Alois Lidauer

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Flötenspieler, Bronzefigur (1962) von Lois Lidauer in der Orangerie des Mirabellgartens
Kriegerdenkmal neben dem Rathaus in Schwarzach im Pongau

Alois Lois Lidauer (* 4. April 1908 in Mauerkirchen, Bezirk Braunau, .; † 24. Mai 1975 in der Stadt Salzburg) war ein Salzburger Bildhauer.

Familie

Er war das uneheliche Kind des Ferdinand Lidauer und der Anna Firk. Sein Vater Ferdinand Lidauer lebte zumindest seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der Stadt Salzburg. Er erhielt am 20. August 1911 das Heimatrecht der Stadt Salzburg verliehen. Bereits am 7. Februar 1910 heirateten der nach Geboltskirchen (OÖ) zuständige Hilfsarbeiter und die aus Mauerkirchen stammende Hausfrau Anna Lidauer, geb. Firk, in der Stadtpfarrkirche St. Andrä.

Entsprechend den damals geltenden Regelungen des Heimatrechts war Alois Lidauer wie seine Mutter zunächst nach Mauerkirchen zuständig. Erst 1926 wurde ihm ein Heimatschein der Stadt Salzburg ausgestellt. Seine Schwester Maria Anna Marianne kam ehelich am 5. Juli 1913 in Salzburg zur Welt und wurde in der Krankenhauskirche St. Johannes des St. Johanns-Spitals in Mühleck getauft. Ferdinand Lidauer, der in den 1920er-Jahren seine Familie als Hausmeister ernährte, war ein Funktionär der frühen Salzburger NSDAP und kandidierte bei der Wahl zum Salzburger Gemeinderat 1923 für die Partei an 20. Stelle.

Leben

Unterricht in Bildhauerei nahm Lidauer schon mit acht Jahren. Im Alter von 14 Jahren begann er eine vierjährige Lehre bei einem Holzschnitzer. Seine Ausbildung vollendete er an der Kunstakademie Weimar (Thüringen) bei Prof. Richard Engelmann (* 1868; † 1966) und an der Königlichen Akademie der freien Künste in Stockholm (Schweden) bei Prof. Sjogren. Er studierte auch in Wien, Florenz und Rom.

Von 1936 bis 1940 war Lidauer freischaffender Künstler und arbeitete in seinem eigenen Studio in Salzburg als Bildhauer.

Im Zweiten Weltkrieg diente Lidauer bei der Deutschen Luftwaffe. Er geriet in russische Gefangenschaft, konnte aber aus dem Eisenbahnzug springen und entkommen.

Nach dem Krieg setzte er seine Tätigkeit als freischaffender Bildhauer fort.

Er war von 1960 bis zu seinem Tod Präsident der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs, Landesverband Salzburg.

Werke

Als Materialien verwendete Lidauer Marmor, Granit, Kalkstein, Bronze und Holz. Zahlreiche seiner Werke finden sich verstreut in Österreich.

Die bekanntesten sind „Der Flötenspieler” (wofür sein Sohn Modell stand), „Kreuzfahrer Richard Löwenherz zu Pferd” (Granit, nahe Wien) und der hl. Rupert. Insbesondere schuf er das am 4. Mai 1952 eingeweihte Kriegerdenkmal der evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg.[1] außerdem das Kriegerdenkmal neben dem Rathaus in Schwarzach im Pongau. Mehrere Christus-Skulpturen befinden sich in den USA.

Straßenbenennung

Nach Alois Lidauer ist im Salzburger Stadtteil Aigen die Alois-Lidauer-Straße benannt.

Bilder

 Alois Lidauer – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

Quellen

  • Johannes Hofinger, Alois Lidauer, in: Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus. Biografische Recherchen zu NS-belasteten Straßennamen der Stadt Salzburg. URL: www.stadt-salzburg.at/pdf/alois_lidauer.pdf. Version 1 – 06.09.2017.

Einzelnachweis

  1. Artikel 4. Mai 1952,