Luftfahrtunternehmen von Niki Lauda

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Laudamotion 2018 am Salzburger Flughafen
Lauda Air Boeing 737-800 OE-LNT "Kurt Cobain" am Flughafen Karpathos (Griechenland), 2008
Boeing 767-3Z9/ER der Lauda Air am Flughafen Zürich-Kloten, 2003

Dieser Artikel berichtet von Luftfahrtunternehmen von Niki Lauda im Zusammenhang mit dem Salzburg Airport W. A. Mozart.

Geschichte

1979 gründete Niki Lauda, der selbst Pilot ist, die erste Lauda Air als Bedarfsfluglinie mit zwei Fokker F-27. Mitte Mai 1979 startete Lauda Air erstmals vom Salzburger Flughafen. Im Jänner 1986 startete die Fluggesellschaft bereits mit Boeing 737/200 von Salzburg. 1985 wurden die beiden Fokker 27 Flugzeuge ver-least und gegen zwei BAC 1-11/500 Maschinen getauscht. Damit begann eine Kooperation zwischen Lauda Air und dem österreichischen Reiseveranstalter ITAS („Der Mann mit dem Hut“) von Basile Varvaressos. Der damit eingetretene wirtschaftliche Erfolg brachte einen ersten Ausbau der Flotte um zwei Boeings 737-300, die ab 1986 zur Flotte stießen. 1988 startete Lauda Air mit ersten Linienflüge in den Fernen Osten, seit 1990 hatte die Lauda Air eine weltweite Linienflugkonzession.[1]

Am 26. Mai 1991 kam es beim Lauda-Air-Flug 004 zu einem schweren Unfall mit 223 Todesopfern, als eine Boeing 767 in Thailand abstürzte. Unter den Toten waren auch Salzburger (u. a. ein Reisebürobesitzer). Das Flugzeug war auf den Namen Mozart getauft gewesen.

1992 begann eine engere Zusammenarbeit mit der Lufthansa. 1997 beteiligte sich die Austrian Airlines zu 36 % an der Lauda Air. 2001 wurde die Beteiligung zuerst auf 55 %, dann auf 99 % erhöht. 2002 wurde die Lauda Air ganz von der Austrian Airlines übernommen. Niki Lauda war bereits am 21. November 2000 aus der Fluglinie ausgeschieden. 2003 wurde die Lauda Air Teil der Austrian Airlines Group.

Im Rahmen der Insolvenz der Aero Lloyd übernahm Lauda die Mehrheitsanteile an der Aero Lloyd Austria GmbH und gründete Ende November 2003 wieder eine eigene Fluglinie. Diese firmierte unter Niki Luftfahrt und nutzte in den ersten Monaten für ihren Außenauftritt den Marketingnamen flyniki. Mit Air Berlin bestand eine enge Kooperation. Am 5. Juli 2010 gaben Air Berlin und flyniki bekannt, dass Air Berlin seine Anteile auf 49,9 % mit der Option zur vollen Übernahme aufstockt. Am 8. November 2011 wurde veröffentlicht, dass Lauda die restlichen Kapitalanteile an die Air Berlin übertragen habe. Lauda werde nach Medienberichten zudem den Posten eines Verwaltungsrats (Non-Executive Director) bei der Air Berlin PLC übernehmen.

Insgesamt flog NIKI mit 35 Flugzeugen, davon 21 Airbus A321 und 14 Boeing 737, die von TuiFly im Wet-Lease für NIKI betrieben wurden. Einer der Höhepunkte in der Geschichte von NIKI war sicherlich der Start eines Langestreckenfluges nach Abu Dhabi 2014 im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Etihad Airways.

Am 23. Jänner 2018 bekam Lauda den Zuschlag und kaufte Air-Berlin-Tochter Niki zurück.

Anfang 2016 übernahm Lauda das Wiener Bedarfsflugunternehmen Amira Air, heute Laudamotion GmbH. Die Fluggesellschaft führt mit ihren 15 Businessjets Flüge für die gehobene Klientel durch. Seit 8. Februar 2018 verfügt Laudamotion über den IATA-Two-Letter-Code OE. Am 20. März 2018 wurde bekannt, dass die irische Ryanair einen Anteil von zunächst 24,9 % an Laudamotion übernehmen will. Ab 1. Juni 2018 flog Laudamotion täglich ab Salzburg nach Mallorca auf den spanischen Balearen.

Die Flugzeuge von Laudamotion waren anfangs mit dem Schriftzug Laudamations lackiert, wurden jedoch 2018 wieder auf das einfache Lauda umlackiert.

Lauda Air und Salzburg

Im März 1995 nahm Lauda Air Liniendienste vom und zum Salzburger Flughafen auf. Die täglich geflogenen Strecken von Salzburg waren nach Paris-Orly und London-Gatwick je einmal pro Tag sowie nach Frankfurt zwei Mal pro Tag. Geflogen wurde mit einem neuen 50-sitzigen Canadair-Regional-Jet, getauft auf den Namen Egon Schiele.

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Quellen

Weblink

Einzelnachweis

  1. Quelle www.austrianwings.info, abgefragt am 1. Juni 2018