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Die erfolgreichen "Fünfziger Jahre" bei Stranz & Scio

Historische Außenansicht

Die erfolgreichen "Fünfziger Jahre" bei Stranz & Scio ist ein Erfahrungsbericht von Adele Sungler über ihre Zeit im Salzburger Traditionsbetrieb Stranz & Scio.

Inhaltsverzeichnis

Stranz & Scio

Im Herbst 1948 kam ich als Adele Gandl als fertig ausgebildete Einzelkauffrau aus Freistadt im Mühlviertel zum Volontieren zu Stranz & Scio. Damals wurden auf der langen Birnbaum-Budel (Verkaufsfläche) in der altehrwürdigen Spezereywarenhandlung Lebensmittelmarken geklebt, und wenige Waren fand man in den Regalen. Auch noch in der Nachkriegszeit erhielten die Geschäfte rationierte Lebensmittel, die – wie zuvor in den Kriegsjahren – auf Lebensmittelkartenabschnitten abgegeben werden konnten. Es gab Brot, Fleisch, Zucker und Fettmarken. Das waren Berechtigungsscheine, welche punkteweise für die verschiedenen Produkte galten. Diese Marken mussten zur Abrechnung aufgeklebt werden.

Im Gollhofer-Haus gegenüber von Getreidegasse 9 gab es einen "PX store", ein "Army & Air Force Exchange Service". Das war eine Konsumgüterversorgungskette mit eigenen Ladengeschäften für Angehörige der US-amerikanischen Besatzungsmacht 1945 bis 1955. Der "PX store" war ein Magnet für den Tauschhandel von Gütern, die sich die Salzburger damals sonst nur erträumen konnten, wie für Butter, Speck und Naturalien, eine Ballonseide für eine Bluse, einen weit aufschwingenden Glockenrock oder ein Paar Nylonstrümpfe.

Eine hilfreiche Einrichtung waren die Dienstmänner der Getreidegasse mit ihren kleinen Brückenwagen und Radelböcken gegenüber an der Ecke des Roittnerhauses. Die kleine rotmarmorne Bank aus alten Säulenresten, auf dem die Träger einsatzbereit auf ihre Kunden warteten, gibt heute noch Zeugnis großer Vergangenheit.

Im ersten Obergeschoß des Hauses Getreidegasse 9 wohnte zur Universitätsplatz-Seite hin in einer großzügig, nobel mit Stuckdecken ausgestatteten Altstadtwohnung die Familie Ludwig und Katharina Rigaud mit ihren sechs Kindern. Selbstredend ohne Fernseher oder technische Spielereien wuchs die Kinderschar in dem weitläufigen Getreidegassenhaus auf. Doch gab es Vergnügliches anderer Art: In der Weihnachtszeit wurde alljährlich Hatschi Bratschis Luftballon im großen Wohnzimmer der Familie Rigaud aufgebaut. Alle sechs Kinder wie auch die allmählich heranwachsenden sieben Lechner-Cousinen vergnügten sich in diesem Riesenkorb mit dem Roten Ballon des Zauberers und hörten staunend die gruseligen Reiseberichte aus dem Morgenland.

Frau Rigauds Schwester Friederike (beide ware geborene Scio) war mit dem damaligen Leiter des Salzburger Milchhofes, Dr. Hans Lechner, dem späteren Landeshauptmann, verheiratet. Wöchentlich holte sie mit einem kleinen Leiterwagerl vom En-Gros am Grünmarkt die "Riesenbrotlaibe" aus dem Pinzgau, die für die Großfamilie angeliefert wurden, und zog das Handgefährt bis in die Riedenburg.

Im Parterre zur Getreidegasse hin war das damals modernste Kolonialwaren-, Feinkost- und Delikatessengeschäft wie anschließend die Tee- und Kaffeeabteilung. Dahinter war das große Magazin mit Küche und Durchgang zum Hof mit seinen Warenmagazinen und dem Abgang zu den riesengroßen Kellergewölben als Lagerräume für das Weinsortiment und Spirituosen.

Für jedes Stockwerk gab es eine Toilettenanlage mit Wasserbasin vom offenen Gang aus zugänglich.

