Chronologie der Salzburger Festspiele

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Die Chronologie der Salzburger Festspiele erfasst alle Daten der Entstehung und Entwicklung dieser Festspiele und ihrer Vorgeschichte.

19. Jahrhundert

1877

1877: 1. Salzburger Mozartfest

1879

1879: 2. Salzburger Mozartfest

1880

1880: 3. Salzburger Mozartfest

1891

1891: 4. Salzburger Mozartfest

20. Jahrhundert

1900er-Jahre

1901: 5. Salzburger Mozartfest
1904: 6. Salzburger Mozartfest
1906: 7. Salzburger Mozartfest vom 14. bis 20. August

1910er-Jahre

1910: 8. Salzburger Mozartfest
1914:
20. August: Anlässlich der Einweihung des Mozarteums griffen Salzburger Kunstfreunde neuerlich die Idee von Festspielen in Salzburg auf.
1916:
Einige interessierte Persönlichkeiten, die von Redakteur Heinrich Damisch, der aus Wien nach Salzburg kam, gerufen worden waren, trafen sich im Hôtel de l'Europe und beschlossen die Gründung des Vereins "Salzburger Festspielhaus-Gemeinde".
1917
1. August: Gründung Salzburger Festspielhaus-Gemeinde in Wien
1918:
Joseph August Lux wurde Pressesprecher für den Salzburger Festspielhausbau, eine Position, die er bis 1920 innehatte.
15. August: Bei der Generalversammlung im Marmorsaal im Schloss Mirabell wurde ein Kunstrat berufen. Diesem gehörten Max Reinhardt, Franz Schalk und Richard Strauss an. Sie sollten die kommenden Festspiele gestalten. Einige Monate später wurde der Kunstrat durch Hugo von Hofmannsthal und Alfred Roller erweitert.

1920er-Jahre

1920:
22. August:  Erste Aufführung des Jedermann von Hugo von Hofmannsthal vor dem Salzburger Dom Das war der Beginn der Salzburger Festspiele.
1922
Alexander Prinz Thurn und Taxis legte sein Amt als Präsident der Salzburger Festspielhaus-Gemeinde zurück.
12. August und 13. August: Aufführung "Das Salzburger Große Welttheater" in der Kollegienkirche.
19. August: In Anwesenheit des Bundespräsidenten kam es zur Grundsteinlegung des Salzburger Festspielhauses im Schlosspark Hellbrunn, dessen Bau dort nie realisiert wurde.
1924
1. September: Der Salzburger Zweigverein der (Wiener) Festspielhaus-Gemeinde verlangte von der Wiener Direktion die Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung; man wollte eine Neuorganisation der Salzburger Festspielhaus-Gemeinde durchsetzen.
1. Oktober: Richard Strauss legte sein Präsidentenamt der Wiener Festspielhaus-Gemeinde zurück, zermürbt von der kleinlichen Vereinsmeierei mit dem Salzburger Zweigverein der (Wiener) Festspielhaus-Gemeinde, der Salzburger Festspielhaus-Gemeinde.
17. November: Bei einer weiteren außerordentlichen Generalversammlung der Wiener Festspielhaus-Gemeinde kam es zur Auflösung des Vereines, zu einer Statutenänderung und der Verlegung des Sitzes und der Leitung nach Salzburg; Vereinszweck: Bau eines Salzburger Festspielhauses und nicht auf Gewinn ausgelegte Veranstaltung von Festspielen in Salzburg.
1924/1925: Bau des provisorischen Salzburger Festspielhauses in der ehemaligen neuen Winterreitschule durch Architekt Eduard Hütter.
1925
1. Jänner: Die Leitung der Festspielhaus-Gemeinde wurde von Wien nach Salzburg verlegt.
13. August: Eröffnung der Salzburger Festspiele mit "Das Salzburger Große Welttheater" im neuen Festspielhaus
1926
Umbau des Festspielhauses unter Einbeziehung des Stadtsaales und des Faistauer-Foyers durch Prof. Clemens Holzmeister.
20. August: Erste Vorstellung in der Felsenreitschule, Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni.
23. August: Der erste Salzburger Festspielball findet in der Kleinen Winterreitschule statt.
1927
13. August: Erste Opernaufführung im Festspielhaus, Fidelio, der einzigen Oper von Ludwig van Beethoven, mit Dirigent Franz Schalk.
1928:
2. März:  Mit dem Fonds zur Förderung des Fremdenverkehrs  im Land Salzburg zum Zweck der Abgangsdeckung der Salzburger Festspiele wurde die erste finanzielle Absicherung der Festspiele geschaffen.

