ASK Salzburg (Frauenfußball)

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Die Sektion Frauenfußball des ASK Salzburg spielte zur Zeit ihres Bestehens in der 2. Division Mitte und zählte zu den besten Frauenteams des Bundeslandes Salzburg. Im Jahr 2005 wurde die Sektion in den neuen Verein ASK Maxglan ausgegliedert, im Sommer 2008 wechselte das vom PSV/Schwarz-Weiß Salzburg übergetretene Team weiter zum Heeressportverein Wals.

Geschichte

Vor- und Gründungsgeschichte

Die Frauenfußballsektion des in Maxglan ansässigen ASK Salzburg wurde im Sommer 2000 gegründet. Ausschlaggebend hierfür war der geschlossene Übertritt der Frauenmannschaft des PSV Schwarz-Weiß Salzburg zum ASK. Die Geschichte der Mannschaft selbst begann eigentlich aber schon 1992. Bereits unter dem USV Leopoldskron-Moos spielte das Team sehr erfolgreich in der Salzburger Landesliga und wurde sowohl Landesmeister als auch Hallenlandesmeister, bevor 1998 der erste Übertritt zum Polizeisportverein erfolgte. Auch dort konnte die Mannschaft den Erfolgslauf mit einem weiteren Landesmeistertitel und dem Sieg im Salzburger Frauen-Fußballcup fortführen. In der Saison 1998/99 gelang mit dem überraschenden Einzug in das Semifinale des ÖFB-Cups sogar der bis heute (2008) größte Erfolg eines Salzburger Teams in der Geschichte des österreichischen Frauencups.

Der Vorstand des ASK Salzburg, der damals außer Fußball noch die Sektionen Judo, Tennis, Tischtennis, Fit und Ski beherbergte, sah im Beitritt der Frauenmannschaft einen weiteren Impuls für den Gesamtverein und entsprach daher dem Ansuchen um Aufnahme in den Verein mit großem Wohlwollen.

In der Saison 2000/2001 stieg der ASK Salzburg in neu gegründete 2. Division Mitte ein. Diese aus den ehemaligen Landesligen Salzburgs und Oberösterreichs gegründete Liga zählte, nunmehr unter Schirmherrschaft des ÖFB stehend, als offizielle zweite Spielstufe unter der Frauen-Bundesliga und hatte durch die Teilnahme der oberösterreichischen Klubs – gegenüber der Salzburger Landesliga - auch sehr an Spielstärke zugelegt.

Saison 2000/01

Die Saison 2000/01 war eine sehr Schwierige. Die Damen des ASK mussten sehr schnell feststellen, dass ihre Spielstärke nicht ausreichte, um in dieser Liga vorne mitzuspielen. Mit jeder Menge Ehrgeiz und Kampfgeist in die Auftaktsaison gestartet, erreichte der ASK Salzburg unter Trainer Werner Breitenfelder nur den sechsten und vorletzten Tabellenplatz. Negativer Höhepunkt der Saison war das sang- und klanglose Ausscheiden in der ersten ÖFB-Cup-Runde gegen den Bundesligisten Union Kleinmünchen mit 1:15. Dafür konnten die Salzburgerinnen zumindest selbst auch einmal ein „Schützenfest“ feiern; und zwar auswärts gegen den Punktelieferanten Taufkirchen mit einem 13:2-Sieg. Erfolgreichste Vereins-Torjägerin während der gesamten Saison war Kerstin Hamberger, die sich mit neun Treffern auf Rang vier in der Torschützenliste eintrug, dahinter folgten Kerstin Adunka und Eva Lindner mit je vier Toren.

Eine Premiere für den ASK gab es am 24. Mai 2001 im Länderspiel Schweiz gegen Österreich (4:1), als mit der Einwechslung von Andrea Aschauer für die Neulengbacherin Michaela Schaffranek erstmals eine ASK-Spielerin in der Österreichische Frauen-Nationalmannschaft eingesetzt wurde. Für die Salzburgerin blieb es übrigens das einzige Länderspiel ihrer Karriere.

In der Sommerpause nahmen die ASK-Damen am II. Raiffeisen-Ladies-Cup, einem Turnier der österreichischen Landesmeister mit deutscher Beteiligung, teil und erreichten hinter Union Kleinmünchen 1b und der SPG Wienerwald West den dritten Rang.

Saison 2001/02

Im zweiten Spieljahr, 2001/02, ließen die Maxglanerinnen mit einem fulminanten Start aufhorchen und mussten sich in der Herbstrunde nur zweimal geschlagen geben. Im Frühjahr lief es allerdings nicht mehr nach Wunsch, so dass am Saisonende nur der fünfte Tabellenplatz herausschaute. Schwerer wog allerdings, dass man den Landesmeistertitel dem zweitplatzierten FC Zell am See überlassen musste. Negativ ragten vor allem die beiden Niederlagen gegen SV Garsten in der Meisterschaft (2:9) und in der ersten Cuprunde (2:7) hervor. In den Salzburger Derbys erspielten die Maxglanerinnen zwei Siege (4:0 und 3:1) gegen Hof sowie ein 0:0 und ein 1:3 gegen Zell am See.