Im ersten Stock im Säulengang zum Innenhof lag der Eingang in das Großraumbüro zum Nebenhaus der Wiener Bäckerei und von Dipl.-Architekt Stadtbaumeister Franz Wagner. Hier war immer eine Wolke von herrlichem Brotduft zu erhaschen, oft befanden sich auch einige frische Semmerln von Bäckermeister Feichtner am Steckgitter.

Bernhard Paumgartner um 1950

Darüber, der Universitätsplatz-Seite zugewandt, Tür an Tür mit der Familie Rigaud, wohnte Dr. Bernhard Paumgartner mit seiner damaligen Lebensgefährtin und späteren Gattin Inge Handel. Sie war nach ihrer Mittelschule in Wien und am Mozarteum Salzburg Studentin bei Bernhard Paumgartner gewesen. Nach dem Abschluss ihres Studiums von Musikgeschichte und Komposition begleitete sie den Musikwissenschaftler während des Krieges nach Florenz und arbeitete mit ihrem Mentor an einer Mozart-Biographie. Gleich nach dem Krieg lebte sie mit Bernhard Paumgartner – bis zu ihrer Verehelichung 1956 in Zürich – in Mozarts Geburtshaus in Salzburg.

Hier gab es mit dem stattlichen, groß gewachsenen Professor Dr. Bernhard Paumgartner, "Baumsti" genannt, des Öfteren leutselige Begegnungen. Dass man mit Universitätsprofessoren im Ladenstüberl beisammen saß, ist ja seit den Aufzeichnungen Abt Dominikus Hagenauers bekannt. Der Professor war ein Gourmet und schätze die kulinarischen Verlockungen von Stranz & Scio. Für so manchen Kammermusikabend oder manche kleine Festlichkeit wurden Leckerbissen in die obere Wohnung geliefert. Auch bei der Post von Demoiselle Handel mit Fräulein Gandl (später Sungler) gab es Verwechslungen. Freikarten zu so mancher Generalprobe und zu Konzertbesuchen im Mozarteum oder im Festspielhaus waren die Belohnung für diverse Hilfestellungen.

Eine weiterführende Freundschaft mit Professor Dr. Bernhard Paumgartner wurde durch die medizinische Betreuung meines Mannes, Karl Sungler, fortgesetzt. Mein Schwager Hannes Sungler spielte als Hornist mit Fritz Krammer Trompete in seinem Kammermusik-, Bläser- und Serenaden-Ensemble.

Die erfolgreichen "Fünfziger Jahre" bei Stranz & Scio

Wenige Jahre nach dem Krieg setzt der Aufstieg ein, und es kommen die fröhlichen 1950er Jahre bei Stranz & Scio: Geschäftsaufschwung und Luxus pur. Es beginnt die Zeit der Care-Pakete, als Fürsorge "eine Mahlzeit pro Woche für hungernde Europäer" ein Markenzeichen der Hilfsbereitschaft der USA.

Um die Not der hungernden Menschen zu erleichtern, wurden 1945 aus den Lebensmittel-Restbestände der US-Armee Überlebensrationen für fünfköpfige Familien zusammengestellt und über Amsterdam und die Schweiz nach Österreich geschickt und hier verteilt. Gegen Ende der 1940er Jahre wurden die Care-Pakete unter anderem mit Schokolade, pulverisierten Eiern, Rohkaffee und gepresstem schwarzem Tee aufgebessert.

So begann die Kaffee-Zeit, obwohl die Salzburger Bevölkerung mit Rohkaffee wenig anzufangen wusste. Die Firma Stranz & Scio konnte die übrig gebliebenen Schweizer Care-Pakete aufkaufen, die mit der Firma Dellacher nach Salzburg kamen. Der Rohkaffee aus diesen Quellen wurde nach Aktivierung der alten Kaffeerösterei im 4. Stock von Mozarts Geburtshaus zu schonend frisch gebrannten "Brasil Kaffee", zu "Hausmischung", "Costa Rico" und vielen verfeinerten Sorten geröstet. Eine Duftwolke von Bohnenkaffee stieg über die Getreidegasse und den Universitätsplatz auf.

