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FPÖ Salzburg

Die FPÖ Salzburg ist eine politische Partei im Bundesland Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Von der Gründung bis zur zweiten Spaltung

Die Freiheitliche Partei ging 1956 aus dem Verband der Unabhängigen (VdU) hervor und war seit ihrem ersten Antreten bei Landtagswahlen in Salzburg immer die dritte Kraft im Bundesland. Nur ein einziges Mal fiel die Partei vor der Spaltung des Dritten Lagers bei Landtagswahlen unter die 10-Prozent-Marke. Dies geschah am 25. März 1984. Damals landete Wilfried Haslauer einen fulminanten Wahlsieg. Mit seinem gegen Wien gerichteten Slogan "Stoppt die Rotblaue Koalition" fuhr er für die ÖVP die absolute Mehrheit im Land ein. Der glücklose Holzhändler Josef Wiesner musste es büßen und flog aus der Regierung. Die Steger-FPÖ hatte es nur auf 8,7 Prozent gebracht.

Doch mit Jörg Haider kam auch in Salzburg die FPÖ wieder in Schwung. Schon 1989 katapultierte Volker Winkler die Partei wieder auf 16,4 Prozent. Es folgte der Saalbacher Arzt Karl Schnell. Er brachte die Partei 1994 erstmals knapp an die 20-Prozent-Marke heran und errang mit 8 Mandaten das beste Ergebnis der Geschichte und erstmals zwei Regierungssitze. Unter Schnell erlebte die Salzburger FPÖ aber auch ihre größte Krise: Innerparteiliche Spaltungen, der Hinauswurf aus der Regierung und 2004 der Rückfall auf drei Mandate im Landtag folgten. 2009 konnte man wieder zwei Mandate hinzugewinnen. 2013 gewann die FPÖ ein weiteres Mandat hinzu, musste aber erstmals den dritten Platz im Landtag an die Grünen abgeben.

Die FPÖ Salzburg hatte im Jahr 2011 nach eigenen Angaben in Stadt und Land Salzburg knapp über 4.000 Parteimitglieder.[1].

2015: Krise und zweite Spaltung

Bundespartei löst Landesvorsitzenden ab

Im Frühjahr 2015 gab die FPÖ Salzburg ein zerrüttetes Bild ab: Landtagsabgeordneter Fritz Wiedermann war aus der Partei aus- und wieder eingetreten; die Landespartei unter der Doppelspitze von Landesparteiobmann Rupert Doppler und Klubchef Karl Schnell hatte langjährige Funktionäre ausgeschlossen und Mitarbeitern gekündigt. Teile der Flachgauer Bezirkspartei und der Stadtorganisation revoltierten gegen die beiden, es ging drunter und drüber. Die Querelen hatten Ausmaße angenommen, die Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache offenbar nicht mehr tatenlos hinnehmen wollte: er fuhr am 9. Juni 2015 überraschend in Saalfelden vor und brachte gleich Verstärkung aus dem Bundesparteipräsidium mit in den Pinzgau, wo die Salzburger Landespartei eigentlich ihren Disput in aller Stille hatte beilegen wollen. Dann kam alles anders: Gegen Mitternacht war die Sitzung zu Ende und Karl Schnell verkündete gegenüber den "Salzburger Nachrichten" seinen Parteiausschluss nach mehr als 20 Jahren an der Spitze der Salzburger Blauen. Als neuen Landesparteiobmann stellte Strache sodann Andreas Schöppl, der im Jänner überraschend als Klubobmann in der Stadt Salzburg von seinen Parteikollegen abgewählt worden war, vor[2].

Abspaltung der FPS und Konsolidierung

Die Gruppierung um Karl Schnell nahm diese Entwicklung nicht einfach hin, sondern gründete die Freie Partei Salzburg. Dieser schloss sich die Mehrzahl der Salzburger FPÖ-Landtags- und -Nationalratsabgeordneten an, der FPÖ-Landtagsklub setzte die Strache-treue Marlies Steiner-Wieser vor die Tür. Der FPÖ-Bundesparteivorstand schloss die der alten Führung treu bleibenden Mandatare und Funktionäre aus der Partei aus. Landesparteiobmann der Restpartei wurde interimistisch Andreas Schöppl, der im Jahr 2016 von Marlene Svazek abgelöst wurde.

In der Nationalratswahl 2017 zeigte die FPÖ jedoch auch im Land Salzburg neuerlich ihre Stärke: Mit 24,42% (+3,18%) der Stimmen blieb sie nur wenig unter dem österreichischen Durchschnitt (25,97%, d.s. +5,46%), während die als „Freie Liste Österreichs“ antretende FPS in ihrem Heimatbundesland nur auf 0,7% kam.

Funktionäre

Landesparteiobleute

FPÖ-Landesparteiobmänner waren seit dem Gründungsjahr 1956:[3]

Landesparteisekretäre

Quellen

Weblinks