USK Hof (Frauenfußball)

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
USK Hof
USK HOF.jpg
Voller Name Union Sportklub Hof
Gegründet 26. Jänner 1956 (Gesamtverein)
1999 Frauenfußball
Vereinsfarben Rot-Grün
Stadion Sportplatz Hof
Plätze
Präsident/Obmann Karl Unterrainer
Trainer Hans Enzinger
Adresse 5322 Hof bei Salzburg,
Sportplatzstraße 15
Spielklasse ÖFB-Frauenliga (1)
Vereinsregister 169952052
Dachverband Sportunion Salzburg

Der Union Sportklub Hof ist ein Sportverein aus der im Flachgau gelegenen Gemeinde Hof bei Salzburg. Die Damenfußballmannschaft des Vereins spielt in der Saison 2016/17 in der Salzburger Frauenliga.

Geschichte

Einstieg in die 2. Frauenliga

Die Frauenmannschaft des USK Hof spielte seit der Saison 2000/2001 in der 2. Frauenliga Mitte, damals noch „2. Division Mitte“ genannt. Die Liga wurde aus den früheren Landesligen der Bundesländer Salzburg und Oberösterreich gebildet und zählte mit ihrer Einführung gemeinsam mit der 2. Division Ost als zweite Spielstufe Österreichs im Frauenfußball nach der Frauen-Bundesliga (heute ÖFB-Frauenliga).

Der USK erreichte in seiner ersten Saison in der 2. Division Mitte hinter dem SV Garsten überraschend den zweiten Tabellenplatz und krönte sich damit zum ersten Vizemeister der neu geschaffen Liga. Neben Garsten zählten damals noch die Teams von Union Babenberg (Linz), Union Kleinmünchen 1b (Linz), SV Taufkirchen und die Salzburger Mannschaften Lieferinger SV und ASK Salzburg zu den Mitstreitern in der Meisterschaft. Als beste Torschützinnen des Vereins taten sich in der Auftaktsaison Elisabeth Tredak mit zehn Saisontreffern, Angelika Amon-Haas (5 Tore) und Claudia Enzinger (4 Tore) hervor. Beim ersten Antreten im ÖFB-Frauencup schied Hof am 3. September 2000 auswärts gegen den SV Garsten mit 0:9 chancenlos aus dem Bewerb aus.

In den nachfolgenden Jahren platzierten sich die Damen des USK Hof jeweils auf dem siebten und vorletzten Tabellenrang. Die Mannschaft erspielte nur wenige Punkte und konnte weder mit ihren oberösterreichischen noch mit den Salzburger Konkurrenten wirklich mithalten. Als einzig positives Ergebnis stach 2002/03 der erstmalige Aufstieg in die zweite ÖFB-Cuprunde heraus. Allerdings verloren die Flachgauerinnen nach ihrem überraschenden 1:0 Sieg gegen den LSC Linz in der zweiten Runde mit 0:4 klar gegen SC Schwarz-Weiß Bregenz.

Aufstieg zum Titelaspiranten und Meister

In der Saison 2004/05 erreichte die Mannschaft mit zehn Punkten Rückstand auf die LASK Ladies aus Linz zum ersten Mal den Vizemeistertitel in der 2. Liga und avancierte damit auch erstmals zum spielstärksten Salzburger Frauenfußballverein vor dem ASK Salzburg. Beste Torschützin der Hofer war in dieser Saison Lydia Brugger mit sieben Treffern. Auch im ÖFB-Ladies-Cup konnte wieder der Aufstieg in die zweite Runde gefeiert werden. Allerdings verlor man dort mit 1:3 gegen den niederösterreichischen Zweitligisten Groß Schweinbarth.