Der schwarze gepresste Teewürfel wurden zerbröselt und mit den herrlichen restlichen Vorkriegs-Teeblütenrestbeständen aus den großen, mit Silberfolien ausgeschlagenen Teekisten der Kolonialwarenhandlung in den alten Lagerräumen von Mozarts Geburtshaus zu "Hausmischung", "Five o’clock tea", "Mandarin Mischung", "Family blend", "Tea for two" verbessert. Frau Scio, die Mutter Frau Rigauds, eine feine, noble Bürgerdame, die aus der alten prominenten Salzburger Kaufmanns- und Bankierfamilie Spängler abstammte, verkostete und mischte mit mir die vielen zusammengestellten Kaffeesorten und individuellen Teemischungen, die in alten eleganten Vorkriegssackerln verpackt zu einer Erfolgsgeschichte wurden.

Die Kaffeeabteilung bei Stranz & Scio um 1950

Um 1950 wurde die Kaffee- und Teeabteilung von Stranz & Scio umgestaltet und neu eröffnet.

Eine wichtige Sparte war die Gewürzabteilung mit hunderten, teils orientalischen Kräuter und Gewürzen.

Jedes Jahr gab es einen großen "Stranz & Scio Hausball" im Gablerbräu, im Hotel Stein und im ersten Stock des Zipfer Bierhauses. Diese Bälle waren nach dem langen Darben nach Fröhlichkeit jedes Jahr eine Krönung des Faschings. Die Lieferanten, die Salzburger Kaufmannschaft und viele Salzburger Kunden standen Schlange, um hier dabei sein zu dürfen.

Brasil Cafe Ball

Ein Höhepunkt war 1952 der "Brasil Cafe Ball" im Karl-Böhm-Saal des Festspielhauses. Über das Landestheater wurden wir als Brasilianer eingekleidet. Vera Comployer, "die erfolgreiche Alte" vom Film und von Münchner Volks- und Salzburger Landestheater, trat mit uns auf und trug viel zur guten Stimmung bei. Hans Klettner, der Sportreporter, übernahm die heitere Moderation. Die Mutter des einstigen Chefredakteurs des Landespressebüros, Prof. Eberhard Zwink, die in der alten Apotheke der Getreidegasse wohnte und täglich bei Stranz & Scio 5 dkg frisch gemahlenen Brasil Kaffee zum Nachmittagskaffee holte, ließ sich diese Hausbälle nicht entgehen.

Viele Produzenten waren bemüht, sich aus der Masse heraus zu heben und ihre Ware bei Stranz & Scio zu platzieren, unter anderem auch die traditionsreiche Privatbrauerei Kapsreiter aus Schärding. Ein schöner Ansitz in Schallmoos zeugt von der bürgerlichen Tradition dieser Brauerfamilie. Der Firmenchef persönlich kam jedes Jahr zu den speziellen Stranz-&-Scio-Bällen nach Salzburg und spendete jeweils ein Fass Bier.

Dkfm. Franz Krieger, eine prominente Salzburger Persönlichkeit und Freund der Familie Rigaud, war nicht nur Anlaufstelle für Jäger durch die Jagdwaffen- und Munitions-Zubehörhandlung neben dem Café Tomaselli sowie Salzburger Pressephotograph, sondern er war auch täglicher Stammgast im Delikatessengeschäft an der Getreidegasse zu kulinarischen Genüssen. Bei unseren Hausbällen hielt er, wie auch im geschäftlichen Bereich, vieles aus dieser Epoche in Schnappschüssen fest.

Mit Frau Rigaud nahmen wir Mädchen vor den Bällen einige Tanzgymnastikstunden bei Frau Kupelwieser im Schlössl am Mönchsberg. Diese schlanke große Dame kam immer mit hohen Bergschuhen und einem großen Rucksack für ihre Einkaufstour zu Stranz & Scio.

Auch der Maler Lucas Suppin zählte zum Bekanntenkreis der Rigauds, er hatte sein Atelier in der Imbergstraße und half uns beim Dekorieren. Und auch Pfarrer Josef Engelbert Tomaschek gehörte als Spätheimkehrer zu diesem Kreis; er sammelte Spenden für den Aufbau der Pfarre Herrnau.

