa
Schloss Fuschl Hotel Resort & Spa früh am Morgen im Winter 2009/10 vom Fuschlsee aus gesehen
Schloss Fuschl Hotel Resort & Spa vom Fuschlsee
Hotel Schloss Fuschl von Egg

Das Schloss Fuschl Hotel Resort & Spa ist ein Fünf-Sterne-Hotelbetrieb im historischen Schloss Fuschl in der Flachgauer Gemeinde Hof bei Salzburg am Fuschlsee. Betrieben wird es von der Schloss Fuschl Betriebe GmbH und gehört zur Starwood Hotels A Luxury Collections-Hotelkette.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Hotelbetriebs

Beginn 1947

1947 wurde erstmals ein Hotelbetrieb aufgenommen, der durch Umbauten 1950 erweitert wird. Harriet Gräfin Walderdorff pachtete 1954 Schloss Fuschl, um hier neben ihrem in Salzburg bereits erfolgreichen Goldenen Hirschen in der Stadt Salzburg ein weiteres Hotel für ein internationales Publikum zu etablieren. Dank ihrer hervorragenden Kontakte im In- und Ausland entwickelte sich das Schlosshotel in den Sommermonaten und vor allem auch zu den Salzburger Festspielen zu einem beliebten Treffpunkt.

Romy Schneider: Drehort für "Sissi"-Film

Hauptartikel: Sissi-Museum Hotel Schloss Fuschl

1955 wird das Hotel Schloss Fuschl Schauplatz des ersten Sissi-Films mit Romy Schneider in der Hauptrolle. Es steht für das ähnlich malerisch gelegene Schloss Possenhofen, das sich am Starnberger See in Bayern befindet. Während der Dreharbeiten wohnte Romy Schneider im Schlosshotel, woran die luxuriöse Sissi-Suite mit ihrem atemberaubenden Ausblick auf den Fuschlsee noch heute erinnert. Durch den anhaltenden Erfolg des Films ist das Hotel Schloss Fuschl für ein weltweites Millionenpublikum untrennbar mit dem Sissi-Mythos verbunden, woran noch heute ein kleines Museum erinnert. Ein besonderes Kleinod ist dabei die sogenannte Sissi-Suite.

Das Schlosshotel erhält Weltruhm

Konsul Dr. Carl Adolf („Ady“) Vogel, Betreiber der bayerischen Salinen und wegen seines Markenartikels "Bad Reichenhaller Salz" auch „Salzbaron“ genannt, erwarb im Jahre 1959 das 1955 endgültig an die Eigentümer-Familie Remiz restituierte Schloss Fuschl, um dem Hotelbetrieb mit viel Liebe, Engagement und finanziellem Einsatz endlich Luxus einzuhauchen.

1960 heiratete Adolf Vogel die ehemalige Filmschauspielerin Winnie Markus. Sie galten als eines der Traumpaare der Wirtschaftswunderzeit. Durch außergewöhnliche Veranstaltungen erlangte das Schlosshotel Weltruhm. Es wurde einer der bevorzugten Aufenthaltsorte von Prominenten und Stars sowie Schauplatz hochrangiger Staatsbesuche. So wohnte in diesem Jahr der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow bei seinem Österreich-Besuch im Hotel Schloss Fuschl.

1967 ließ Ady Vogel, als leidenschaftlicher Kunstliebhaber, den 1960 angekauften Vorauhof zum Jagdhof Fuschl mit Restaurant ausbauen. Eines der bedeutendsten privaten Jagdmuseum entstand. 1970 eröffnete der „Jagdhof“ und wurde mit dem Schlosshotel zusammen geführt. Gleichzeitig erwarb Dr. Ady Vogel das Salzburger Hotel "Goldener Hirsch".

Erster Präsidentenbesuch

Der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat wohnte im Hotel Schloss Fuschl und empfing dort am 2. Juni 1975 den amerikanischen Präsidenten Gerald Ford.

1976 begannen die Schwierigkeiten der Firmengruppe von Dr. Ady Vogel. 1977 kam es dann zur einer Zwangsversteigerung des Besitzes, und die Max-Grundig-Stiftung erwarb Schloss Fuschl zu einem Kaufpreis von 66 Mio. Schilling (rund 4,8 Millionen Euro). Das Hotel wurde in den folgenden Jahren modernisiert und im Rahmen der Grundig-Hotels geführt.

Das Schloss bleibt ein moderner Fünf-Sterne-Betrieb

1997 zog sich die Max-Grundig-Stiftung aus dem Hotelgeschäft zurück. Die beiden 5-Sterne-Hotels, das Schlosshotel Bühlerhöhe und Hotel Schloss Fuschl, blieben im Besitz der Stiftung, wurden aber seit dem 1. April 1998 von der Rafael-Group geführt.

1999: Der chinesische Staatschef Jiang Zemin war Gast im Hotel Schloss Fuschl.

2001: Das Schloss wurde Teil der exklusiven „The Luxury Collection“. Eigentümer der gesamten Anlage war die „Schloss Fuschl GmbH“ des Münchener Unternehmers Stefan Schörghuber, der Immobilie und Hotelbetrieb nun wieder unter einem Dach zusammenführte. Nach einer aufwändigen Planungsphase begannen im Herbst 2004 die Umbau- und Renovierungsarbeiten für Schloss Fuschl mit den Suiten im Turm und dem Jägerhaus.

Zur Festspielsaison 2005 eröffnete Hotel Schloss Fuschl nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes wieder seine Pforten. Im September desselben Jahres begannen für zehn Monate die Arbeiten des zweiten Bauabschnittes. Bereits im Spätherbst waren die jüngeren, nicht erhaltenswerten Anbauten abgerissen, und es startete der Neubau dieser Bereiche nach den Plänen des Architekturbüros Johannes Wegmann.

Im Juli 2006 wurde das umfassend renovierte und erweiterte Hotel Schloss Fuschl mit neuem Wellness-Bereich, dem preisgekrönten Gourmet-Restaurant „Imperial“ in neuen Räumen und einem herausragenden Weinkeller wieder eröffnet. Chefkoch der Restaurants im Schloss wurde Thomas M. Walkensteiner, der mit einem Michelin-Stern sowie drei Hauben-18 Punkten des Gault Millau ausgezeichnet wurde. In den Monaten Juli und August 2009 kreierte er im Rahmen des Star Chefs Program der Fluglinie Lufthansa die Menüs für die First und Business Class in Fernflügen ab Deutschland. Anlass hierzu waren die zeitgleich stattfindenden Salzburger Festspiele.

Kunstsammlung

Einzigartig in der Hotellerie ist die „Schloss Fuschl Collection“, eine Sammlung Alter Meister, die den öffentlichen Räumen wie auch den Gästezimmern eine besondere Atmosphäre verleiht. Das gemeinsam mit der renommierten Münchener Galerie „Bernheimer Fine Old Masters“ entwickelte Konzept „Zu Gast bei Alten Meistern“ erneuert in Kombination mit dem herausragenden Service und dem historischen Ambiente den Ruf von Schloss Fuschl.

Restaurant

Bilder

  Schloss Fuschl – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

Quellen

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