Torfrau Daniela Gradl wurde erstmals seit Juni 1998 wieder in das österreichische Frauennationalteam einberufen, blieb auswärts gegen Wales und Belgien als Ersatz für Birgit Leitner (Hof), aber ohne weiteren Länderspieleinsatz.

Saison 2002/03

Werner Breitenfelder übernahm im Sommer 2002 die Funktion des Obmannes und übergab das Traineramt an Peter Zipperle; Sektionsleiterin blieb Eva Lindner. Als Ziel für die Saison 2002/03 wurde ein Rang unter den ersten Drei der Tabelle und der Salzburger Landesmeistertitel ausgegeben. In der Herbstrunde erreichten die Maxglanerinnen mit drei Siegen und vier Niederlagen jedoch lediglich den fünften Rang und das mit einem Respektabstand von neun Zählern auf den Führenden Zell am See. Der Wechsel hin zu Zipperle verlief nicht ganz unkompliziert. Trainer und Mannschaft mussten sich erst finden, was doch etliche Punkte kostete.

Ein ganz anderes Bild zeigte der ASK Salzburg hingegen in der Rückrunde. Sieben von acht Spielen konnten in teils überzeugender Manier gewonnen werden. Mit dem Punkterückstand aus dem Herbst und weil keiner der besserplatzierten Konkurrenten ausließ, reichte es aber auch zum Saisonabschluss wieder nur für den fünften Endrang. Auch auf den begehrten Landesmeistertitel, den Vizemeister Zell am See für sich anschreiben durfte, fehlten letztlich sechs Punkte. Die erfolgreichsten Torschützinnen der Salzburgerinnen waren 2002/03 Astrid Pracher mit neun sowie Kerstin Hamberger und Gerda Schweighofer mit je fünf Treffern.

Im ÖFB-Ladies-Cup kam das Aus bereits in der ersten Runde. Zu Hause verloren die Salzburgerinnen gegen den Bundesligisten Innsbrucker AC klar und deutlich mit 0:11.

Saison 2003/04

Augrund der guten Frühjahrsrunde blieben auch für die Saison 2003/04 die Zielvorgaben die selben: Top 3 und Landesmeister. Der Start in die neue Saison geriet mit einem 1:1 gegen Hof relativ verhalten, danach zeigte die Mannschaft aber mit teils doch überraschenden Siegen gegen LSC Linz, Dionysen/Traun, Spittal und Kleinmünchen 1b, dass sie durchaus die Spielstärke besaß sich in der Meisterschaft weiter nach vorne zu arbeiten. Zur Winterpause stand der ASK dann in der Tabelle erstmals vor dem großen Konkurrenten um den Landesmeistertitel, Zell am See, am dritten Platz.

Die Frühjahrsrunde schloss der ASK in überzeugender Manier ohne Punkteverlust ab. Selbst die Begegnungen mit dem Spitzenteams der zweiten Liga (SV Garste, LSC Linz) konnten souverän gewonnen werden. Dass es mit einer um ein Tor schlechteren Tordifferenz trotzdem „nur“ zum punktegleichen Vizemeister hinter Garsten reichte, lag an den wenigen vergebenen Punkten im Herbstdurchgang.

Vereinstorschützenkönigin war einmal mehr Astrid Pracher (9 Treffer). Dahinter folgten Katharina Kinsky und Gerda Schweighofer mit je 7 Toren. Ein Garant für den Erfolg war aber vor allem die Abwehr die in der Frühjahrsrunde nur vier Gegentore zuließ.

Im ÖFB-Ladies-Cup konnten die Salzburgerinnen mit einem Sieg über FC Zell am See (3:1) erstmals in die zweite Runde vordringen. Dort war allerdings mit einem 1:2 in Leoben gegen den dortigen 1. Damenfußballclub Endstation.

Vize-Meister-Kader der Saison 2003/04
Kerstin Adunka – Andrea Aschauer – Doris Forster – Daniela Gradl – Andrea Junger – Katharina Kinsky – Marlies Malzer – Karolina Maric – Astrid Pracher – Cornelia Roschger – Gerda Schweighofer – Silvia Stadlbauer – Sabine Thiess – Monika Weiß – Sabine Wiltsche – Judith Pernjak – Isabell Horinek – Kerstin Hamberger

Saison 2004/05

In der darauffolgenden Saison 2004/05 konnte die Mannschaft, obwohl personell nur geringfügig verändert nicht reüssieren. Mit drei Siegen blieben die ASK-Damen weit unter ihren Möglichkeiten und belegten nur den sechsten und letzten Tabellenplatz. Die Derbies gegen USK Hof endeten 0:0 (a), 0:2 (h), 1:2 (a) und 1:1 (h). Sein letztes Meisterschaftsspiel absolvierte der ASK Salzburg am 4. Juni 2005 gegen den SV Spittal (2:2). Beste Saison-Torschützinnen waren Daniela Gradl und Michaela Eder mit je sieben Meisterschaftstreffern. Im ÖFB-Ladies-Cup war das frühe Ausscheiden am 4. September 2004 mit einem 1:4 auswärts gegen die LASK Ladies bereits in der ersten Runde erfolgt.