1930er-Jahre

1930:
7. Juli: Aus Anlass des zehn-Jahre-Jubiläums der Salzburger Festspiele wurde das Areal vor dem Festspielhaus in Max-Reinhardt-Platz umbenannt.
10. Juli: Die achten Salzburger Festspiele 1930 werden mit einer Jedermann-Aufführung eröffnet.
1933
17. August: Wolfgang Goethes "Faust", Der Tragödie I. Teil, Aufführung in der Fauststadt in der Felsenreitschule durch Max Reinhardt.
1936
Landesgesetz zum Schutze der Salzburger Festspiele (LGBL. Nr. 51/1936).
1937
Auch der zweite Umbau, 1936, wurde von Holzmeister geleitet. Dabei wurde der Festspielraum um 180° Grad gedreht und das Bühnenhaus kam auf der Seite vom Toscanini-Hof, wozu das Geburtshaus des Salzburger Landeshauptmanns Dr. Franz Rehrl abgerissen werden musste.
1938
Bei einem neuerlichen Umbau nach Plänen von Reichs-Bühnenbildner Benno von Arent wurden die Fresken Faistauers entfernt und der Saal wurde mit viel Gips in den Farben Weiß, Gold und Rot ausgestattet. Er verlor seine Eigenart.

1940er-Jahre

1945
12. August: Feierliche Eröffnung der ersten Salzburger Festspiele nach Ende des Zweiten Weltkriegs
14. August: Erste Festspielaufführung nach Ende des Zweiten Weltkriegs mit Hofmannsthals "Der Tor und der Tod" im Mozarteum.
17. August: Das erste Symphoniekonzert der neuen Salzburger Festspiele erklingt im Mozarteum
1. September: Die ersten Nachkriegs-Salzburger Festspiele gingen zu Ende
1946
In diesem Jahr
... produzierte die "Kulturfilproduktion Dr. Max Zehenthofer" drei Filme über die Salzburger Festspiele 1946
... wirkte Karl Dönch erstmals bei den Salzburger Festspielen mit
22. Jänner: In New York (Vereinigte Staaten von Amerika) wurde auf Anregung von Basil Harris ein Verein „Freunde der Salzburger Festspiele“ gegründet
2. Mai: Der italienische Dirigent Arturo Toscanini wurde von Bundeskanzler Leopold Figl (ÖVP) zur Mitwirkung an den Salzburger Festspielen eingeladen.
25. Juni: Das neue Pressebüro der Salzburger Festspiele nimmt seine Tätigkeit auf.
1. August: Die Salzburger Festspiele 1946 wurden eröffnet.
6. August: Peter Simonischek, der Jedermann-Darsteller, kommt zur Welt.
1947
In diesem Jahr übernahm Karl Paryla die Rolle des Teufels im Jedermann.
27. Juli: Die Eröffnungsreden im Weißen Saal der Residenz hielten Landeshauptmann Albert Hochleitner (ÖVP), US-Hochkommissar Generalleutnant Geoffrey Keyes und Bundeskanzler Leopold Figl (ÖVP)
2. August: Kenneth C. Royall, der Kriegsminister der USA, besuchte ein Orchesterkonzert der Salzburger Festspiele.
6. August: Erste Opern-Uraufführung der Salzburger Salzburger Festspiele, "Dantons Tod von Gottfried von Einem.
31. August: Tenor Hubert Grabner debütierte bei den Salzburger Festspielen.
11. August: Alexander Pereira, späterer Intendant der Salzburger Festspiele, kam zur Welt.
1948
2. Juni: Helga Rabl-Stadler, Unternehmerin und spätere Präsidentin der Salzburger Festspiele, kommt zur Welt.
27. Juli: Die Salzburger Festspiele 1948 wurden von Bundespräsident Karl Renner eröffnet.
28. Juli: Erste Opernaufführung in der Felsenreitschule, "Orpheus und Eurydike" von Christoph Willibald Gluck, Dirigent war Herbert von Karajan.
5. November: Es kam zu einer Räumungsklage gegen den Präsidenten der Salzburger Festspiele, Heinrich Puthon, der sich geweigert hatte, die Kündigung seiner Wohnung im Schloss Mirabell und die Bereitstellung einer Ersatzwohnung im Stadtzentrum anzunehmen
1949:
27. Juli:
Die Eröffnungsfeier der Salzburger Festspiele 1949 finden im Prunkräume der Alten Residenz#Carabinierisaal der Residenz statt; auf dem Opernprogramm der Festspiele standen Beethovens „Fidelio“, Glucks „Orpheus und Eurydike“, Mozarts „Titus“ und „Die Zauberflöte“, die Uraufführung der „Antigone“ von Carl Orff und „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss; die Eintrittspreise bewegten sich zwischen 20 und 75 Schilling;
Anlässlich der Salzburger Festspiele wurde beim Festspielhaus ein fahrbares Sonderpostamt sowie ein fahrbares Telefon- und Telegrafenamt aufgestellt.
3. August: Die Österreichische Tabakregie brachte anlässlich der Salzburger Festspiele „Memphis“-Zigaretten in einer Spezialverpackung mit dem Bild Mozarts in Form eines Scherenschnittes mit barocker Umrahmung heraus.
6. August: Leopold Lindtberg feierte sein Regiedebüt bei den Salzburger Festspielen mit Goethes Iphigenie auf Tauris.
8. September: Richard Strauss, Komponist und Dirigent, Mitbegründer der Salzburger Festspiele und wegen seiner Verdienste um die Salzburger Festspiele auch Ehrenbürger der Stadt Salzburg war gestorben.

