Johann IV. Evangelist Haller

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Dr. Johann IV. Evangelist Haller (* 30. April 1825 in St. Martin im Passeiertal, Südtirol; † 5. April 1900 in Salzburg) war Weihbischof und später (Fürst)Erzbischof von Salzburg.

Leben

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Haller ging nach dem frühen Tod seines Vaters aufs Benediktinergymnasium in Meran, später ins Lyzeum in Innsbruck. Sein Studium absolvierte er am Priesterseminar in Trient. Am 21. Mai 1848 wurde er in Trient zum Priester geweiht und als Kooperator zurück ins Passeiertal geschickt. Am 14. August 1874 wurde er in Trient zum Bischofskoadjutor bestellt. Er trug fortan auch den Titel Titularbischof von Adraa. Die Bischofsweihe spendete ihm am 4. Oktober 1874 Erzbischof Maximilian Joseph von Tarnóczy.

Am 20. Dezember 1880 wurde er zum Weihbischof von Salzburg ernannt und diente Erzbischof Franz Albert Eder. Am 10. August 1890 folgte er Eder als Erzbischof nach. Am 29. November 1895 wurde er von Papst Leo XIII. - als erster Bauernsohn in der Kirchengeschichte - zum Kardinal erhoben und zum Kardinalpriester von S. Bartolomeo all'Isola ernannt.

Haller starb am 5. April 1900 im Alter von 75 Jahren.

Quellen

Zeitfolge