Nachdem der ASK Salzburg durch den Bau der ASK-Sportanlage West in finanzielle Turbulenzen geriet und von der Vereinsführung mit einem Konkurs mitsamt der Auflösung des Vereins bis Ende 2006 gerechnet wurde kam es am 20. Juni 2005 zur Gründung des ASK Maxglan und zur Ausgliederung der Jugendfußballabteilung und der Frauenfußballsektion aus dem Stammverein mit gleichzeitiger Integration in den dafür vorausblickend geschaffenen Auffangverein.

Erfolge

  • 5 x Teilnahme 2. Division Mitte (2. Spielstufe): 2000/01 – 2004/05
  • 1 x Vizemeister 2. Division Mitte: 2003/04
  • 1 x Salzburger Landesmeister: 2003/04
  • 3. Platz Salzburger Hallenlandesmeisterschaft: 2001
  • 3. Platz Lady Soccer Cup: 2001 (Turnier der Landesliga Meister)
  • 2 x Sieger des Int. Salzburger Frauenfußball-Hallenturniers

Statistik

Bilanz aller Meisterschaften

Saison Spielklasse Rang Spiele Siege Remis Nied. Tore Diff. Punkte Information
2000/01 2. Division Mitte (2) 6. 12 2 2 8 25:31 -6 8
2001/02 2. Division Mitte (2) 5. 14 5 3 6 27:31 -4 18
2002/03 2. Division Mitte (2) 5. 14 7 2 5 40:28 12 23
2003/04 2. Division Mitte (2) 2. 14 11 1 2 39:16 23 34 Vizemeister
2004/05 2. Division Mitte (2) 6. 20 3 6 11 31:60 -29 15
Gesamt . 74 28 14 32 162:166 -4 98



Alle Spiele im ÖFB-Ladies-Cup

Im ÖFB-Ladies-Cup, dem Pedant zum ÖFB-Cup der Herren, erreichte die Frauenmannschaft des ASK einmal die zweite Hauptrunde.

Saison Datum Runde Heimmannschaft - Auswärtsmannschaft Ergebnis
2000/01 03.09.2000 1. Runde ASK Salzburg - Union Kleinmünchen 1:15 (1:4)
2001/02 23.09.2001 1. Runde SV Garsten (OÖ) - ASK Salzburg 7:2 (5:0)
2002/03 08.09.2002 1. Runde ASK Salzburg - Innsbrucke AC 0:11 (0:6)
2003/04 07.09.2003 1. Runde ASK Salzburg - FC Zell am See 3:1 (2:0)
05.10.2003 2. Runde 1. DFC Leoben - ASK Salzburg 2:1 (0:0)
2004/05 04.09.2004 1. Runde LASK Ladies - ASK Salzburg 4:1 (1:0)

Sportanlage

Ihre Heimspiele trug die Damenmannschaft des ASK Salzburg auf der vereinseigenen ASK-Sportanlage West an der Eichetstraße in Maxglan aus. Die Anlage wurde 1999 erbaut und eröffnet und verfügte damals über zwei Fußballplätze mit Flutlicht und einer Tribüne mit 400 Sitz- und weiteren 800 Stehplätzen. Im Sinne der polysportiven Ausrichtung des Gesamtvereines umfasste die Sportanlage auch Tennishallenplätze, Tennisfreiplätze, Tischtennis- und Gymnastikräume, eine Judohalle, einen Mehrzweckraum, Sauna, Restaurant u. v. m.

Notwendig wurde die Errichtung der Anlage durch den von der Politik forcierten Verkauf des alten ASK-Sportplatzes an der Karolingerstraße an die Mercedes-Pappas-Gruppe. Diese übernahm dafür im Gegenzug die Baukosten für die neue Anlage an der Eichetstraße. Durch notwendige Nachbesserungen an der Anlage die der Verein selbst zu bezahlen hatte, geriet der ASK in starke finanzielle Schwierigkeiten, die schließlich zu einem Konkursverfahren und dem Verlust der Sportanlage führten. Der ASK Salzburg wurde in weiterer Folge auf seine Fußballsektion reduziert - alle übrigen Sektionen lösten sich auf oder wurden selbstständig – und spielt seit dem Verlust seiner Heimstätte nunmehr in Liefering. Die Anlage ging 2007 in den Besitz des ASKÖ über und wird seither vom neu gegründeten Sportverein Austria Salzburg genützt.

Bekannte Spielerinnen

Quellen