Frau Marianne Wöß hatte eine kleine Pension am Mönchsberg; bei ihr wohnte Oskar Kokoschka. Auch diese Dame gehörte zum Familienverband der Rigauds, daher wurden auch allerhand Delikatessen wie Canapés, Salzmandel und frische Schinkenkipferl zu Teestunden und "Kokoschka Partys" auf den Mönchsberg in die Villa Wöß geliefert.

Agnes Muthspiel, die Malerin, wohnte Mönchsberg Nummer 9. Auch in diesem Künstlertreff sorgten Stranz & Scio Specereyen für gute, fröhliche Atmosphäre. Alois Grasmayr, ein Salzburger Original und Besitzer des Hotel Stein, kam täglich – auf dem Wege von seiner Sternenwarte in der prachtvollen Villa am Mönchsberg zu seinem Hotel – zu Stranz & Scio, um seine Bestellung für die Frischwaren abzugeben. Einheimische wie auch Gäste aus allen Himmelsrichtungen konnten den vielen Verlockungen kaum widerstehen.

Während der ersten Probearbeiten zu den Nachkriegsuraufführungen bei den Salzburger Festspielen zählten zu unseren Stammgästen Gottfried von Einem mit Mutter, einer sehr vornehmen Erscheinung mit extravagantem Geschmack, immer in schwarze, lang wallende Roben gehüllt. Sie wohnten bei Frau Scio in der Riedenburg. Der Berliner Regisseur und Schauspieler Paul Bildt mit Gattin war während der Salzburger Festspiele täglich zu Gast im Delikatessengeschäft und schrieb eine Dankeswidmung.

Ein beliebter Treffpunkt Alt-Salzburger Vergnüglichkeit waren die Salzburger Dult um den Patroziniumstag des heiligen Rupert und die Maidult im Volksgarten, der einstigen "Brodhäuslau". Durch Jahre hindurch gab es einen großen Andrang beim Stranz-&-Scio-Stand auf der Salzburger Dult, der ja seit alters her eine beliebte Anlaufstelle für die einheimische Bevölkerung war. Kulinarische Köstlichkeiten und der legendäre selbst erzeugten Orangenpunsch wurden bevorzugt.

Als Kommerzienrat der Handelskammer (heute: Wirtschaftskammer) war Herr Ludwig Rigaud an der Weiterbildung seiner Lehrlinge und Angestellten sehr interessiert. Es gab Sonderprogramme für Kenntnisse der Fremdsprachen, für Kalligraphie zur Ordnerbeschriftung im Büro, für Dekorationskurse zur Gestaltung der Auslagen, zudem Delikatessen- sowie Feinkostkurse in Neuwied am Rhein, Kochkurse für kalte Küche im renommierten Hotel Bristol in Wien sowie spezielle Sommelierkurse zur fachkundigen Beratung der Kunden über die Spirituosen und Getränkepalette.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ein großes, eindrucksvolles Repräsentationsbedürfnis in den alten Salzburger Traditionsbetrieben. Hohe Qualität und ein exquisites Angebot waren Voraussetzung. Während der Salzburger Festspiele und zu Weihnachten wurde bei Stranz & Scio täglich die Auslage umarrangiert. Nobler Salzburger Hausrat aus Zinn, Gemälde und Stillleben wurden zum Schmuck der Auslagen herangezogen und dienten zur Belebung aller Sinne. Es war dies eine große Anregung, eine Rarität, ein Aufschwung und ein Beitrag wieder gefundenen Kulturbewusstseins.

In der Getreidegasse ging man Auslagenschauen

Anfang der Fünfzigerjahre bot Herr Roth, ein Flüchtling, seine Dienste Herrn Rigaud an. Herr Roth, ein Delikatessenhändler aus Karlsbad, war ein vornehmer, gebildeter Herr, der vor allem auf Hygiene sein Augenmerk wandte und uns allen frischen Schwung mit Benimm-dich-Regeln wie "Der Kunde ist König" brachte.