1950er-Jahre

1950
12. Juli: Bundesgesetz über die Errichtung des Salzburger Festspielfonds (BGBL. Nr. 147/1950).
24. Juli: Aus Anlass der 30. Wiederkehr der Gründung der Salzburger Festspiele beschloss der Salzburger Gemeinderat die Verleihung der „Großen goldenen Medaille der Mozartstadt Salzburg“ an Bundespräsident Karl Renner.
27. Juli: Die Eröffnungsfeier in der Residenz stand im Zeichen des 30jährigen Bestandsjubiläums der Salzburger Festspiele.
[28. Juli]]: Ab 12 Uhr Mittag erhielten Personen aus der Bundesrepublik Deutschland mit gültigen Personalpapieren Grenzübertrittsgenehmigungen zum Besuch der Festspiele.
14. August: Die Trapp-Familie war zu Besuch in Salzburg; sie wurde am Hauptbahnhof von Fürsterzbischof Andreas Rohracher, Landeshauptmann Josef Klaus (ÖVP) und zahlreichen Freunden und Bekannten begeistert empfangen. Sie gab im Großen Saal des Mozarteums und auf der Jedermann-Bühne am Domplatz im Rahmen der Salzburger Festspiele Konzerte.
1951:
27. Juli: Die Salzburger Festspiele 1951 wurden eröffnet.
31. Oktober: Wegen seines Eintreten für die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den marxistisch gesinnten Dramatiker Bert Brecht wurde der Komponist Gottfried von Einem nach kurzer heftiger Debatte mit Landeshauptmann Josef Klaus (ÖVP) während der Kuratoriumsitzung der Salzburger Festspiele aus dem Direktorium ausgeschlossen; von Einem bezeichnet dies als „inquisitorisches Vorgehen“;
1952:
In diesem Jahr dirigierte der Komponist Paul Hindemith bei den Salzburger Festspielen das siebte Orchesterkonzert mit den Wiener Philharmonikern.
9. Jänner: Die Mitglieder des Direktoriums der Salzburger Festspiele, Präsident Heinrich Puthon, Bernhard Paumgartner, Egon Hilbert und Josef Kaut schlugen dem Kuratorium die Rückberufung von Gottfried von Einem in das Führungsorgan der Salzburger Festspiele vor.
25. Juli: Das Fest zur Festspieleröffnung fand erstmals in der Stadt Salzburg statt.
26. Juli: Die diesjährigen Salzburger Festspiele wurden eröffnet. Auf dem Spielplan der Festspiele standen 23 Opern- und 18 Schauspielaufführungen sowie 20 Konzerte.
19. November: Das Kuratorium der Salzburger Festspiele genehmigte die Aufnahme von Einems Oper „Der Prozeß“ in das Programm der Salzburger Festspiele 1953. Eine Wiederberufung Gottfried von Einems in das Direktorium wurde „aus Gründen der Unvereinbarkeit nicht für tunlich befunden“.
1953
25. Juli: Einen Tag vor der Festspieleröffnung wurden die USFA-Manöver in Stadt und Land Salzburg abgebrochen.
26. Juli: Eröffnung der Salzburger Festspiele 1953.