Als einer der Titelaspiranten in die Meisterschaft gestartet verloren die Hofer Damen den Kampf um den Meistertitel der Saison 2005/06 nur um zwei Punkte gegen die nicht aufstiegsberechtigte zweite Mannschaft des Spitzenklubs Union Kleinmünchen. Schwerer wog allerdings die Tatsache dass man nur aufgrund der knapp schlechteren Tordifferenz gegen die LASK Ladies den zweiten Platz und damit die Teilnahme an der Relegation zur Frauen-Fußballbundesliga verpasste. Marina Embacher sicherte sich mit 16 Toren in diesem Spieljahr Rang drei in der Torschützenliste. Zweitbeste Torschützin des USK war mit acht Toren wiederum Lydia Brugger. Im Cup kam das Aus bereits in der ersten Runde nach einem 1:3 gegen die LASK Ladies.

Einen Höhepunkt der Vereinsgeschichte erreichten die Spielerinnen des USK mit dem erstmaligen Meistertitel der 2. Liga Mitte in der Saison 2006/07. Nachdem die Salzburgerinnen den stärksten Konkurrenten und Verfolger SV Garsten klar mit elf Punkten in der Endwertung abgehängt hatten, verloren sie allerdings knapp die Aufstiegsrelegation gegen FC Sankt Veit/Glan (2. Division Süd) und blieben somit in der zweiten Spielstufe.

Titelverteidigung und Aufstieg in die ÖFB-Frauenliga

Trainer Hans Enzinger startete mit einer altersmäßig gut durchmischten und trotz vieler junger Talente wie Nicole Angerer, Sarah Zadrazil (beide 15 Jahre) und Sarah Sturm (14 Jahre) nicht zuletzt dank den "Oldies" Sandra Hanke und Angelika Amon-Haas auch sehr routinierten Mannschaft in die Saison. Der Auftakt zur Saison 2007/08 begann mit einem 8:0-Auswärtssieg über Union Nebelberg vielversprechend und zeigte bereits die Klasse der durchwegs jungen Mannschaft. Nach einem weiteren 8:0 gegen Union Geretsberg gaben die Flachgauerinnen in der dritten Runde die ersten Punkte beim 2:2 gegen ASKÖ Dionysen/Traun ab. Dies sollte in der Herbstrunde der einzige Punkteverlust bleiben. Nachdem die weiteren Spiele durchwegs klar gewonnen wurden, so auch gegen die vermeintlichen Titelanwärter LASK Ladies und SV Garsten, überwinterte der USK Hof mit vier Punkten Vorsprung auf die LASK Ladies als Herbstmeister. Die einzige, dafür umso schmerzlichere Niederlage, wiederfuhr den Hofer Damen ausgerechnet in der Cup-Vorrunde beim Lokalrivalen ASK Maxglan, wo man nach einem 0:0 erst im Elfmeterschießen am Aufstieg scheiterte.

Im ersten Spiel des Frühjahrs setzte Hof seine Siegesserie mit 11:0 gegen Nebelberg fort. Neben knappen Siegen über Garsten und LASK gab es weitere hohe Siege gegen die oberösterreichischen Mannschaften, wobei die Hoferinnen in der Rückrunde nur sechs Gegentore zuließen und die Liga über weite Strecken klar dominierten. Einzige Ausnahme bildete der zweite Salzburger Klub ASK Maxglan der sich mit hervorragenden Leistungen noch auf den zweiten Tabellenplatz spielte und in der letzten Runde den Damen des USK am 25. Mai 2008 mit einem 2:1 in Hof die einzige Saisonniederlage bereitete. Mit 49 Punkten krönte sich Hof, letztlich aufgrund der Aufholjagd der Maxglanerinnen noch mit drei Punkten Vorsprung relativ knapp, zum zweiten Mal zum Meister der 2. Liga Mitte.

Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte unter anderem Marina Embacher mit 34 Meisterschaftstoren und weiteren fünf Treffern in den Relegationsspielen. Weitere Torschützinnen der Hofer Mannschaft in der zweiten Meistersaison waren Isabella Grössinger (21 Tore), das erst 15jährige Talent Sarah Zadrazil mit sieben Treffern, sowie Angelika Amon-Haas (4), Stefanie Enzinger, Jennifer Gimmelsberger, Veronika Laimer (je 3), Sandra Harton, Andrea Moser, Anita Zwinger (je 2) und Franziska Lainer mit einem Treffer.

Die gewonnene Meisterschaft ermöglichte dem USK zwei Relegationsspiele gegen den Ostmeister SV Großschweinbarth. Dabei errangen die Salzburgerinnen durch Tore von Marina Embacher (18., 23. und 40. min), Isabella Grössinger (37. und 77. min) und Sarah Zadrazil (53. min) bereits im ersten Spiel am 8. Juni 2008 auswärts mit 6:2 einen überraschend klaren Sieg. Im Rückspiel setzte sich der USK am 14. Juni mit 4:0 (Tore: Embacher 30. 66.), Grössinger (42. und 79. min) durch und erreichte somit als erste Salzburger Mannschaft den Aufstieg in die höchste österreichische Frauenfußballliga.

Bundesliga-Jahre

2008/09 schaffte Hof als Neuling knapp den Klassenerhalt, im Jahr darauf wurde mit Rang vier im oberen Play-off die beste Platzierung überhaupt errreicht. 2010/11 wurde Hof in der erstmals ohne Play-off ausgetragenen Bundesliga Siebenter. Ab 2011 bestand eine Spielgemeinschaft mit dem FC Bergheim. Diese konnte sich 2011/12 als Vorletzer noch knapp in der höchsten Spielklasse halten. Ein Jahr später war jedoch mit dem 10. und letzten Platz der Abstieg nicht mehr zu verhindern. Nach dem in der Relegation knapp verpassten Aufstieg im Jahr darauf wurde die Spielgemeinschaft aufgelöst. Hof spielt nunmehr wieder als eigenständiges Team in der Salzburger Frauenliga.

Titel und Erfolge

Statistik

Bilanz der bisherigen Meisterschaften

Saison Spielklasse Rang Spiele Siege Remis Nied. Tore Diff. Punkte Information
1999/00 Salzburger Landesliga (R) 4. 12 0 2 10 3:55 -52 2 Letzter; Auflösung der Landesliga
2000/01 2. Division Mitte (2) 2. 12 7 4 1 36:12 24 25 Vize-Meister
2001/02 2. Division Mitte (2) 7. 14 2 0 12 12:50 -38 6
2002/03 2. Division Mitte (2) 7. 14 2 1 11 4:36 -32 7
2003/04 2. Division Mitte (2) 7. 14 2 2 10 8:29 -21 8
2004/05 2. Division Mitte (2) 2. 20 9 5 6 28:32 -4 32 Vize-Meister
2005/06 2. Division Mitte (2) 3. 18 11 2 5 33:26 7 35
2006/07 2. Liga Mitte (2) 1. 14 13 1 0 68:9 59 40 Meister; Aufstiegsrelegation verloren
2007/08 2. Liga Mitte (2) 1. 18 16 1 1 82:13 69 49 Meister und Aufsteiger
2008/09 ÖFB-Frauenliga (Herbst) (1) 9. 9 0 2 7 11:36 -25 2
2008/09 ÖFB-Frauenliga (Unteres Play-Off) (1) 4. 8 2 2 4 18:13 5 10
Gesamt . 153 64 22 67 303:311 -8 216



Alle Spiele im ÖFB-Ladies-Cup

Im ÖFB-Ladies-Cup, dem Pedant zum ÖFB-Cup der Herren, erreichte der USK Hof bisher dreimal die zweite Hauptrunde. In der Saison 2007/08 musste zwischen den beiden Salzburger Vertretern erstmals eine Vorrunde ausgespielt werden, in der sich letztlich der ASK Maxglan knapp im Elfmeterschießen durchsetzten. 2009 drangen die Salzburgerinnen bis ins Halbfinale vor.

