Chronik

Auf der Suche nach dem Glück

Der Halleiner Tourismuschef Rainer Candido hat nach jahrelanger Arbeit sein Buch "Ich und Glück" vorgestellt, in dem er verschiedenste Menschen nach ihrer ganz persönlichen Glücksdefinition befragt.

Am 17. November präsentieren Rainer Candido und Co-Autorin Christina Krauseder-Csipek das Buch bei den Salzburger Buchtagen (Academy Bar, 15 und 16 Uhr), am 16. November (18 Uhr) berichtet ServusTV über das Projekt.   wildbild
Am 17. November präsentieren Rainer Candido und Co-Autorin Christina Krauseder-Csipek das Buch bei den Salzburger Buchtagen (Academy Bar, 15 und 16 Uhr), am 16. November (18 Uhr) berichtet ServusTV über das Projekt.  

Von großen Namen wie Fußballkaiser Franz Beckenbauer bis zu lokalen Größen wie Stiegl-Chef Heinrich Kiener: In 46 Gesprächen beleuchten Candido und Co-Autorin Christina Krauseder-Csipek das Thema Glück.

Sie haben jahrelang an dem Buch gearbeitet, wie kam es überhaupt dazu?
Rainer Candido:Bei einem Autounfall zu Ostern 2012 hatte ich Riesenglück. Ich bin instinktiv aus dem Auto raus und zur Seite gesprungen und einen Augenblick später ist ein anderer mit 150 Sachen reingeknallt. Das war für mich der Auslöser, ich entwickelte einen Fragebogen und begann die Menschen zu fragen, was für sie Glück bedeutet. Für mich war es ein Geschenk, jeder einzelne Termin war etwas Besonderes, weil ich für mich sehr viel mitgenommen habe.

Designer, Künstler, Musiker, Gastronomen, aber auch Weltkriegsteilnehmer und Genozid-Überlebende: Die Liste Ihrer Gesprächspartner ist eine recht wilde Mischung. Wie haben Sie sie ausgewählt?
Zum Teil waren es Geschichten, die mich immer interessiert haben, wie Verhaltensforscherin Jane Godall, der KZ-Überlebende Max Garcia, oder DDR-Flüchtling Manuela Polaszczyk. Auf der anderen Seite gab es Menschen, die ich spontan kennengelernt habe und merkte, ja, das ist eine Person, die gehört da rein.

Wie kamen die Gespräche zustande, haben Sie alle persönlich getroffen oder nur via E-Mail kontaktiert?
Nein, außer Heinz Fischer habe ich alle persönlich getroffen. Bei Jane Goodall habe ich zwei Jahre drauf hingearbeitet, und dann bekam ich eines Abends den Anruf, sie ist morgen in Wien und hat eine halbe Stunde Zeit.

Die eigenen Glücksvorstellung, das ist doch ein recht persönliches Thema, gab es da viele Absagen?
Du musst ihnen natürlich erklären, worum geht es, dann waren alle gern bereit mitzumachen. Der Armin Wolf war eigentlich der einzige, den ich angefragt habe, der gesagt hat, das ist ihm zu persönlich, der hat abgesagt.

Gab es bei den Gesprächen einen gemeinsamen Nenner in Sachen Glück?
Familie, Freunde, und mit sich im Reinen sein, das kommt intensiv raus. Und viele greifen das Thema auf, dass die Gesellschaft zu materialistisch wird, es geht nur um Macht, Gier, Geld.

Und was ist nun für Sie Glück?
Für mich ist Unbeschwertheit das größte Glück: Sich nicht zu ernst nehmen, mit Humor durch den Tag gehen, ironisch sein, ein bisschen kindisch sein. Da haben mich die Gespräche sehr bereichert. Wenn du diese Schicksale hörst, da denkst dir schon, warum regen wir uns auf, wenn wir eine Minute länger an der Kassa stehen?

Aufgerufen am 17.09.2019 um 12:39 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/auf-der-suche-nach-dem-glueck-60904273

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