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Albert IV. Nagnzaun

Portrait des Albert IV. Nagnzaun, 1842, im DomQuartier.

Albert IV. Nagnzaun OSB (* 14. November 1777 in Salzburg; † 29. September 1856 ebenda) war Theologe und Abt des Benediktiner-Erzstifts St. Peter.

Leben

Als Zehnjähriger kam Nagnzaun 1787 ins Sängerknaben-Konvikt des Erzstiftes St. Peter und war später auch als Sängerknabe im Salzburger Dom tätig. Als 18-jähriger trat er ins Erzstift ein. Nach einem Studium der orientalischen Sprachen in Rom promovierte er 1808 an der katholischen Fakultät in Salzburg. 1809 bis 1811 unterrichtete er an der Benediktineruniversität Exegese und orientalische Sprachen. Nach der Auflösung der Universität ging er in sein Kloster zurück, wurde aber dann Vikar in Wien-Dornbach.

1818 wurde Albert IV. zum Abt gewählt. Vor seiner Berufung war er Pfarrer in der Dornbacher Pfarre St. Stephan in Wien gewesen. Ab 1819 war er zudem Direktor des Akademischen Gymnasiums, dessen Leitung St. Peter und Michaelbeuern übernehmen mussten, als Salzburg zu Österreich kam.

Ab 1820 verkaufte er der Reihe nach alle Besitzungen am Mönchsberg (Edmundsburg, Konstantinsturm, Dreerhof, Ehrgotthaus, Hofburg, Metzgerhaus, Prötznerhaus, Roter Turm) und deren Meiereien.

Nagnzaun galt - zu einem Zeitpunkt als Wolfgang Amadé Mozart in Salzburg noch wenig gehört wurde - als großer Verehrer Johann Michael Haydns und hatte auch regen Anteil an der Errichtung des Haydn-Monumentes in der Stiftskirche St. Peter. Der Entwurf des Monuments stammt von Nagnzaun selbst. Besonders die geistlichen und bürgerlichen Kreise wussten sich mit Haydns Musik zu identifizierten.

Albert Nagnzaun erstellte eine umfangreiche Sachindizierung der Archivbestände des Erzstifts St. Peter. Außerdem erweiterte er die Mineraliensammlung stark und baute sie zu einem Stiftsmuseum aus.

Quellen


Zeitfolge