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St. Rupert Pilgerweg

Schild am St. Rupert Pilgerweg
Wegkreuz bei der Buchbergkirche in Bischofshofen, einer Station des Pilgerweges
Wallfahrtskirche St. Coloman bei Tengling, eine Station des bayrischen St. Rupert Pilgerweges

Der ursprüngliche St. Rupert Pilgerweg führt von St. Gilgen nach Bischofshofen.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf des ursprünglichen Pilgerweges

Ausgangspunkt des Pilgerweges ist St. Gilgen im Salzkammergut. Ein Schild mit gelbem Rupertuskreuz auf violettem Grund weist den Pilgern den zirka 110 Kilometer langen Weg.

Der erste Höhepunkt des Weges ist das Europakloster Gut Aich, das 1993 von Benediktinern gegründet worden ist. Vom St. Gilgen aus beginnt der Aufstieg auf dem mittelalterlichen, steilen Wolfgangswallfahrtsweg mit Kreuzwegstationen und mehreren Kapellen zwischen Schafberg und Falkenstein nach St. Wolfgang, das im Mittelalter zu den wichtigsten Wallfahrtsorten Europas zählte. Aber auch heute noch erfrischen sich die Pilger am spätgotischen Pilgerbrunnen, der 1515 erbaut worden ist.

Weiter geht es am Wolfgangsee entlang zur Brücke über die Ischler Ache nach Strobl, wieder auf Salzburger Boden. Die Pfarrkirche Strobl lädt zum Verweilen und Innehalten ein bevor es weiter geht ins Weißenbachtal, vorbei an der Unterbergalm zur Postalm. Auf dem Hochplateau des Naturschutzgebietes Postalm biegt man auf den Almblumenwanderweg ein. Vom Gedenkkreuz am Moosbergsattel aus geht es geradeaus Richtung Abtenau im Lammertal. Vorbei an der mit einer Legende verbundenen Klauseggkapelle wandert man weiter auf einem alten Schmugglerpfad bis zur Radochsbergkirche und weiter zur Pfarrkirche Abtenau. Entlang des Fischbaches geht es weiter Richtung Gsengalm zum Bildstock Gsengtaferl Richtung Rußbach am Paß Gschütt nach Annaberg-Lungötz.

Nach dem Ortsende von Lungötz beginnt der Annaberger Höhenweg, der früher als „Keltenweg“ bezeichnet wurde. Auf diesem Weg transportierte man das im Gebiet von Annaberg geschürfte Eisenerz mit Pferdefuhrwerken nach Flachau zur Verhüttung.

Zusätzlich kann man von hier aus den „Lammertaler Urwald“ mit den größten Bäumen Österreichs, oberhalb der Spießalm erwandern. Vom Lämmerhof aus geht es weiter auf dem Baumwanderweg, über das Hochmoor und die Schoberhöhe über Schwaig nach St. Martin am Tennengebirge.

Entlang der Bundesstraße führt der Pilgerweg Richtung Schwarzeneckalm bis zur Harmlalm. Über den Abstieg ins Larzenbachtal folgt man dem Wegweiser nach Hüttau. Vorbei am Schaubergwerk kommt man zur Pfarrkirche Hüttau. Der Straße entlang gelangt man zur Klammalm. Hier beginnt ein Meditationsweg mit Stationen zum Thema Selbstfindung, Dialog der Religionen und Schöpfungsspiritualität, der auf das 1827 Meter hoch gelegene Hochgründeck mit dem Heinrich Kiener Haus führt. Hier am Pilgerweg befindet sich die St. Vinzenz Friedenskirche. Sie wurde 2004 von Hermann Hinterhölzl errichtet, der auch der Initiator des St. Rupert Pilgerweges ist.

Der Abstieg nach Bischofshofen erfolgt über den Oberberg zur Buchbergkirche St. Primus. Von hier aus führt der Weg weiter über das 1904 gegründete Missionshaus St. Rupert durch einen Wald mit Baumlehrpfad nach Bischofshofen. Man überquert die Salzach über die Stegfeldbrücke und gelangt durch die Fußgängerzone zur Pfarrkirche St. Maximilian, dem Ziel des St. Rupert Pilgerweges.

Allgemeines

Der erste St. Rupert Pilgerweg wurde am 24. September 2007 eröffnet. Der Weg wird auf sieben Etappen begangen. Ein Pilgerbüchlein sowie Informationsblätter, die in Tourismusverbänden und Pfarrkirchen der Wegorte aufliegen, informieren über den Wegverlauf, pilgerfreundliche Quartiere und Einkehrmöglichkeiten sowie über landschaftliche Besonderheiten, spirituell, kulturell und geschichtlich bedeutsame Stationen. Dieser Pilgerweg durchwandert das alte Bistum Salzburg und wurde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden auf dem Weg gestaltet.

Der Pilgerweg wurde 2012 um eine weitere Etappe reicher. Initiator Hermann Hinterhölzl hat im Herbst 2010 mit einem zwölfköpfigen Team die Erstbegehung des 150 Kilometer langen Stücks von Altötting über Traunstein, Inzell, Bad Reichenhall bis nach Salzburg erkundet. Ab 2011 wurde der Weg mit dem bekannten violetten Piktogramm und dem gelben Rupertuskreuz markiert. Die offizielle Eröffnung fand im Rahmen einer Auftaktveranstaltung vom 18. September bis 24. September 2012 statt.

Dass die Route von Bayern nach Salzburg führt, war für Hinterhölzl ein besonderes Anliegen. Er sagt: „Der Rupert-Pilgerweg sollte auch das alte Erzbistum Salzburg erfassen. Und hier gäbe es viele Orte, die auf die gemeinsamen geschichtlichen, kulturellen und spirituellen Wurzeln bauten, die man dem heutigen Salzburger Schutzpatron, dem heiligen Rupert, zu verdanken habe."

Für die Zukunft hat der Pionier in Sachen Pilgern bereits weitere Wegabschnitte geplant. Schon 2011 will er die Strecke Bischofshofen–Admont in Angriff nehmen. Die 120 Kilometer sollen drei Benediktinerklöster miteinander verbinden.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  • St. Rupert Pilgerwegbroschüre der Erzdiözese Salzburg
  • Salzburger Nachrichten vom 2. Oktober 2010
  • Homepage der Stadt Altötting