Vinzenz Heldenberger

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Steuer-Oberinspektor Vinzenz Heldenberger († 1896), k. k. Steueramtskontrolleur, wirkte im 19. Jahrhundert als Musikant im Pinzgau. Er war erster Chormeister der Liedertafel Zell am See sowie Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle Taxenbach.

Leben

Hauptberuflich war Vinzenz Heldenberger kaiserlicher und königlicher Steueramtskontrolleur. Als Musikant hinterließ er Spuren in der Pinzgauer Musikgeschichte.

Heldenberger war Mitbegründer der Liedertafel Zell am See, die im Jahre 1882 gegründet wurde. Es gab eine Wahl, daraus folgte, dass Vinzenz Heldenberger zum ersten Chormeister des Vereins wurde. Zum Vorstand wurde ein gewisser Herr Bergetsporer gewählt, der bis 1884 als solcher tätig war, auf ihn folgte Josef Müller.

Es gelang Vinzenz Heldenberger gleich in den ersten Wochen des neu gegründeten Vereins Liedertafel Zell am See ein reges Vereinsleben zu entwickeln und die Gemeinschaft unter den Chorsängern zu fördern. Bald trat unter der Leitung Heldenbergers die Liedertafel öffentlich auf.

Bis ins Jahr 1885 blieb Vinzenz Heldenberger der Chormeister der Liedertafel Zell am See, im Jahre 1885 folgte ihm dann der Schulinspektor Johann Wörnhardt, da Heldenberger nach Salzburg versetzt wurde.

Heldenberger war auch der erste Kapellmeister der 1851 gegründeten Trachtenmusikkapelle Taxenbach im Pinzgau, von dem der Name bekannt ist.

Im Jahre 1896 verstarb Vinzenz Heldenberger und wurde zu Grabe gelegt.

Ehrung

In Anerkennung seiner Verdienste verliehen ihm die Marktgemeinden St. Johann im Pongau und Neumarkt ihre Ehrenbürgerschaft.[1]

Quellen

  1. Salzburgischer Geschäfts-, Volks- und Amts-Kalender für das Jahr 1894. Mit einem Schematismus der katholischen Geistlichkeit der Diöcese Salzburg, des Lehrpersonales und des Handels- und Gewerbe-Schematismus im Kronlande Salzburg nebst dem Verzeichnisse sämmtlicher Hausbesitzer der Landeshauptstadt Salzburg mit der gassen- und bezirksweisen Häusernummerirung. 22. Jg. Salzburg (Mayr) 1894.