Chronik

Der Pistenbully wird 50

Die Kässbohrer Austria GmbH ist der Österreich-Ableger des Weltmarktführers bei Pistengeräten. Heuer wird ein Jubiläum gefeiert.

Es ist eine Marktnische, in der Kässbohrer tätig ist, wenn auch eine profitable. Der weltweite Bedarf an Pistengeräten beläuft sich auf nicht mehr als 1000 pro Jahr. Als 100-Prozent-Tochter des Weltmarktführers in diesem Bereich kann Kässbohrer Austria in Kuchl allerdings auf ein stetiges Wachstum zurückblicken.

Mit dem Geschäftsjahr 2018 ist Geschäftsführer Peter Soukal zufrieden. Der Umsatz konnte von 30 auf 35 Millionen Euro gesteigert werden. "Uns geht es immer so gut, wie die vorangegangene Wintersaison touristisch gelaufen ist. Wir spüren, dass nach einer schlechten Saison weniger Pistengeräte gekauft werden, nach einer guten Saison mehr", sagt Soukal. Nach mehreren Jahren, in denen viele Liftbetreiber verstärkt in die für die Kunstschnee-Produktion wichtigen Speicherteiche investiert haben, seien die Investitionen in Pistengeräte (Neupreis: ca. 500.000 Euro) zuletzt wieder auf dem "normalen Level" angelangt.

Monteure gesucht

Einziger Wermutstropfen: "Wir brauchen dringend zwei zusätzliche Monteure. Die scheint es aber nicht zu geben", sagt Soukal, der auch gerne einen Lehrling aufnehmen würde. Weil es für die Anforderungen des Unternehmens aber kein eigenes Berufsbild gibt, müsste sich Kässbohrer einen Lehrling mit einem anderen Betrieb teilen. "Das geht natürlich nicht."

2019 steht für Kässbohrer ein Jubiläum an: Vor genau 50 Jahren lief in Laupheim bei Ulm das erste Pistengerät vom Band. Neben dem Hauptumsatzbringer Pistenbully setzt Soukal große Hoffnungen in das hauseigene Pistenmanagement-System mit Schneetiefenmessung, das schon bisher ein wesentlicher Umsatzbringer ist. "Snowsat basiert auf einer satellitengesteuerten Positionsbestimmung und misst auf drei Zentimeter genau, wie viel Schnee unter der Maschine liegt. Das wird in Zukunft noch viel stärker ein Muss für Skiliftbetreiber sein", sagt Soukal.

Der Klimawandel geht auch an Kässbohrer nicht spurlos vorüber. "Viele Skiliftbetreiber steigen auf Kunstschnee um. Dieser ist deutlich härter zu bearbeiten, dafür braucht es starke Maschinen", sagt Soukal. Gleichzeitig werden eine immer bessere Pistenqualität sowie schnellere und wirtschaftlichere Geräte gefordert. Der Trend geht zu immer stärkeren Pistenbullys. Soukal sieht das skeptisch: "Mehr PS bedeuten auch mehr Kraftstoffverbrauch, was den Effizienzgewinn teilweise wieder auffrisst."

Aufgerufen am 21.08.2019 um 06:32 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/der-pistenbully-wird-50-64193917

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