31. Juli: Erste Opernaufführung im Hof der Alten Residenz, Così fan tutte von Wolfgang Amadé Mozart, Dirigent war Karl Böhm.
1954:
16. Mai: Clemens Krauss, Dirigent und Intendant der Salzburger Festspiele war verstorben.
25. August: Es gab eine Affäre um Festspielkarten. Mandatare aller drei Fraktionen hatten kostenlose Ehrenkarten weiterverkauft.
30. August: Wilhelm Furtwängler dirigierte sein letztes Konzert bei den Salzburger Festspielen.
30. November: Wilhelm Furtwängler, Dirigent und Künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele, war verstorben.
1955:
In diesem Jahr debütierte Christa Ludwig in der Rolle des Komponisten in Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ bei den Salzburger Festspielen.
Oskar Kokoschka entwarf die Ausstattung zur "Zauberflöte".
24. März: Eltern von Schülern des Realgymnasiums und der Realschule, der größten Mittelschule Österreichs, drohten mit Protestaufmärschen zur Festspielzeit sowie einem Schulstreik zu Schulbeginn, falls bis dahin keine neuen Schulräume geschaffen werden. Landesschulrat und Unterrichtsministerium boten die Lehener Kaserne als Provisorium bis zu einem Neubau an.
1956
Herbert von Karajan wurde künstlerischer Leiter der Festspiele
27. Jänner: Feier der 200. Wiederkehr von Mozarts Geburtstag mit Idomeneo von Mozart dirigiert von Karl Böhm.
1957
Das Berliner Philharmonische Orchester kam ab diesem Jahr nun jährlich zu den Festspielen.

1960er-Jahre

1967: Herbert von Karajan inszeniert "Carmen", in Salzburg, von links: Herbert von Karajan, Peter Busse, Teo Otto.
1960
Herbert von Karajan beendete seine künstlerische Leitung der Festspiele
26. Juli: Eröffnung des neuen Großen Festspielhauses (Architekt Prof. Clemens Holzmeister) mit der "Der Rosenkavalier", Musik von Richard Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal, Dirigent war Herbert von Karajan.
1961
10. Juni: Vom damaligen Präsidenten der Salzburger Festspiele, dem Dirigenten Bernhard Paumgartner, wird in Salzburg der Verein Freunde der Salzburger Festspiele gegründet.
1963
29. Juli: Eröffnung des umgebauten Kleinen Festspielhauses (Architekten Dr. Hans Hofmann und Dr. Erich Engels) mit "Le nozze di Figaro" von Mozart, dirigiert von Lorin Maazel.
1964
Herbert von Karajan wurde in das Festspieldirektorium berufen.

21. Jahrhundert

2000er-Jahre

2006
25. Juni: Der Umbau des Kleinen Festspielhauses, der im Mozart-Jubiläumsjahr fertiggestellt war wird der Öffentlichkeit vorgestellt.

2020er-Jahre

2020: Salzburger Festspiele 2020

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge
Die Geschichte der Salzburger Festspiele
Chronologien