Wallersee-Ostbucht (Neumarkt am Wallersee)

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Blick von Nordosten über den Wallersee im Flachgau. Der untere Bereich ist die Wallersee-Ostbucht in Neumarkt am Wallersee. Rechts unten die Ortschaft Maierhof, darüber das Wenger Moor, das in das Zeller Moor übergeht. Im Hintergrund von links die Berchtesgadener Alpen mit Bildmitte deren Abschluss, dem Untersbergstock, rechts daneben beginnen die Chiemgauer Alpen mit dem Staufengebirge.
Karte
Wallersee-Ostbucht, Westansicht
Wallersee-Ostufer-Panorama

Wallersee-Ostbucht ist eine Ortschaft im Süden der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geografie

Diese Ortschaft befindet sich rund um das Nordufer des Wallersees und grenzt im Westen und Norden an die Ortschaft Maierhof, im Nordosten an die Ortschaften Thalham (Neumarkt am Wallersee) und Matzing, im Südosten an die Ortschaft Neufahrn und im Süden an die Nachbargemeinde Henndorf am Wallersee. Mit 1. Jänner 2019 zählte sie 44 Einwohner.

Verkehr

Von Matzing führt die Hauptzufahrt über die Uferstraße in die Ortschaft und an den See. Von Thalham führt ein Fußgänger- und Radweg, die Thalhamstraße vom Stadtzentrum kommend, an den See, im Nordwesten erreicht man den See über die Maierhofstraße.

Am Nordwestufer des Wallersees führt die Uferpromenade zur Wiererstraße (nur Fußweg, Radfahren verboten), am Südostufer die Rupertistraße entlang.

Geschichte

Ein Seeuferhaus, 1928 errichtet, war im Besitz der Luise Kiesel, dann Karl (II.) Spängler, Fam. Vavrovsky und heute im Besitz einer Innviertler Unternehmerfamilie.

Der Artikel touristische Entwicklung der Wallersee-Ostbucht informiert über die Entwicklung des Fremdenverkehrs.

Aus der Entstehungszeit unter Bürgermeister Rosenlechner (1959–1984)

Bereits 1964 sorgten Dammaufschüttungen durch die Marktgemeinde Neumarkt auf landeseigenen Grundstücken am Seeufer zu Rechtsunsicherheiten unter den privaten Pächtern und beim Fischereiverband.[1]

1967 wurden 8 800 Quadratmeter landeseigener Grund in der Nähe der versandeten Wallersee-Ostbucht parzelliert und an 26 Wochenendhausbesitzer und die Marktgemeinde Neumarkt verkauft werden.[2]

Aus der Entstehungszeit unter Bürgermeister Hans Rosenlechner (ÖVP) (aus einem Artikel der Salzburger Nachrichten vom 10. November 1971:

Unter der Überschrift Neumarkter Bürgermeister ignorierte Behörde berichteten die SN, dass die Erdaufschüttungen in der Wallersee-Ostbucht ohne Genehmigung stattfanden und der Bürgermeister trotz Aufforderung keine Detailpläne vorlegte.

Als kleine Panne bezeichnete Rosenlechner sein Vorgehen, Erdaufschüttungen im Wallersee (insgesamt sollten es 16 000 Kubikmeter werden) anzuordnen, ohne die Genehmigung der Wasserrechts- und Naturschutzbehörde einzuholen. Er habe 1965 bei der Bezirkshauptmannschaft um wasserrechtliche Bewilligung angesucht und vermutet, die Sache wäre damit erledigt. Bürgermeister Rosenlechner bezeichnete es lediglich als Abkürzung des Verfahrens: Erdmaterial sei gerade zur Verfügung gestanden, daher habe er die Aufschüttungsmaßnahmen in der Ostbucht veranlasst.

Am 5. November 1971 veranlasste Bezirkshauptmann Dr. Hans Wiedenhofer die Einstellung der Aufschüttungsarbeiten. Dr. Conrad von der Naturschutzbehörde sagte, dass seine Behörde für die Errichtung eines Bootshafens - die Aufschüttungsarbeiten waren der Auftakt dazu - keine Genehmigung erteilt hätte. Es fehlten darüber hinaus noch geometergerechte Gestaltungspläne. Auch für die geplante Promenade müssen ja noch weitere Aufschüttungsmaßnahmen vorgenommen werden, sagte Dr. Conrad. Diese Maßnahmen stellten aber eine zusätzliche Belastung des Wallersees dar, der, was seine Verschmutzung [Anmerkung: Anfang der 1970er-Jahre betrifft, zum zweitschlechtesten See Salzburgs zählt, nach dem Obertrumer See.

Am 17. November räumte Bürgermeister Rosenlechner bei einer neuerlichen wasserrechtlichen Verhandlung ein, mit den Aufschüttungen vorschnell gehandelt zu haben. Die Behörde verlangte anlässlich dieser Verhandlung eine Sicherung der Erdmassen und forderte erneut die fehlenden Detailpläne für das Projekt. Rosenlechner versicherte in zwei Wochen die fehlenden Pläne vorlegen zu wollen.

Zu diesem Zeitpunkt erwog Rosenlechner auch die Errichtung eines Kurmittelhauses (!) und mehrerer Apartmenthäuser.[3]

1984 ließ Rosenlechner den Schwanenbrunnen bauen, den Kritiker "Dr.-Lechner-Brunnen" nannten und der 564.000 öS (rund 41.000 Euro).

Wirtschaft

Fremdenverkehrseinrichtungen

Blick von Nordosten über den Wallersee. Der untere Bereich ist die Wallersee-Ostbucht mit dem Yachthafen, links daneben das Strandbad Wallersee.
Blick von Südwesten die Wallersee-Ostbucht mit dem Yachthafen, daneben dem Strandbad Wallersee, darüber dem Seecamp Wallersee und links den Tennisplätzen. Am oberen Bildrand sind von links nach rechts folgende Ortschaften zu sehen: Thalham, Schalkham und Matzing;

In der Wallersee-Ostbucht befinden sich auch die Tennisplätze des Tennisclubs Neumarkt und der Salzburger Yachtclub hat hier seinen Yachthafen.

Sonstige Einrichtungen

Es gibt einen öffentlichen Kinderspielplatz am Waldrand neben dem Minigolfplatz und beim Yachthafen eine öffentliche Toilette.

Der Verein "Waldpädagogik in Österreich" betreibt hier einen Waldkindergarten.

Historische Uferhäuser

Entlang der beiden Straßen am See stehen noch heute eine Reihe historischer Häuser, zumindest ihrem Kern nach. Siehe dazu den Artikel Touristische Entwicklung der Wallersee-Ostbucht.

Nicht mehr bestehende Gebäude

Bilder

weitere Bilder

 Wallersee-Ostbucht (Neumarkt am Wallersee) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

  • Homepage der Stadt Neumarkt am Wallersee
  • Internetrecherche
  • www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten vom 10. November 1971

Einzelnachweise

  1. www.sn.at, Archiv der 'Salzburger Nachrichten', Ausgabe vom 26. September 1963, Seite 5
  2. www.sn.at, Archiv der 'Salzburger Nachrichten', Ausgabe vom 22. März 1967, Seite 6
  3. www.sn.at, Archiv der 'Salzburger Nachrichten', Ausgabe vom 18. November 1971, Seite 11
Stadtgliederung von Neumarkt am Wallersee