Dult

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Die Salzburger Märkte wurden früher als Dult (vom Mittelhochdeutschen tult, Gotisch dulps: Feier, Fest) bezeichnet.

Dulten heute

Von den früheren Dulten gibt es heute noch:

  • Die Frühjahrsmesse um Pfingsten (früher am Frühjahrsruperti, dem Todestag vom Hl. Rupert am 27. März, der seit dem Mittelalter einer der vier Zinstage des Jahres war) übrig geblieben.

Geschichte

Noch 1878 wurde eine neue Dultordnung erlassen. Doch 1896 kam es zur Aufhebung der Frühjahrsdult, die 1924 wieder auflebte, durch den Zweiten Weltkrieg abermals unterbrochen und 1946 wiederbelebt wurde. Die neuerliche Verlegung vom Rupertikirtag 1957 in den Baron-Schwarz-Park in Gnigl erwies sich aber als Fehler und wurde von der Bevölkerung nicht angenommen. Als 1967 einer der Initiatoren verstarb, war das Ende der Dult gekommen.

Die Salzburger Wirtschaft gründete daraufhin einen „Verein der Salzburger Dult“. Zwar gelang es diesem noch 1968 eine Pfingst- und eine Herbstdult abzuhalten, doch dann kam auch dieser Verein in seinen Bemühungen zum Stillstand.

1974 rief man dann die als heute unter den Namen „Salzburger Dult“ bekannten Jahrmarkt auf dem Gelände des Messezentrums Salzburg in Liefering ins Leben. Und 1977 belebte man die Tradition des ursprünglichen Herbsttermines wieder und veranstaltete einen „Salzburger Rupertikirtag“ um den 24. September. Initiator war Kommerzialrat Erwin Markl, der als Vorstandsmitglied der Salzburger Innenstadtgenossenschaft alle Widerstände und Vorbehalte ausräumen konnte. Im Gegensatz zur Frühjahrsdult sollte sich der „Rupertikirtag“ in typischer Jahrmarktsweise an das historische Vorbild halten und so den Gegenpol zur modernen Wirtschaftsmesse in Liefering bilden.

frühere Dulttermine

Weblink

Quelle

Fußnoten

  1. Quelle anno, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 9. September 1924, Inserat auf Seite 4