Pass Portrait - Großglockner Hochalpenstraße

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Titelbild Buch Pass Portrait - Großglockner Hochalpenstraße, es zeigt einen Abschnitt der Edelweißstraße, einer Stichstraße der Großglockner Hochalpenstraße vom Fuscher Törl zur Edelweißspitze, die mit 2 571 m ü. A. der höchste befahrbare Punkt der Straße und überhaupt in Österreich ist.

Buchtipp Pass Portrait - Großglockner Hochalpenstraße.

Autoren: Stefan Bogner (Bilder), Jan Baedeker (Text)
Herausgeber: Porsche Drive
Verlag: Delius Klasing Verlag Bielefeld, Deutschland
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN 978-3-667-11394-8

Verlagsinformation

Die Großglockner Hochalpenstraße ist weit mehr als nur die kürzeste Verbindung zweier Orte. Sie ist eine erfahrbare Sehenswürdigkeit, Ziel naturromantischer Sehnsüchte, sportlicher Ambitionen und automobiler Vergnügungsfahrten. Als Erlebnisstraße ist sie vorrangig von touristischer Bedeutung, als höchstgelegene befestigte Passstraße Österreichs ist sie zugleich jene, deren extreme Steigung gemeistert werden will. Der Band „Großglockner“ ist eine Gesamtbeschreibung der Straße und setzt diesem Wunderwerk der Architekturgeschichte ein bildgewaltiges Denkmal in Buchform.

Das bis heute eindrucksvollste Beispiel einer als ästhetischen und medialen Gesamtkomposition angelegten Alpenstraße ist die Großglockner Hochalpenstraße, die in den 1920er-Jahren geplant und zwischen 1930 und 1935 unter Leitung des vielseitig begabten Ingenieurs Franz Wallack und mit politischer Unterstützung des Salzburger Landeshauptmanns Franz Rehrl errichtet wurde.

Mitten ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern führt die Großglockner Hochalpenstraße, eine der beliebtesten Alpenstraßen überhaupt. 48 Kilometer mit 36 Kehren, ein Höhenanstieg auf 2 504 Meter, bis zu zwölf Prozent Steigung und traumhafte Ausblicke auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner – all das lockt Berg- und Kurvenliebhaber aus aller Welt zur höchstgelegenen befestigen Passstraße Österreichs.

Die Route führt über die beiden Gebirgspässe Fuscher Törl und Hochtor den Alpenhauptkamm überquerend von Salzburg nach Kärnten, genauer von Bruck nach Heiligenblut mit Abzweigungen zur Edelweißspitze und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Natürlich sind auch wieder einige Porsche-Liebhaber mit ihren überaus seltenen Exponaten in diesem Werk mit dabei und sorgen beim Betrachter für leuchtende Augen. Aber auch Rennradler und Motorradfahrer lieben die Kurven dieser legendären Hochalpenstraße.

Bildgewalt, geschmeidiger Fahrspaß und Lesegenuss

Wer könnte über die Spitzen und Kehren, die Geschichten und historischen Hintergründe besser berichten als Stefan Bogner und Jan Baedeker? Mit ordentlich Benzin im Blut und einem sensiblen Gespür für Gas und Bremse porträtieren die Meister des automobilen Bildbandes eine der aufregendsten und meistbesuchten Alpenstraßen.

  • Reiseziel mit Kultstatus bei Auto-Fans und Bergliebhabern, beliebt für Rad- und Motorradtouren
  • Atemberaubende Landschaftsaufnahmen, Highlights und Reiseerfahrungen
  • Über 150 Fotos von Stefan Bogner und Texte von Jan Baedeker in Deutsch und Englisch

Mit seinen Curves-Magazinen und den Bildbänden Escapes, Porsche Drive und Stelvio hat Autor, Fotograf und Grafiker Stefan Bogner Alpenfreunde und Kurvenverehrer aus aller Welt begeistert. Jan Baedeker, Enkel des legendären Reiseführer-Erfinders Karl Baedecker, hat mit seinen klugen und fein ziselierten Texten die innere Notwendigkeit der Spitzen und Kehren in Worte gefasst. Zusammen sind sie das Dreamteam der Alpenpässe und nehmen uns mit ihrem Bildband Pass Portrait – Großglockner mit auf Tour. Oder, um es in den Worten der Autoren treffend zu formulieren: Kuppeln, Schalten, Schauen – und Genießen.

Zweisprachig (Deutsch/Englisch), 376 Seiten, 22.0 x 28.7 cm, gebunden

Rezension 1

Die Geschichte der Straße wird gut geschildert, eindrucksvolle Aufnahmen und historisches Bildmaterial

Hatte ich noch Bogners erstes Buch wegen unnatürlichen oder fehlenden Farben in den Bildern und eigenartigen Straßenmotiven kritisiert, so bietet er in diesem Buch ansprechende Farbbilder und Aufnahmen von interessanten Straßenabschnitten. Jan Baedeker, der Urenkel des Gründers des Baedeker-Reiseführers, hat die schwierige Aufgabe, die komplexe Geschichte der Straße in verständliche Worte zu bringen und dabei nicht zu langatmig werden sehr gut gelöst. Er auch gut recherchiert, denn einige Punkte seiner Geschichtsdarstellung zeigen, dass er sich entweder wirklich intensiv mit der Geschichte der Straße auseinandergesetzt hat oder gut im Internet recherchiert.

