Franz Hueber

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Dr. iur. Franz Hueber (* 10. Jänner 1894 in Grünburg (); † 10. Juli 1981 in Salzburg) war Jurist und Politiker, insbesondere in der Zwischenkriegszeit kurzzeitig Justizminister.

Leben

Dr. Franz Hueber war als Konzipient in Saalfelden beim Notar Dr. Friedrich Rigele angestellt. Dieser war mit Olga Göring, Schwester des angehenden Offiziers und späteren NS-Granden Hermann Göring, verheiratet. So lernte Dr. Hueber auch Olgas Schwester Paula Göring kennen, die er im Jahr 1920 heiratete.[1]

Hueber war einer der Gründer der Heimwehr im Pinzgau und bekleidete von 1925 an die Funktion deren Zweiten Landesführers. Ab 1927 war er Notar in Mattsee.

Von 1930 bis 1932 war er Abgeordneter zum Nationalrat und Fraktionsführer des Heimatblocks, vom 30. September bis zum 4. Dezember 1930 Justizminister im Kabinett des Christlichsozialen Vaugoin.

Im Jahr 1933 verließ er die Heimwehr. Er schloss sich den Nationalsozialisten an und war 1938 nochmals kurzzeitig Justizminister sowie an der Vorbereitung des Anschlusses beteiligt.

In der Folge war er Unterstaatssekretär im deutschen Reichsministerium der Justiz, ab 1942 Präsident des deutschen Reichsverwaltungsgerichtes.

1945 wurde er als Kriegsverbrecher inhaftiert, 1948 wegen Hochverrates zu 18 Jahren Kerker verurteilt, 1950 bedingt entlassen. Danach war er in der Privatwirtschaft tätig.

Quellen

  1. Slapnicka, Harry: Linz und „Oberdonau“ – wie es nationalsozialistische Spitzenpolitiker sahen, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz 1990, S. 17 (S. 31)