Brände Stadt Salzburg

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Brände in der Stadt Salzburg stellten neben Kriegen die größte Gefahr dar.

Einleitung

Anfangs waren viele Häuser aus Holz errichtet, in denen man noch offene Feuer den ganzen Tag unterhielt. Erst im ausgehenden Mittelalter begann man in der Altstadt mit der Errichtung von Grabendächern, die das Übergreifen von Flammen von einem zum nächsten Haus erschweren bzw. verhindern sollten.

Feuerwehren mag es wohl schon gegeben haben, aber deren Ausrüstung war nicht den Anforderungen gewachsen. So kam es, dass die Stadt Salzburg immer wieder von Bränden heimgesucht wurde.

Stadtbrände

Kleinere Brände in der Stadt

9. Jahrhundert
11. Jahrhundert
15. Jahrhundert
  • 1423 zerstört ein Brand wesentliche Teile von Kirche und Benediktinenstift Nonnberg
16. Jahrhundert
  • 1512 brennt die Stadtbrücke ab
  • 1597 brennt der alte Chiemseehof ab
  • 1598: in der Nacht vom 11. auf 12. Dezember brannten die Dachstühle des Domes ab. Der unglücklicherweise danach einsetzende mehrwöchige Dauerregen und anschließende Schneefälle durchnässten die Gewölbe, sie stürzten nach und nach ein und führten zum Totalschaden am Bauwerk
17. Jahrhundert
1670, 15. September: im Laboratorium auf der Festung Hohensalzburg bricht ein Brand aus, der das Benediktinenstift am Nonnberg bedroht
19. Jahrhundert
20. Jahrhundert
... zerstört ein Feuer den Dachstuhl des Schlosses Herrnau
... am 1. Februar wurde das Hotel Zistelalm am Gaisberg durch einen Brand vollständig zerstört; nur das Wirtschaftsgebäude und die Stallungen konnten von der Feuerwehr gerettet werden;
... am 3. November konnte die Feuerwehr einen Brand, der in einem Nebengebäude im Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg ausgebrochen war, rasch löschen;
... am 14. November bricht in jenem Teil des ehemaligen Lager Glasenbach an der Alpenstraße in Salzburg, der noch immer abgezäunt ist und von den US-Truppen genutzt wird, ein Feuer aus; durch die Explosion von Benzin- und Tränengaskanistern entsteht auch Gefahr für die Alpensiedlung; die Feuerwehren können ein Übergreifen der Flammen verhindern;
... kam es am 2. Jänner zu einem Brand im Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg: Kirchturm und Dachstuhl wurden erheblich beschädigt; die Polizei konnte nach einem weiteren Brand zwei Tage später einen Zögling des Klosters als Brandstifter ausforschen;
... vernichtete am 7. Juni ein Brand in der Glockengießerei Oberascher in Kasern den Dachstuhl und richtet in der Maschinenhalle großen Schaden an
... 15. Jänner: bricht ein Großfeuer an der Klessheimer Allee in Salzburg-Maxglan im ehemaligen Heeresbekleidungsamt, das von der USFA als Lager verwendet wird, aus; eine große Lagerhalle wird schwer beschädigt; die Feuerwehren der Stadt, der USFA und der Umgebungsgemeinden können noch größeren Schaden verhindern;
... der Bauernhof Weingarten in Sam im Nordwesten des Salzburger Stadtteils Langwied brennt nieder;
21. Jahrhundert
... 9. Jänner: ein von einem Zündler gelegter Großbrand vernichtet die Volksschule Abfalter; das Feuer wird jedoch rechtzeitig entdeckt und die 280 Kinder im Bildungshaus St. Virgil in Sicherheit gebracht
... Großbrand im Müllner Bräustübl in Salzburg - Mülln
6. Februar: zweiter Brand in den Mönchsberggaragen in der Altstadt von Salzburg; ein VW Bus gerät in Brand und steht beim Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand, Fremdverschulden war auszuschließen
10. März ein Brandanschlag wird auf das Büro von Staatsanwältin Eva Danninger-Soriat verübt; der Täter wird gefasst, bleibt jedoch straffrei;
20. April: ein Brand zerstört den Dachstuhl vom Schloss Arenberg
20. August: das Erstes Salzburger Lagerhaus Leop. Wildenhofers Nachf. stand gegen 5 Uhr früh in Flammen

Quellen

  • Quelle ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1863, Seite 345, Brände
  • Abgerufen von „http://www.sn.at/wiki/index.php?title=Brände_Stadt_Salzburg&oldid=679874