Saison Datum Runde Heimmannschaft - Auswärtsmannschaft Ergebnis
2000/01 03.09.2000 1. Runde SV Garsten (OÖ) - USK Hof 9:0
2001/02 23.09.2001 1. Runde Union Babenberg (OÖ) - USK Hof 4:1
2002/04 08.09.2002 1. Runde USK Hof - Ladies Soccer Club Linz 1:0
10.11.2002 2. Runde SC Schwarz-Weiß Bregenz - USK Hof 4:0
2003/04 17.09.2003 1. Runde USK Hof - SV Spittal an der Drau 1:0
05.10.2003 2. Runde Ladies Soccer Club Linz - USK Hof 2:0
2004/05 02.09.2004 1. Runde USK Hof - FC Koblach (Vbg.) 4:0
03.10.2004 2. Runde USK Hof - SV Groß Schweinbarth 1:3
2004/05 04.09.2005 1. Runde USK Hof - LASK Ladies (Linz) 1:3
2006/07 02.09.2006 1. Runde FC Wacker Tirol - USK Hof 7:0
2007/08 01.08.2007 Vorrunde Salzburg USK Hof - ASK Maxglan 0:0; 3:5 n.E.
2008/09 20.09.2008 1. Runde SPG LASK Ladies/Zöhrdorf - USK Hof 3:5 (2:1)
09.11. 2008 2. Runde USK Hof - ASKÖ Dionysen/Oedt 6:1 (2:1)
15.03. 2009 3. Runde SV Furth - USK Hof 1:1)
01.05. 2009 Halbfinale FC Wacker Innsbruck - USK Hof 8:1 (5:0)

Aktueller Vorstand des USK Hof

  • Obmann: Walter Unterrainer
  • Obmann-Stv.: Mag. Harald Rohrmannsdorfer und Brian Seeger
  • Kassier: Robert Ainz
  • Schriftführer: Rudolf Wimmer

Trainer und Kader 2008/09

Betreuer

Name Funktion seit
Karl Schöndorfer Sektionsleiter
Johann Enzinger Trainer
Andreas Lengauer Co-Trainer

Mannschaft

Nr. Name Nation Beim Verein seit Letzter Verein
Tor
Sandra Hanke GER 08/1999
Abwehr
Nicole Angerer AUT 06/2008 USK Obertrum
Sarah Deisl AUT 07/2007 USV Koppl
Stefanie Enzinger AUT 07/2006 Eigenbau
Franziska Lainer AUT 07/2001
Andrea Moser AUT 07/2004 FC Zell am See
Angela Schrofner AUT 07/1999 1. Halleiner SK
Susanna Steiner AUT 07/2001 Eigenbau
Sarah Sturm AUT 03/2008 SV Seekirchen 1945
Christina Tredak AUT 06/1995 Eigenbau
Anita Zwinger AUT 03/2000 Eigenbau
Mittelfeld
Angelika Amon Haas AUT 07/2004 FC Zell am See
Veronika Dobler AUT 07/2008 FC Koblach (Vbg.)
Sandra Enzinger AUT 07/1999 Eigenbau
Laura Feiersinger AUT 06/2008 FC Pinzgau Saalfelden
Jennifer Gimmelsberger AUT 06/2002 Eigenbau
Veronika Laimer AUT 04/2000 Eigenbau
Sarah Zadrazil AUT 02/2008 USC Abersee
Angriff
Marina Embacher AUT 2004 FC Zell am See
Karin Gruber AUT 08/2008 DFC Seckau
Isabella Grössinger AUT 08/2006 Union Henndorf

Franziska Lainer und Laura Feiersinger sind die Töchter der Salzburger Fußballlegenden Leo Lainer und Wolfgang Feiersinger.

Bekannte Spielerinnen

Quellen

  • Eigenartikel von TriQ

Weblinks