Hans Walter Vavrovsky

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Verabschiedung von Prälat Hans-Walter Vavrovsky als Rektor des Bildungshauses St. Virgil: von links: Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Erzbischof Franz Lackner, und Prälat Hans-Walter Vavrovsky, sein Nachfolger Michael Max und Vizebürgermeister Harald Preuner

Prälat Dr. Hans Walter Vavrovsky (* 21. August 1944 Seekirchen) aus der Familie Vavrovsky, ein Enkel des Bankiers Carl Spängler, ist ein Salzburger römisch-katholischer Geistlicher.

Leben

Hans Vavrovsky ist der älteste der fünf Söhne des Salzburger Rechtsanwalts und (1964 – 1967) Vizebürgermeisters Dr. Walter Vavrovsky (* 1916; † 1998) und der Margarete Maria, geb. Spängler.

Er studierte bei Joseph Ratzinger (dem späteren Papst Benedikt XVI.) in Münster (Westfalen) und zählt, so wie der Wiener Kardinal Schönborn, zu dessen Schülerkreis.

Am 29. Juni 1968 empfing er in Salzburg die Priesterweihe, seine Primiz feierte er in Maria Plain.

Nach Jahren als Kooperator in Mayrhofen im Zillertal und Brandberg wirkte er von 1973 bis 1983 als Stadtpfarrer in Rattenberg im Dekanat Reith im Alpbachtal (Tirol). Seinem Einsatz ist die Renovierung der Stadtpfarrkirche von Rattenberg zu verdanken. Zum Dank ernannte ihn die Stadt Rattenberg 1983 zum Ehrenbürger.

Während dieser Zeit erlangte er 1978 an der Universität Innsbruck mit seiner Dissertation über das Thema „Zielgebot und Erfüllungsgebot. Analyse und Kritik eines moraltheologischen Problems bei Bernhard Häring“ das Doktorat der Theologie.

1983 wurde er von Erzbischof Dr. Karl Berg mit der Leitung des Bildungshauses St. Virgil, des Zentrums der Erwachsenenbildung der Erzdiözese Salzburg, betraut. Dieses leitete er bis Ende August 2016. Am 17. Oktober 2016 wurde er offiziell verabschiedet.

Vavrovsky gehört seit 1988 dem Domkapitel und dem erzbischöflichen Konsistorium an. Er ist Diözesanbeauftragter für Europafragen, Mitglied der Europakommission der Bischofskonferenz, des Forums Kath. Erwachsenenbildung, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und anderer Gremien. Seit 1999 ist ihm auch das Amt des Kirchenrektors von Obertauern anvertraut.

2004 wurde Msgr. Dr. Hans-Walter Vavrovsky Ehrenprälat des Papstes. Damit wurden besonders seine Verdienste um die Fort- und Ausbildung von kirchlichen Mitarbeitern sowie die Anerkennung, die er dem Bildungszentrum St. Virgil verschafft hat, gewürdigt. Erzbischof Alois Kothgasser unterstrich in seiner Laudatio, dass es dem besonderen Engagement Vavrovskys zu verdanken sei, „dass St. Virgil heute wahrscheinlich das Bildungszentrum der katholischen Kirche in Österreich ist“. Vavrovsky nehme sich auch brisanter kirchlicher und gesellschaftlicher Themen an. „Ich denke hier etwa an die Thematik Bioethik, an das Projekt Geistliches Zentrum Salzburg, das er mit Wachsamkeit und Engagement begleitet“, stellte Erzbischof Kothgasser fest.

Von 2010 bis 2015 war Vavrovsky Domdechant.

Der mittlerweile zum Prälat ernannte Geistliche ist auch Vorsitzender des Domkapitels und hatte daher die im Jahr 2015 erfolgte Wahl des Erzbischofs zu leiten. „Ich öffne da nur das Briefkuvert“, sagt er bescheiden. Aber hätte er auch nicht selbst Ambitionen auf das Amt gahabt? „Mein Name wird da sicher nicht drinnenstehen“, sagte er 2013 lachend in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten.

O-Ton

„Eine Kirche muss offen sein für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt, dass sie nicht von allen geliebt wird.“

Auszeichnungen

Vavrovsky wurde 1983 zum Ehrenbürger von Rattenberg am Inn ausgezeichnet. 1996 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg. 2004 wurde er zum Monsigniore (Ehrentitel als Ehrenprälat des Papstes) ernannt. 2014 erhielt er den persönlich gewidmeten Ehrenbecher des Landeshauptmanns.

Quellen

Zeitfolge
Vorgänger

N.N.

Rektor des Bildungshauses St. Virgil
1983–2016
Nachfolger

Michael Max


Zeitfolge
Vorgänger

Matthäus Appesbacher

Domdechant
2010–2015
Nachfolger

Hansjörg Hofer


Zeitfolge
Vorgänger

Franz Heiß

Pfarrer von Rattenberg
1973–1983
Nachfolger

Gerhard Mühlbacher


Weblink