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Daniela Gutschi

Daniela Gutschi

Mag. Daniela Gutschi (* 18. Juni 1967 in Itter, Tirol) ist Landesgeschäftsführerin des Salzburger Hilfswerks und Abgeordnete (ÖVP) zum Salzburger Landtag.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Gutschi wuchs in der kleinen Ortschaft Itter im Brixental im Bezirk Kitzbühel auf. Hier besuchte sie die Volksschule, der das Bundesrealgymnasium Wörgl und die Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe Innsbruck folgten.

Nach Salzburg kam sie zum Studium der Publizistik, das sie im Jahr 1992 abschloss (Mag. phil.).

Sie war

  • von 1992 bis 2001 Stadtgeschäftsführerin der ÖVP Salzburg,
  • von 1997 bis 2008 selbständige politische Trainerin,
  • von 2001 bis 2008 Leiterin der Familien- und Sozialzentren des Hilfswerkes in der Stadt Salzburg und Flachgau,
  • von 2014 bis 2018 Landesobmann-Stellvertreterin des ÖAAB Salzburg.

Geschäftsführerin des Salzburger Hilfswerkes ist sie seit dem Jahr 2008.

Neben ihrem Beruf widmet sie sich zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten:

  • 2002 – 2004: Präsidentin der Salzburger Babysitterbörse
  • 2001 – 2005: Obmann-Stellvertreterin des Elternvereines der Volksschule Schwaighofen/Eugendorf
  • 2012/2013: Stellvertretende Vorsitzende der österreichweiten überparteilichen Plattform „Einsatz für Österreich“
  • 2012/2013: Mitbegründerin der überparteilichen Plattform „Salzburg für allgemeine Wehrpflicht, Zivildienst, Katastrophenschutz und Ehrenamt“
  • seit 2008: Mitglied des Salzburger Medienfrauennetzwerkes

In den Salzburger Landtag wurde Gutschi erstmals bei der Landtagswahl 2013 gewählt und übernahm dann die Funktion einer Bereichssprecherin für Soziales und Bildung. Mit 4. Februar 2015 wurde sie in der Nachfolge von Gerlinde Rogatsch Klubobfrau des ÖVP-Landtagsklubs[1]. Nach der für die ÖVP sehr erfolgreichen Landtagswahl 2018 zog sie neuerlich in den neugewählten Landtag ein und wurde wieder zur Klubobfrau gewählt.[2]

Gutschi ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die geistige Beeinträchtigung ihres Sohnes gab ihrem Leben einen neuen Fokus. Sie spornte sie dazu an, sich für Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen einzusetzen.

Als Freizeitinteressen gibt sie an:

  • Yoga, Laufen, Schifahren, Schwimmen
  • Reisen – sooft es die Zeit erlaubt
  • Rückzug mit einem guten Buch
  • kommunikative Abende mit guten Freundinnen und Freunden nach einer kulturellen Veranstaltung oder einem Kinobesuch

Vorgestellt

Daniela Gutschis Stimme ist klar, sie spricht schnell, gestikuliert viel und hat auf jede Frage blitzschnell eine Antwort. Daniela Gutschi ist eine Powerfrau. Ihr Studium (Publizistik und Politikwissenschaften) schloss sie mit einer Diplomarbeit ab, für die sie einen Wissenschaftspreis erhielt. Danach war sie in der ÖVP der Stadt Salzburg tätig, brachte es dort bis zur Geschäftsführerin und nach der Geburt ihrer Kinder – Johanna (1995) und Valentin (1998) – fing sie beim Salzburger Hilfswerk an. Dort ist sie seit 1. September 2008 Landesgeschäftsführerin.

"Derzeit ist der neue Job vor allem Stress", erzählt die gebürtige Tirolerin auf der Terrasse ihres Reihenhauses in Eugendorf. In einer Ecke des Gartens stehen drei Steinsäulen. "Die stehen wegen meines Mannes hier. Der liebt Steine. Wenn immer ich sage, wir brauchen das oder das, dann sagt er: 'Das können wir aus Stein machen'." Und so muss es wohl sein: Denn auch der Gartentisch ist aus Stein.

Aber zurück zum Stress. Neben ihrer neuen Funktion leitet Gutschi auch die Flachgauer Bezirksstelle des Hilfswerks. "Und das im September, wo die Schule losgeht. Daran sieht man wieder, dass die Arbeitswelt nicht gerade frauenfreundlich ist."

Trotzdem, Daniela Gutschi scheint Familie und Beruf seit jeher unter einen Hut bekommen zu haben. "Ich brauche die Arbeit, ohne wäre ich eine unausgeglichene Mutter. Aber es ist wichtig, dass den Kindern ihr Betreuungsplatz gefällt." Nach der Geburt von Johanna hat Gutschi bald wieder bei der ÖVP gearbeitet. "Das war nicht ideal, ich würde es nicht mehr machen." Hat sie auch nicht. Nach der Geburt ihres Sohnes blieb sie eineinhalb Jahre daheim.

"Aber bei Valentin war auch alles anders", fährt Gutschi mit leiserer Stimme fort. "Valentin hatte mit zwei Monaten eine Gehirnblutung. Beim Stillen ist er plötzlich weggesackt." Die Folgen: Valentins Entwicklung ist verzögert. "Schlimmer sind die epileptischen Anfälle. Doch wir haben sie im Griff."

Dann erzählt Gutschi von ihrem Elternhaus. Vater und Mutter waren Lehrer. Sie selbst wollte nie Lehrerin werden, sondern Journalistin. "Doch nach einem Praktikum bei der SVZ wusste ich, das ist nichts für mich." Ehemann Giovanni Gutschi hat sie während des Studiums kennen gelernt. Er arbeitet als Religionslehrer an einer Schule in Hallein.

In die soziale Schiene und damit zum Hilfswerk ist Daniela Gutschi durch das Schicksal ihres Sohnes gekommen. Sie fühlt sich dort gut aufgehoben. "Mir liegt diese Arbeit. Mir gefällt die soziale Idee, die dahintersteckt. Ich könnte mir nicht vorstellen, im Produktmanagement zu arbeiten. Da geht es nur um irgendwelche Gegenstände. Beim Sozialmanagement geht es um mehr und das ist befriedigend."

O-Ton

  • Ich werde oft auf meinen Nachnamen angesprochen. Die Leute wollen wissen, ob ich etwas mit dem italienischen Luxuslabel zu tun habe.
  • Was mich an der Politik genervt hat, war die Tatsache, dass Bekannte und Freunde immer über Politik mit mir sprechen wollten.
  • Ich wäre eine unzufriedene Mutter, wenn ich nur zu Hause wäre. Wenn ich im Job etwas geschafft habe, dann bin ich ein ausgeglichener Mensch.

Quellen

Weblinks