Gasthaus Kuglhof

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Gasthaus Kuglhof
Für den Ansturm bereit, Gastgarten beim Kuglhof

Das Gasthaus Kuglhof ist ein Gasthof im Salzburger Stadtteil Maxglan in direkter Nachbarschaft zum Pressezentrum Salzburg an der Karolingerstraße.

Geschichte

Der Kuglhof war im 20. Jahrhundert der Landwirtschaftshof der Guglbrauerei, heißt also eigentlich Guglhof und hat mit der Kugel nichts zu tun. Im Mai 1911 erwarb ihn die Stieglbrauerei und verpachtete ihn. 1932 brannte er ab, wurde aber 1933 wieder aufgebaut und erweitert. 1936 erhielt er eine für damalige Verhältnisse sensationelle Lehmbahn mit Nadelstreu und zog die Salzburger Stockschützen an.

Während des Ersten Weltkriegs befand sich beim Kuglhof ein russisches Kriegsgefangenenlager. Die Gefangenen mussten bei den Bauern in der Umgebung arbeiten[1].

Noch eine Rarität: Der Kuglhof ist eines der wenigen Gasthäuser, die mit dem traditionellen Pferdegespann der Stieglbrauerei beliefert werden.

Von 1996 bis Ende 2012 war der Gasthof von der Familie Hawranek gepachtet. Deren Abschied sorgte in der Gastronomieszene für Aufsehen.

Der Kugelhof heute

Am 20. März 2013 eröffnete der Kuglhof unter seinem neuen Pächter, Peter Preslmayr, neu. „Das Datum haben wir bewusst gewählt“ sagt er. „Da ist nämlich Frühlingsbeginn.“ Dann schaut er seine Lebensgefährtin ziemlich verliebt an und fügt hinzu: „Und die Conny hat am 21. März Geburtstag.“ „Die Conny“ heißt übrigens noch Stöllinger. Sie ist in Fuschl am See aufgewachsen und seit 20 Jahren lebt sie mit ihrem Peter in wilder Ehe beisammen.

Wir sind uns bewusst, dass unser Vorgänger Alexander Hawranek riesige Fußstapfen hinterlassen hat“, sagt Preslmayr. Umso dankbarer seien sie auch, dass Hawranek in der Planungsphase noch beratend zur Seite stand. Hawranek streut Preslmayr und Stöllinger auch vorab Rosen: „Die beiden sind eine gute Wahl. Sie sind sehr sympathisch und mit dem festen Willen ausgestattet, den Kuglhof so weiterzuführen, dass sich die ehemaligen Stammgäste genauso wohlfühlen wie in den letzten 17 Jahren.

Wir waren jetzt 13 Jahre im Tiroler Oberland.“, sagt Preslmayr, der das gastronomische Handwerk in Wels und Bad Schallerbach erlernt hat. Kennengelernt haben sich die beiden bereits auf der Hotelfachschule in Bad Ischl. Dann studierten sie internationale Betriebswirtschaft in Innsbruck. Preslmayr war bis zuletzt in der Geschäftsleitung von Handl Speck beschäftigt. Stöllinger führte zehn Jahre lang den Vorzeigebetrieb Trofana Tyrol in Mils bei Imst. Auf die Frage, ob sie sich mit ihrer Hochschulausbildung nicht überqualifiziert für einen Traditionsgasthof fühlen, antworten sie mit ihrer Visitenkarte. Darauf steht der Firmenname, unter dem der Kuglhof in Zukunft geführt wird: „Herzblut Gastronomie GesmbH.“

Fußnote und Quellen

  1. Foto in Salzburg Vorstädte Album 1860−1930, Verlag für Photographie, Wien 1998