Trotz mancher Schwachstellen halte ich dieses Buch für eines der bislang besten Bücher über die Großglockner Hochalpenstraße, die sich an den Normalverbraucher wenden und keine wissenschaftlichen Werke darstellen. Der Leser möchte ja einerseits etwas über die Passstraße erfahren, aber andererseits beeindruckende Bilder erleben ohne unbedingt Details zu erfahren, was er auf diesen sieht. Das ist nämlich der einer der Schwachpunkte des Buches. Die Mehrheit der Bilder sind Drohnenaufnahmen, die durchaus eindrucksvoll verschiedene Straßenabschnitte zeigen. Welchen Tunnel, welches Straßenende, welches historische Gebäude und Berggipfel von Bedeutung jedoch zu sehen ist, erfährt der Leser nicht. Denn es gibt keine Bildbeschreibungen. Dies gilt auch bei den Sportwagenaufnahmen. Und damit zu noch einem Schwachpunkt: Es gibt kein Inhaltsverzeichnis, obwohl sich das Buch in folgende Kapitel teilt:

Die Seiten 10 bis 77 schildern zweisprachig (Deutsch-Englisch) die Geschichte und zeigen historische Zeichnungen sowie historisches Bild- und Werbematerial (vom Bau der Straße sowie den Jahren nach Inbetriebnahme, von der Schneeräumung u. a.).

Auf den Seiten 78 und 79 gibt es eine Streckenverlaufsbeschreibung mit sehr vereinfachter Übersichtskarte.

Die Seiten 80 bis 256 präsentieren meist doppelseitige Bilder von der Straße, überwiegend im Frühling aufgenommen mit noch viel Schnee auf den Bildern, was insofern schade ist als der Hochgebirgssommer und -herbst die farbenintensivsten Zeiten sind. Die Straße tritt in den Vordergrund, die Landschaft kommt nicht recht zur Geltung.

Auf den Seiten 257 bis 287 kommen Persönlichkeiten, die mit der Straße verbunden sind, zu Wort: Dr. Johannes Hörl, Direktor und Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG); Peter Embacher, technischer Betriebsleiter der GROHAG, der mit den Bergen und der Straße aufgewachsen ist; Walter Röhrl, der als einer der besten Rallyefahrer aller Zeiten gilt und diese Straße sowohl mit dem Rennrad als auch mit historischen Rennwagen befahren hat; Franz Schwarz; Hartmut Henkel und Tochter Erika Sallaberger, Pächter des Restaurants Fuschertörl seit 1964; Dr. Wolfgang Porsche, Enkel des Prof. Ferdinand Porsche und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche AG und Herbert Haslinger, Wirt des Gasthofs Fuscherlacke und Kümmerer um die Murmeltierwelt an der Straße;

Auf den Seite 291 bis 343 werden unter dem Titel „Drive“ Sportwagen gezeigt, die in jüngerer Zeit, ob historisch oder modern, die Straße hinauffuhren; leider sind die Bilder nicht beschriftet und der Leser kann nur die durchaus ansprechenden Aufnahmen bestaunen und die Fahratmosphäre im Bild genießen;

Die Seiten 344 bis 371 zeigen winterliche Aufnahmen von Straßenabschnitten, markante Punkte und die winterliche Bergwelt;

Die Seiten 372 bis 375 bieten, wieder zweisprachig, Reisetipps entlang der Straße sowie Vorschläge für Tagesausflüge, die allerdings den Besucher doch recht weit vom Berg führen, bis nach Mattsee im Norden des Bundeslandes Salzburg und nach Gmünd in Kärnten;

Bei der Doppelseite mit historischen Bildern von der Eröffnung der Straße sind mehrere unterschiedliche Eröffnungsfeierlichkeiten zu sehen: die Eröffnung der Gletscherstraße auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe – sie wurde bereits am 2. Oktober 1932 als erster wesentlicher Straßenabschnitt eröffnet; das Bild links unten dürfte aber die Eröffnung des Parkplatzes auf der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ein Jahr später, am 25. August 1933, zeigen; dann gibt es drei Bilder von der Fertigstellung der Nordrampe bis zum Fuscher Törl einschließlich der Eröffnung der Edelweißstraße auf die Edelweißspitze am 23. September 1934 und ein Bild von der Eröffnung der Scheitelstrecke und damit die Eröffnung der fertiggestellten Großglockner Hochalpenstraße am 3. August 1935.

Doch trotz dieser Schwachstellen glaube ich, dass dieses Buch eine gelungene Darstellung dieser hochalpinen Panoramastraße in Wort und Bild ist. Man kann etwas über die Straße lesen, hat aber vor allem eindrucksvolle Bilder, auf denen man vieles entdecken kann, was vielleicht Ansporn für einen persönlichen Besuch sein kann, um dann auch zu erfahren, was es ist.

Rezension 2

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Quellen