Bei Durchsicht der alten Gerätschaften auf dem Dachboden fanden sich "Schinkenböcke", um Beinschinken mit der Hand schneiden zu können. Herr Roth ging ans Werk, und bald waren aus der Fleischhauerei Erlach riesige frisch gekochte Beinschinken in den Böcken eingespannt. Mit den schmalen, scharfen, überlangen Schinkenmessern wurde der Schinken kunstvoll mit der Hand geschnitten und aufgelegt. Schinkenschneiden erfordert große Geschicklichkeit. Aus dem übrigen Geschnipsel und dem Knochenfleisch wurden täglich frische, wohlschmeckende Schinkenkipferl und Fleischstrudel als Suppeneinlage zubereitet und feilgeboten.

Zweimal wöchentlich wurden große Lenden Rostbeef, Schweine- und Kalbsfricandeau eingebraten. Dazu gab es die große Palette der frischen Salate, und viele andere kulinarische Gaumenfreuden wurden angeboten: frisch zubereitete Pasteten mit den dazugehörigen Saucen Tatare und Cumberland, Salate, Schinken-, Hühner-, Rindfleisch-, Wurst-, Langusten-, Krebs- und Shrimpssalat, Eiersalat, Waldorf-Salat, Französischer Salat und Hering-Salat gab es täglich in Variationen.

Berühmt war Stranz & Scio für seine originell gestalteten Faschings- und Heringschmaus-Spezialitäten wie tafelfertigen Platten, je nach Wunsch angerichtet: gefüllte Eier, Wild, Wurst, gebratenes Geflügel, Schinken garniert und glasiert, Canapés oder Fingerfood.

Dem Fischreichtum aus den heimischen Seen kam seit Alters her große Bedeutung zu, mussten doch die Wolfgangseefischer einen großen Anteil ihres Fanges wöchentlich an das Stift St. Peter in Salzburg abliefern. Die herrlichen, appetitlichen Räucherfischwaren, zudem frische Lachsforellen, Saiblinge, Reinanken, Renken, Felchen, Aale und frische Krebse wurden von den Salzkammergutfischern wöchentlich zu Stranz & Scio angeliefert.

Köstliche heimische Käsesorten vom Pinzgauer bis zum Salzburger Bierkäs und Kräuter-Spezialitäten für Käseliebhaber wurden genussvoll verkostet.

Küchenfertig wurden in der Weihnachtszeit die Fasane aus den Salzburger Auen gerupft, gefüllt und in Speck eingepackt. Das Wild wurde gespickt und bratfertig für die verwöhnten Kunden zugerichtet.

Ein großer Aufwand, aber eine sehr gute Auftragslage erbrachten zu den Festtagen die geschmackvoll gestalteten Geschenkkörbe, Geschenkkisten und kleinere Arrangements. Die Körbe wurden mit Getränken, Delikatessen, Ungarischer Salami, Wildlachs, Sardinen, Kaffee, Tee, den besten Kreationen von handgefertigten Trüffeln, Pralinen und Teegebäck sowie Variationen vom feinsten Sortiment für Gourmetträume bestückt und kunstvoll – je nach Saison – dekoriert und zugestellt.

Viele junge Lehrlinge und Angestellte erhielten durch die Ausbildung bei Stranz & Scio eine besondere Förderung in allen Bereichen der Produktpräsentation für die Kunden. Das überdurchschnittlich hohe Bildungsengagement der Firmenleitung ergab eine Zusammengehörigkeit, die das Miteinander stärkte. Eine stattliche Anzahl Salzburger Persönlichkeiten in Wirtschaft, Kultur und Politik wurden als wichtige Stützen des Gemeinwohls herangebildet. Uns Mitarbeitern wurde sehr früh große Verantwortung übertragen, so wurden wir zuverlässige Kollegen und Kolleginnen. Mit vollem Einsatz bemühten wir uns alle, am Aufbau der Nachkriegszeit mit zu helfen, und wir haben eine Menge guter Erfahrungen mitgenommen.

Im Umkreis von 500 Kilometern war Stranz & Scio eine der besten Adressen, wenn es um höchste kulinarische Ansprüche ging.

Ich möchte mit diesem Zeitdokument meiner Dankbarkeit für zehn Jahre hervorragender Zusammenarbeit und Bildungsförderung Ausdruck verleihen.

Quelle

Bildnachweis

  • Archiv Adele Sungler

Verfasser

Dieser Artikel wurde von Adele Sungler verfasst und als Word-Dokument an das Salzburgwiki gesandt.